Dienstag, September 11, 2007

Meier-Schatz: Trojanische Flipcharts?

Wollen Sie eine steile These hören? Erinnern Sie sich an Watergate? Dann lesen Sie, Read your Lips!

Wie hier von Anfang an vertreten, ist an diesen seit Tagen durch die Medien geisternden Dokumenten mit dem angeblichen "Plan einer Verschwörung" des Ex-Bankiers Holenweger zur Absetzung des früheren Bundesstaatsanwaltes Roschacher etwas faul. Die Frage ist bloss: was?

Passieren Sie mit uns die Ereignisse der vergangenen Tage. Deren Kenntnis mit Stand per 10.9.07 abends (auf der Basis Tages-Anzeiger, 6.-10.9.; SF1, Arena vom 7.9.07, NZZ 6.-10.9.7; Weltwoche online, 5.-10.9.07) setzen wir allerdings voraus.

Sie haben die Kopien der Flipcharts von Ex-Bankier Oskar Holenweger (BH) online bei der Weltwoche und in Farbe im Tagesanzeiger (Printausgabe vom 10.9.07) gesehen. Nun prüfen Sie folgende wilden Spekulationen:

Wir fragen: Wieso hat BH bei der Niederschrift seine Sicht der Dinge nicht Notizpapier sondern Flipcharts anvertraut? Eine Flipchartseite ist teuer und unpraktisch, es blättert sich schlecht darin, zumindest wenn man alleine ist! Der mit BH befreundete und offenbar durch die Weitergabe von Originaldokumenten als Sprachrohr BHs legitimierte Nationalrat Christoph Mörgeli und andere Akteure wiesen wiederholt darauf hin, dass es sich bei den Notizen von BH um «grafische Lageanalysen eines verbitterten Generalstabsobersten, dessen Ehre und Bank von der Bundesanwaltschaft zerstört wurden» handle. Das Erstellen eines Flipcharts macht aber viel eher Sinn, wenn die Skizzen für mehr als zwei Augen bestimmt sind.

Wer einen Geheimplan entwirft, versucht üblicherweise alle Spuren zu verwischen, das liegt in der Natur der Sache. Die Dokumentation von Geheimnissen auf langlebigem Papier und die Anfertigung digitaler und damit beliebig reproduzierbarer Photographien ist daher prinzipiell äusserst unvorsichtig. Ausser, sie wären für die Oeffentlichkeit bestimmt.

Zur Geheimhaltung würde auch gehören, dass man wenigstens die Umstände der Entstehung allfälliger Dokumente verschleiert, wenn sie denn schon sein müssen. Wie kommt es nun, dass BH diese Flipcharts so deutlich sichtbar datiert hat? Nur der Ordnung zuliebe?

Wenn BH wirklich der ordnungsliebende Stratege ist, den die Datumsangaben suggerieren, wieso soll er dann spätere Zusätze nicht auch als solche gekennzeichnet haben? Gemäss Mörgeli ergänzte BH z.B. den mit „4.6.06“ datierten Bogen: das Stichwort „Moritz“ sei nicht am 4.6.06 sondern erst am 6.6.06 dazu geschrieben worden, an dem Tag an welchem Bundesrat Leuenbergers tatsächliche Involvierung bekannt geworden sei.

Woher weiss Nationalrat Mörgeli diese Details so genau? BH als alleiniger Autor müsste sie ihm gesagt haben. Wie aber kann sich BH so gut an Einzelheiten dieser Art erinnern, wenn er, auch gemäss Mörgeli, gleichzeitig von der Bedeutung anderer wesentlichen Details auf seinen Charts keine Ahnung mehr zu haben vorgibt, so z.B. dem Kürzel „BWG“.

Weiss BH überhaupt, was auf ‚seinen’ Charts steht? Ist er tatsächlich deren Verfasser? Kann man ihn befragen?

Wie kommt es, dass diese Flipchartskizzen Titel tragen, als stünden sie im Schatzplan eines Pfadfinderspiels? Stichworte wie „Verschwörung“ oder „eingekreist“? Solche Begriffe suggerieren Unbeteiligte als Zielpublikum, denn ein ‚Verschwörer’ weiss ja hoffentlich auch ohne Legenden, dass er bei einer ‚Verschwörung’ mit von Partie ist. Eine Geheimhaltung wird so jedoch von Anfang an arg sabotiert. Oder war sie gar nie vorgesehen?

Wieso sind die Flipcharts der Subkommission (SK) EJPD/BK der nationalrätlichen Geschäftsprüfungskommission (GPK) nicht zugänglich gewesen – gut, sie hat sich wohl auch nicht allzusehr darum bemüht – tauchen dann aber, einmal in aller Leute Munde, sofort über verschiedene Kanäle äusserst medienwirksam in der Oeffentlichkeit auf? Könnte die Antwort sein, dass die SK absichtlich mit einem nur kurz präsentierten Köder auf's Glatteis gelockt werden sollte? Wann hat die SK erstmals von der Existenz dieser Dokumente erfahren? Jedenfalls nicht mehr rechtzeitig, so dass dies in den Bericht hätte einfliessen können. An die Deutschen Behörden war ein Rechtshilfegesuch gestellt worden. Wer hatte es verfasst? Wer hat es beantwortet bzw. wer hat der SK die Photos der Notizen gezeigt?

Und: Waren diese Flipcharts von Anfang an für ein grösseres Publikum bestimmt und deshalb auch so schnell veröffentlicht?

Wieso hat BH Photos dieser Flipcharts vom 6/06, wenn sie denn aus dieser Zeit stammen, bis zum 3/07 aufbewahrt und dann in Deutschland bei seinem Schleichgang ums Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg in einer Kamera auf sich getragen?

"Er soll, so ein Polizei-Sprecher gegenüber Agenturen, im März dieses Jahrs «stundenlang in verdächtiger Weise» um den Sitz des Landeskriminalamts in Stuttgart geschlichen sein." (NZZ)
Geschah dies tatsächlich, wie behauptet, um einen V-Mann auffliegen zu lassen? Auf jeden Fall ruft schon dieser ‚Tanz’ um's LKA in Stuttgart nach Entdeckung. Ein Versuch, die Notizen in den Kreislauf der Behörden einzuschleusen?

Wer in der SK hat dafür gesorgt, dass diese Flipcharts, obwohl nicht richtig im Bericht, doch mit in die Berichtspräsentation gelangten? Eine Frage, die sich ohne Indiskretion nicht beantworten lässt.

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, verstehen Sie sicher die nächste Frage: Gibt es vielleicht tatsächlich einen Geheimplan? Einen Geheimplan der nicht vom 6/06 sondern aus der Zeit zwischen 9/06 bis 3/07 (der letzte der vier Berichte - Aufsichtsbericht Ramos - auf die die SK ihre Arbeit stützen sollte, erschien am 18. September 2006; Oskar Holenweger wurde am 26. März 07 in Stuttgart kontrolliert) datiert? Ein Geheimplan der nicht von BH alleine sondern von Personen im Umkreis z.B. der SVP verfasst wurde? In welchem es darum geht, einen drohenden GPK-Bericht ins Leere laufen zu lassen, ein GPK-Bericht, dessen Publikation aller politischer Erfahrung zufolge etwa in der Zeit knapp vor den Wahlen erfolgen würde und der das Verhalten von Bundesrat Christoph Blocher in der Angelegenheit Roschacher in ein kritisches Licht stellen könnte? Wäre das ein ausreichendes Motiv?

Sie sehen, all diese Ueberlegungen und Fragen liessen sich mit folgender hirnverbrannter Spekulation überraschend aber einleuchtend erklären:

Personen aus dem Umkreis von Christoph Blocher, möglicherweise ohne sein Wissen, aber mit einem grossen Interesse, den zu erwartenden Bericht der GPK zu diskreditieren, hätten anfangs 2007 beschlossen, der GPK pünklich zur Präsentation ihres Berichtes ein Kuckucksei unterzujubeln, für historisch gebildete: ein trojanisches Pferd. In diesem Kuckucksei würde eine vorgetäuschte Verschwörung stecken.

Das Wissen um eine solche mögliche Verschwörung wäre eine Versuchung, der die SK aufgrund ihrer politischen Zusammensetzung nicht widerstehen können würde. Ein eher blocherkritischer Kommissionsteil nicht, weil ihm der diffuse Verdacht aufgrund von „Dokumenten von erheblicher Tragweite, politischer Brisanz und staatspolitischer Relevanz“ politsch sehr gelegen käme, ein eher blocherfreundlicher Kommissionsteil nicht, wenn er mit den Autoren der ‚trojanischen’ Flipcharts in Verbindung stünde, ja, dafür zuständig wäre, dieses ‚hohle Ross’ mit in des ‚Gegners Festung’ zu ziehen. Darauf würde es für die Autoren der Verschwörungklamotte ein Leichtes sein, diese als völlig unbedarftes, privates Elaborat eines frustrierten und sich um sein Lebenswerk betrogen fühlenden Generalstabsobersten zu entlarven. So könnte vom wesentlichen Inhalt des Berichtes der GPK abgelenkt werden bzw. dessen Wert relativiert werden.

Sollte diese wahnwitzige Spekulation zutreffen, würde sie einige Ungereimtheiten auf einen Schlag verständlich machen:

'Schlich’ BH deshalb am 26.3.07 stundenlang auffällig um das Baden-Württembergische LKA in Stuttgart, weil er gefunden werden wollte?

Wurde deshalb die Oeffentlichkeit seit Ende August 07 mit teuren Inseraten mit dem Begriff „Geheimplan“ sensibilisiert, weil es ihn tatsächlich gab, nur nicht in der erwarteten Form?

Ist deshalb „Verschwörung“ auf grossem Papier gut lesbar festgehalten, in einer Schrift wie die Sonderangebote im Supermarkt, weil es jeder lesen soll?

Sind deshalb die Charts von BH als „Verschwörung“ angeschrieben, im wahrsten Sinne des Wortes, weil es jeder begreifen soll?

Sind sie deswegen der SK nur kurz im letzten Moment vorgestellt worden? Sollte sie das ‚Geschenk’ bloss in seiner Verpackung bestaunen, ja, sollte sie das 'trojanische Pferd' ohne detaillierte Untersuchung in Empfang nehmen? Ging sie dem Geheimplan prompt auf den Leim?

Waren deswegen Kopien und Originale (Flipcharts oder Photos?) für Nationalrat Christoph Mörgeli sofort zu haben, wurden sie deswegen der Weltwoche so rasch zugespielt, und von dieser - übertölpelt? - publiziert? Das Resultat einer geölten PR-Maschine, von langer Hand vorbereitet?

War deswegen ein Teil der Akteure für viele Beobachter so augenfällig nervös, weil den Ereignissen eben tatsächlich ein Geheimplan zugrunde liegt?

Nur wäre es dann nicht die mögliche Verschwörung, von welcher die Medien im Anschluss an die Berichtspräsentation der GPK fieberten, und auch nicht der Geheimplan, vor dem die SVP seit August 07 in ihren Inseraten warnte, sondern ein dritter, bisher tatsächlich geheimer Geheimplan, der nun erstmals in seinen möglichen Grundzügen aufgedeckt würde. Das hier entworfene Szenario ist hoch spekulativ, entstanden aufgrund von Informationen und Berichten in den Medien der letzten Tage, die der breiten Oeffentlichkeit durch Zeitung, TV und Internet frei zugänglich sind, aber es beantwortete erstmals auf schlüssige Weise einige der zentralen Fragen der Affäre.

Einige Fragen blieben allerdings offen, z.B.:

Weshalb der komplizierte Umweg über Stuttgart und die Deutschen Behörden? War es nicht doch eine (missglückte) Einzelaktion?

Weshalb ein so riskanter Plan, wo doch der GPK-Bericht zwar Bunderat Blocher deutlich kritisiert, seinem Amt aber kaum ernsthaft bedrohlich werden wird? Weshalb sollten sich dafür mehrere Parteikader politisch opfern?

Sind die von den Deutschen Behörden beschlagnahmten Bilder identisch mit den von Christoph Mörgeli bzw. der Weltwoche publizierten Unterlagen? - Das weiss momentan niemand. Gemäss der zynischen Logik der Vorgänge wäre das Bekanntwerden einer Diskrepanz in den Tagen vor der Bundesratswahl nicht verwunderlich. Wer weiss hier worüber bescheid?

Viel Geld wurde in die Inseratekampagne zur Vorbereitung der Bevölkerung auf einen „Geheimplan“ investiert, weshalb wohl bloss?


Oder ist der ganze H-Plan nicht doch letztlich das herbeiphantasierte Armageddon eines auf allen ihm wichtigen Ebenen seiner Existenz zutiefst verletzten Einzelnen? Die persönliche Tragödie eines modernen Hiobs?

Montag, September 10, 2007

Lucrezia Meier-Schatz

Dass man aufgrund seiner politischen Arbeit in der Schweiz wegen Morddrohungen Personenschutz braucht, ist eine Ungeheuerlichkeit.

Allerdings dafür andere Politiker verantwortlich machen - wie soll das gehen? Da gäbe es dann eine Reihe von Politikern, die man für Drohungen, die andere Politiker erhalten haben, ebenfalls verantwortlich machen müsste. Sicher hat auch Nationalrat Christoph Mörgeli schon öfters 'gute Wünsche' dieser Art erhalten. Genau so sicher wie auch Exponenten anderer Parteien.

Werden solch inakzeptable Drohungen ausgestossen, so zeigt das ein wenig, wie gross bei gewissen hilf- und hoffnungslosen Gemütern das Ausmass der empfundenen Ungerechtigkeit ist. Und es zeigt, wie es auf allen Seiten Leute bar jeder Kinderstube gibt.

Es ist dies sicher eine Gelegenheit für z.B. Herrn Mörgeli, sich klar vor solch infamen Drohungen zu distanzieren und sich damit aktiv in die Reihen der Fair Player einzuordnen. Ein Lächeln da, ein Bedauern dort kann Wunder wirken. Das ist es ja, was den Kritikern der SVP am meisten Wasser auf die Mühlen leitet: Soft-factors, Atmosphärisches.

Allerdings, selbst eine ernst gemeinte Distanzierung ist im aktuellen politischen Klima nicht ohne Risiko. Schnell wird es von der Gegenseite als Schuldeingeständnis instrumentalisiert - und schon hat man einen Prozess am Hals. Eine delikate Aufgabe.

(Bild von der persönlichen Website von CVP Nationalrätin Meier-Schatz)

Zürcher Szene: Platzspitz, Letten, ...Zürihorn?

Wieder ist ein Jugendlicher an der Zürcher Seepromenade von einer Bande schwer verletzt worden, Bericht Tagesanzeiger online vom 10.9.07, die Fälle häufen sich.

Und wir wundern uns. Da hat man doch in den 90er Jahren in Zürich zu Genüge dieses grossangelegte Sozialexperiment namens "Needle Park" und anschliessend den Letten studieren können. Oder das besetzte Wohlgrothareal. Oder die Eskalation der "1.Mai Feier" über die Jahre. Immer das gleiche unselige Prinzip des zu lange Gewährenlassens, bis die Illegalität sich selbst zum Prinzip erklärt.

Sowohl die offene Drogenszene mit der katastrophalen Verwahrlosung und schliesslich sich häufenden Schiessereien mit Todesfolge wie auch die sich immer autonomer gebärdenden Hausbesetzer mit ihrem Staat im Staat, wo Kriminelle sich dem Zugriff der Polizei entziehen konnten, als auch die inzwischen europaweit Krawalltouristen anziehende 1. Mai-Prügelparty, haben uns doch, so meinte man, ein für alle Male gelehrt, dass gesellschaftliche Fehlentwicklungen dieser Art sich verhalten wie Krebs: wenn man einfach nur zuschaut, dann wachsen einem die Probleme schliesslich über den Kopf, und können nur noch mit einem überproportionalen Aufwand, sprich: einer Radikaloperation, in den Griff bekommen werden.

Die Antwort auf Verwahrlosung der öffentlichen Sitten hat der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani in den 90ern gegeben und damit seine Stadt saniert: Zero Tolerance.

Wir verstehen nicht, wie die linke Stadtzürcher Regierung zulassen kann, dass sich ein Normalbürger bereits jetzt nach Einbruch der Dunkelheit nur noch mit grossem Unbehagen ans Zürihorn wagt. Das ist skandalös! Und wir haben kein Interesse daran, in 2 oder 3 Jahren hören zu müssen, man hätte die Entwicklung unterschätzt, es sei nicht absehbar gewesen, wie schlimm es kommen würde.

Doch, es ist absehbar. Die zu treffenden Massnahmen sind sonnenklar. Der Staat hat die Sicherheit auch an der Seepromenade zu garantieren.

Cc. so seltsam es klingen mag, dazu gehört auch, dass z.B. Velofahrer und Fussgänger sich in Zürich nicht weiter benehmen dürfen, als gäbe es keine Strassenverkehrsgesetze. Da besteht eben ein Zusammenhang. Das ist eine Logik, die die Stadtzürcher Regierung sehr wohl versteht, wie die überall aus dem Boden spriessenden Geschwindigkeitsautomaten zeigen, oder nicht?!

Samstag, September 08, 2007

Bericht der GPK-N 5.9.07

Wo steht in diesem Bericht (pdf) zur Überprüfung der Funktion der Strafverfolgungsbehörden des Bundes eigentlich, wer Mitglied der nationalrätlichen Geschäftsprüfungskommission bzw. deren Subkommission war? Wir lesen auf Seite 96 blosse vier Namen. Ist es üblich, die Mitglieder nicht zu nennen?

Relevantes Update: siehe Kommentar 3

Madeleine McCann - remember Lindy Chamberlain

Wer die Entwicklungen im Fall der in Portugal vermissten Madeleine Chamberlain verfolgt, ist nicht erstaunt, dass sich nun der Verdacht der Behörden auf einmal gegen die Eltern richtet.

Die Strafverfolgungsbehörden sind in solchen Fällen grossem medialen Interesse und damit einem starken Erfolgsdruck ausgesetzt. Bei Ausbleiben konkreter Ergebnisse wuchern die Spekulationen und es ist schon in anderen Fällen zur plötzlichen Verdachtsumkehr mit einem 'Medienurteil' gekommen.

In den 80er Jahren kam es so in Australien zu einem grotesken Justizirrtum. Die Mutter Lindy Chamberlain der auf einem Campingplatz am Ayers Rock spurlos aus einem Zelt verschwundenen Azaria wurde wegen Mordes verurteilt, obwohl sie ihre Unschuld immer beteuerte, und erst aufgrund des zufälligen Fundes der vermissten Babykleidung mit Spuren eines Dingos, einem australischen Wildhund, Jahre später frei gesprochen.

Die bewegende Geschichte wurde von Hollywood 1988 verfilmt, der Film "Cry in the Dark" mit der Schauspielerin Meryl Streep war auch bei uns in den Kinos zu sehen.

Bundesrat bei Wahl von Bischof Vitus Huonder

Die Tagesschau von SF1 vom 8.9.07 um 19.30 Uhr zeigt die CVP-Bundesrätin Doris Leuthard als Rednerin anlässlich der Wahl des neuen Bischofs Vitus Huonder.

Wir wundern uns. Wie sieht das nun aus mit der Trennung von Religion und Staat?

CVP = doch nicht nur "Familienpartei", sondern eben auch nach wie vor katholische Partei?

Die gleiche Tagesschau zeigt dann zudem noch einen längeren Beitrag über den Papst Benedikt XVI.

Donnerstag, September 06, 2007

Fehr in Tele Züri: "Dreck am Stecken"

Nationalrat Mario Fehr wiederholt im Talk Täglich von Tele Züri zehnmal, dass er nicht sage, dass Nationalrat Christoph Moergeli "Dreck am Stecken" habe.

Das ist Demagogie.

Sie können es selbst versuchen. Sagen sie mal einer anderen Person mehrere Male hintereinander, "ich sage nicht, dass du ein A..." bist. Jeder weiss, dass man es dann eben doch gesagt hat.

Verschwörung "Roschacher"

Ha ha ha, schauen Sie sich bei der Weltwoche einmal die bei dem Ex-Bankier Holenweger "gefundenen" Dokumente an, die gemäss der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates eine Verschwörung gegen Ex-Bundesstaatsanwalt Roschacher belegen sollen. In grossen, nicht zu übersehenden Worten steht da "Verschwörung" und "VR eingekreist". Da lachen ja die Hühner.

Der Zürcher Tagesanzeiger widmet der ganzen Sache in seiner heutigen Print-Ausgabe 6.9.07 eine Doppelseite - sehr erstaunlich! - und benützt die Angelegenheit krampfhaft, um Stimmung gegen Bundesrat Christoph Blocher zu machen. Der Tagi online am 6.9.07 mittags:

Das Parlament muss am 12. Dezember Bundesrat Christoph Blocher in Unkenntnis darüber wählen, ob er in ein Komplott um Alt-Bundesanwalt Roschacher verstrickt ist.
Wir prophezeien dem Tagi ein Ende mit Schrecken in dieser Sache, denn:

1. Wenn man einem Politiker wie Christoph Blocher wirklich schaden, will, muss man ihn loben oder ignorieren. Das begreifen die emotionalisierten Linkgläubigen (sic) schon seit Jahren nicht.

2. Diese bei Holenweger gefundenen Dokumente einer "Verschwörung" sind einer der grösseren medialen Rohrkrepierer der letzten Jahre. Schauen Sie sich doch die Papiere einmal an. Ha, so stellen sich Pfadfinder einen Komplott vor.

Zahlreiche Indizien weisen auf einen getürkten Fall hin, bzw. darauf, dass diese Papiere persönliche Gedankenskizzen sind, z.B. die Frage, wieso ein an einer Verschwörung Beteiligter sich ausgerechnet mit brisanten Papieren in der Tasche stundenlang vor einer Deutschen Behörde verdächtig zu machen versucht. Das wäre ja ärgster Dilettantismus. So verhält man sich nur, wenn man gefunden werden will. Wie im Himmel kann die GPK solche Papiere als wichtig einstufen? Und wie kommt es, dass der kalte Kaffee "Röstung Roschacher" nun wenige Wochen vor den Wahlen auf einmal als heisser Espresso verkauft wird?

Es ist erstaunlich, wie dem Tagi bei gewissen Fragen das richtige Mass abhanden zu kommen scheint. Da ist ganz offensichtlich Wunschdenken mit der Redaktion durchgebrannt.

Nachtrag: Zitat aus der NZZ online vom 6.9.07 abends, das die Sachlage auf den Punkt bringt:
Falls die am Donnerstag präsentierten Dokumente tatsächlich die einzigen Anhaltspunkte für das angebliche Komplott gegen Roschacher darstellen, befindet sich die nationalrätliche GPK auf dünnem Eis. Die eher wirren Notizen Holenwegers sind wohl kaum ein Verschwörungskonzept, sondern vielmehr «grafische Lageanalysen eines verbitterten Generalstabsobersten, dessen Ehre und Bank von der Bundesanwaltschaft zerstört wurden», wie sich Mörgeli ausdrückte. Auch die Adressliste mit den Personen, die bestimmte Aufgaben beim «Komplott» gegen Roschacher übernehmen sollten («H-Plan»), lässt einen eher schmunzeln als zittern, finden sich darauf doch so unbescholtene beziehungsweise harmlose Bürger wie die Bundesräte Merz und Schmid, der Glarner FDP-Ständerat Fritz Schiesser oder der frühere Informationschef von alt Bundesrat Deiss, Ruedi Christen. Laut Mörgeli bedauert Holenweger, dass diese und weitere ahnungslose Personen nun als angebliche Drahtzieher eines Komplotts dastehen.

(Bild von der Weltwoche online)

Mittwoch, September 05, 2007

Skyguide Urteil: politische Dimension

Nachdem nun aktenkundig ist, dass in der Firma Skyguide im Jahr 2004 eine ungenügende Sicherheitskultur geherrscht hat, wüssten wir gerne, wie es denn um die Sicherheitskultur in Schweizer Atomkraftwerken bestellt ist.

Wieso?

Antwort: Es gibt da nämlich Parallelen!

Bezüglich Sicherheitsaspekt sind sowohl Flugsicherung wie auch Atomkraft hochsensibel. Private Unternehmen sind, trotz Bundesbeteiligung, dem ubiquitären Spardruck der letzten Jahre ausgesetzt. In beiden Bereichen sind private Firmen als de-facto Monopolisten tätig; das Mono- oder Oligopol verhindert jedoch eine wirksame Kontrolle durch Konkurrenz. Dies erhöht die Anforderungen an die staatliche Kontrolle. Und diese obliegt letztlich in beiden Fällen dem gleichen Departement, bzw. dem gleichen Bundesrat, Moritz Leuenberger.

War ein Versagen der Firma Skyguide eine Katastrophe für 71 Menschen, so wäre ein vergleichbares Versagen im Bereich der Atomkraft ein Desaster für whs. Hunderttausende. Nach Ueberlingen kann niemand mehr leichtfertig grundsätzliche Fragen dieser Art vom Tisch wischen, sondern die Sicherheitskultur der Schweizer Atomkraftwerkbetreiber interessiert uns mehr als auch schon.

(Siehe auch Skyguide - Ueberlingen: Schuldsprüche)

Dienstag, September 04, 2007

Skyguide - Ueberlingen: Schuldsprüche

Vier Kadermitglieder der Skyguide sind heute 4.9.07 vom Bezirksgericht Bülach im Fall der Flugzeugkatastrophe von Ueberlingen verurteilt worden, Bericht im Tagesanzeiger.

Wir fragen uns, bis auf welche Kaderstufe hoch hier die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen wurden, und wieso die höchsten Vorgesetzten scheinbar straffrei ausgehen? (Graphik: Swissinfo, 14.5.07)

Leider ist auch die folgende Erklärung, Zitat aus einem Beitrag von Swissinfo vom 14.5.07, also schon vor Prozess und Urteilsverkündung, unbefriedigend:

Gegen Skyguide-Chef Alain Rossier, der im Dezember 2006 mit sofortiger Wirkung zurückgetreten war, wurde keine Anklage erhoben.

Der Grund dafür ist für Staatsanwalt Bernhard Hecht relativ klar, wie er gegenüber swissinfo erläuterte. Bei einem Fahrlässigkeitsdelikt müsse eine adäquate Kausalität zwischen den Handlungen oder Unterlassungen, die jemand begangen hat, und den Folgen bestehen, also dem Zusammenstoss der Flugzeuge. "Und dieser Zusammenhang kann Herrn Rossier nicht nachgewiesen werden."
Der CEO einer Firma, insbesondere wenn sie per definitionem Sicherheit und Führung garantieren soll ("Skyguide"), ist doch dafür verantwortlich, ein Betriebsklima und organisatorische Strukturen sicherzustellen, die fahrlässiges Arbeiten nicht ausschliessen, aber doch äusserst unwahrscheinlich machen. Wenn nun nicht bloss einer, sondern gleich vier (!) Kaderleute wegen Fahrlässigkeit verurteilt werden, dann hat die Führung der Firma ganz offensichtlich in ihrer Kernkompetenz versagt.

Es ist stossend, dass in einem solchen Fall die obersten Verantwortlichen nicht belangt werden können, zumal der CEO ja sowohl intern als auch von den zuständigen staatlichen Kontrollinstanzen (BAZL) auf das unbefriedigende Sicherheitsmanagement hingewiesen worden war. Liegt hier eine systematische Gesetzeslücke vor? Oder hätte ein findiger Staatsanwalt mehr machen können?

Oder zeigt diese ganze Angelegenheit, dass sicherheitsrelevante Tätigkeiten durch einen de-facto Monopolisten letztlich zu den klassischen Staatsaufgaben gehören?

Wir fragen uns auch: Wie sieht denn das mit dem Risikomanagement bei anderen sensiblen de-facto Monopolisten aus, wie z.B. den Betreibern von Atomkraftwerken? Gibt es da auch so lausige Sicherheitskulturen...?

Montag, September 03, 2007

CO2 - schweres Gas im Eiskern...?

Aus den im Projekt EPICA in der Antarktis gewonnenen Eisbohrkernen (unter Beteiligung des Physikalischen Instituts der Uni Bern) wird unter anderem die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) über Hunderttausende von Jahren zurückverfolgt. Die rohen Daten sind übrigens öffentlich.

Dem Gas wird auch eine wichtige Rolle als sogenanntes Treibhausgas zugesprochen, d.h. in hoher Konzentration in der Atmosphäre soll es wesentlich zu einer Temperaturerhöhung führen.

Interessant ist, dass CO2 schwerer ist als Luft. Der Laie fragt sich nun, ob bei dem Schluss von Eisbohrkerndaten auf das Klima berücksichtigt wurde, dass CO2 whs. in Bodennähe in höherer Konzentration vorhanden war als nur schon wenige Meter über dem Grund, und dass es z.B. eine wesentliche Rolle spielen würde, wenn der Einschluss ins gefrierende Wasser in einer Senke anstatt auf einer Anhöhe geschähe - was durchaus plausibel ist, da Wasser doch eigentlich immer nach unten fliesst, also sich in Senken ansammelt, da, wo es auch eher schattig ist und gefriert, da, wo auch ein schweres Gas wie Kohlendioxid eher hinfliesst.

Das hiesse, dass die absolute Konzentration von CO2 im Eis unter Umständen gar nicht repräsentativ ist für die generelle atmosphärische Konzentration zu einem bestimmten Zeitpunkt und insbesondere nicht mit den heutigen Werten verglichen werden könnte. Einzig die Schwankungen dürften dann noch Aussagen ermöglichen.

Ja ganz grundsätzlich kann man sich fragen, wie denn ein Gas, das schwerer ist als Luft, in der Atmosphäre überhaupt eine so wichtige Rolle spielen kann, wie ihm zugeschrieben wird. Gibt es Messungen in grosser Höhe, und über welchen Zeitraum reichen sie?

CO2 und Klimawandel: Mensch unschuldig!


Wer die Daten zum Klima während der letzten 4 Eiszeiten, also über einen Zeitraum von 430'000 Jahren anschaut, bemerkt, dass es bei jeder Zwischeneiszeit nicht nur zu einem sehr abrupten Anstieg der Temperaturen gekommen ist, sondern dass gleichzeitig jeweils auch die Konzentrationen der Gase Kohlendioxid (CO2) respektive Methan (CH4) in der Atmosphäre stark anstiegen.

Diese erstaunlichen Daten (NZZ vom 11. Juli 2007, Graphik plus ausführlicher Artikel) machen zwei Dinge deutlich:

1. Es ist wissenschaftlich gesehen völlig unklar, was Ursache der Klimaerwärmung und was Folge ist, oder ob beide Parameter, Welttemperatur und Gaskonzentration in der Atmosphäre, nur Konsequenzen anderer Phänomene sind und deshalb synchron zueinander auftreten.

2. Der Mensch hatte weder vor 430- noch vor 340- noch vor 240- noch vor 130-Tausend Jahren irgend etwas mit diesen 'plötzlichen' Veränderungen zu tun und der Schluss liegt nahe, dass er grundsätzlich auch heute nichts damit zu tun hat.

Wenn Sie's nicht fassen können, schauen Sie sich die Graphik nochmals gut an. Und lesen Sie den NZZ-Artikel (pdf). Und lesen Sie vielleicht sogar die Quellen im Science-Express vom 5. Juli 2007 und 14. Juni 2007.

Es ist leider grotesk, wie solche Fakten in der aktuellen Klimadiskussion ignoriert werden, die momentanen medialen und politischen Vorgänge kann man guten Gewissens als Hysterie bezeichnen. Vergessen Sie diesen ganzen CO2-Reduktions-Hype, das ist unseriöse Angstmache!

(siehe auch stabiler Golfstrom)

Trauerspiel Flugticket Buchung

Es ist ein Desaster, wie man im Jahre 2007 online nach wie vor keine vernünftige Seite findet, auf der sich übersichtlich Flüge buchen lassen.

Wir sprechen nicht von einzelnen Fluggesellschaften wie z.B. Easy Jet oder Air Berlin, die das für ihre eigenen Angebote hervorragend gelöst haben.

Sondern es geht darum, dass das breite Publikum gerne den gleichen Zugriff auf Flugdaten hätte, den jedes Reisebüro hat, also z.B. auf das System von SABRE oder Galileo Air. Nicht aktiv, aber wenigstens passiv!

Man will doch einfach von zuhause oder dem Arbeitsplatz aus kurz nachschauen können, wann es welche Flüge an eine x-beliebige Destination gibt, ob noch Plätze frei sind und insbesondere, wieviel sie kosten. Die Buchung darf dann von uns aus immer noch das Reisebüro vornehmen. So kommen die Kunden informiert zum Verkäufer, beide sparen Zeit und Geld.

Die heute verfügbaren Buchungsmaschinen sind jedoch ein Witz, sie zeigen zahlreiche freie Flüge nicht an und die Preise sind unbrauchbar. Oft lassen sich die Daten für die nächsten Tage auch gar nicht mehr einsehen, vom gleichen Tag wollen wir ja schon gar nicht träumen. Kurzfristig buchen ist so ein Ding der Unmöglichkeit.

Erstaunlicherweise wird z.B. das System X von fast jedem Schweizer Reisebüro auf seiner Website angeboten (z.B. Condor-Reisen oder Den's Travelshop), obwohl die gelieferten Daten regelmässig nichts zu tun haben mit den Angaben, die man dann in einem Reisebüro erhält.

Die Seite www.SabreAir.com hingegen ist, man staunt Bauklötze, zum Verkauf ausgeschrieben - obwohl SabreAir eines der innovativen Produkte ist, die SABRE den Reiseveranstaltern verkauft, damit diese eben genau an die von uns auch gewünschten Informationen herankommen. Das ist lächerlich!

Wir behaupten: aufgrund der fehlenden Transparenz in diesem Markt machen alle Teilnehmer Verluste: die Käufer bezahlen zu viel, die Verkäufer machen dafür zu tiefe Umsätze - den Fluggesellschaften entgehen so jedes Jahr Millionen von Euros und Dollars.

Was ja nicht weiter schlimm ist, denn vor dem Bankrott wirft ihnen der Staat garantiert wieder Geld hin.

Freitag, August 31, 2007

NZZ online - Tagesanzeiger online: wer schreibt ab?

Die online Artikel der Seiten von NZZ online und Tagesanzeiger weisen im Bereich der Sportberichterstattung leider immer wieder praktisch identische Texte auf. Ganz offensichtlich werden Agenturmeldungen kaum verändert übernommen.

Ein Beispiel: die Ergebnisse der Auslosung der nächsten UEFA-Cup Runde vom 31.8.07 in der NZZ und im Tagi.

Schade, das nimmt den beiden Diensten ein wenig ihre Exklusivität und damit auch Attraktivität.

Der Tagi ist dabei mit seiner Publikation um 13.51 schneller als die Alte Dame, Publikationstermin 14.25 Uhr. Dafür 'druckt' diese auch sämtliche ausgelosten Begegnungen 'ab'.

Donnerstag, August 30, 2007

Rafael Nadal: Tennis, Muskeln - und Verletzungen

Es fällt auf, wie die aktuelle Nummer 2 des Welttennis, Rafael Nadal, nicht nur mit eindrücklichen Muskelpaketen versehen, sondern auch häufig verletzt ist.

Und man fragt sich bei beiden Dingen: woher kommt das?

Marco Meier - Frank A. Meyer ?

Marco Meier, bisheriger Leiter der Redaktion "Sternstunden" von SF DRS, wird neuer Chef von DRS 2, dem staatlichen Kulturkanal des Schweizer Radios. Das Budget dieses Senders betrage 28 Millionen sFr, wobei es sich weitgehend um Gebührengelder handelt.

Frage: Ist Marco Meier eigentlich verwandt mit Frank A. Meyer, dem "Chefpublizisten" des Ringier Verlages? Ihre Stimme und Gestik jedenfalls weisen deutliche Gemeinsamkeiten auf ;)

Mittwoch, August 29, 2007

Kirchenstreit Röschenz - Katholische Kirche

Die Stimme einer Röschenzerin in der Sendung Rendez-vous am Mittag von Radio DRS, heute 29.8.07: "Wir (Katholiken in Röschenz) wollen ja in der katholischen Kirche bleiben. Aber die in Solothurn sollen einmal merken, dass wir nicht in einer Monarchie sondern in einer Demokratie leben."

Da irrt sich die Dame leider. Ihre Kirchgemeinde ist zwar ein staatskirchenrechtliches und damit politisches Konstrukt, dieses hat aber auch eine kanonische Funktion, ist also über die Kette Pfarrei-Bistum-Weltkirche Teil der katholischen Kirche und diese ist keine demokratische Institution, sondern streng hierarchisch organisiert mit einer Person an der Spitze, die, obwohl sie aus protestantischer Sicht ein Sünder ist wie alle Menschen, für gewisse Angelegenheiten Unfehlbarkeit in Anspruch nimmt.
(Informationen zur Schweizer Staatskirchenlösung)

Diese Haltung färbt auch ab auf die unteren Chargen, die beispielsweise in Personalfragen einmal definitiv bezogene Positionen nicht mehr so einfach in Frage stellen werden, ja, das gar nicht können. Schon in einer säkularen Institution müsste ja ein Chef, der einen Angestellten wiederholt als untragbar bezeichnet und ihn entlassen hat (!), das aber nicht durchsetzen kann, seinen Rücktritt einreichen. Auf die Kirche übertragen müsste daher Diözesanbischof Kurt Koch, Bistum Basel, zurücktreten, falls Pfarrer Franz Sabo im Amt bliebe.

Da der strenggläubige Bischof aber letztlich aus kirchlicher Sicht von Gott eingesetzt wurde, ein Rücktritt also Widerstand gegen Gottes Wille wäre, und gleichzeitig eine Einschränkung seines kanonischen Rechts (wie das in der Schweizer Staatskirche der Fall ist) eigentlich ebenfalls gegen einen Glauben verstösst, der sich allein Gott gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet weiss, vermuten wir, dass Bischof Koch weder aufgrund politischen Drucks von dieser Entlassung zurücktreten noch einfach so seine Stelle wechseln kann. Das bedeutet, Pfarrer Sabo kann unmöglich im Amt bleiben. Vergessen Sie's!

Mögliche Lösungen: exemplarischer staatlicher Zwang - bezeichnenderweise kommt die Sache nun ja auch vor Gericht. Oder..., und das wird geschehen, sollte die Kirche nun den ersten Prozess verlieren und sich eine Niederlage auch vor Bundesgericht abzeichnen, was mit einem schmerzlichen Prestige- und Machtverlust verbunden wäre und sie sicher zu vermeiden suchen wird, ... oder Bischof Koch wird abberufen.

Allerdings gibt möglicherweise das staatliche Gericht schon in erster Instanz der Kirche Recht. Sie darf nämlich Pfarrer Sabo entlassen, sofern sie das arbeitsrechtlich korrekt tut. Jeder Arbeitgeber kann einen in wesentlichen Fragen illoyalen Angestellten 'in die Wüste schicken'. Die Röschenzer können sich zwar weigern, einen neuen Pfarrer zu akzeptieren, aber auch die Kirche darf einen (bisherigen) Pfarrer ablehnen, beide Seiten haben so etwas wie ein Vetorecht. Gegen das Veto der Kirche kann die katholische Kirchgemeinde Röschenz eigentlich ausser laut zu schreien nicht allzuviel unternehmen, es sei denn, die Entlassung erfolgte in profan weltlichem Sinne unrechtmässsig.

Delikat wäre in diesem Fall, wenn Pfarrer Sabo in gewissen religiösen Fragen andere Ansichten als seine Kirche vertritt und damit unklar ist, ob er, weil es um Wesentliches geht, wegen Illoyalität zu entlassen ist oder wegen des Rechtes auf Glaubensfreiheit gerade nicht entlassen werden darf. Aufgrund seines Glaubens darf ja niemand diskriminiert, also z.B. entlassen werden; anderseits leuchtet es ein, dass z.B. ein Priester, der, hypothetisch angenommen, auf einmal zum Islam konvertiert, nicht mehr als Priester tragbar ist.

Hier zeigt sich wieder einmal exemplarisch die Unvereinbarkeit von kirchlichen und politischen Anliegen, weshalb diese voneinander getrennt werden sollen. Die Schweiz hat diese Trennung nie ganz konsequent vollzogen, was von Zeit zu Zeit dann eben zu solchen Konflikten führt.

Dienstag, August 28, 2007

Tod eines jungen Fussballers

Ein 22-jähriger Fussballer, António Puerta, Spieler des FC Sevilla, ist in Spanien an den Folgen eines mehrmaligen Herzversagens gestorben, die NZZ Online vom 28.8.07 berichtet.

Vor kurzem starb ein 28-jähriger Schwinger in der Schweiz, siehe unser Kommentar vom 25.8.07. Die beiden Fälle scheinen sich zu gleichen. Beide Sportler betrieben Spitzensport. Und beide hatten zuvor schon Beschwerden gehabt, und bei rechtzeitiger Abklärung hätte man vielleicht ihren Tod verhindern können.

Haben nun beide an einer unerkannten Herzerkrankung gelitten (z.B. am Brugada Syndrom), oder gibt es im modernen Spitzensport Substanzen, die die beiden eingesetzt haben könnten, die als Nebenwirkung möglicherweise frühzeitig zu einem Herzinfarkt führen?

Wir erinnern uns, da wurde doch kürzlich einmal (Herbst 2004) das Schmerzmittel Vioxx über Nacht vom Markt zurückgezogen, weil sich gezeigt hatte, dass es nach dessen Einnahme statistisch signifikant häufiger zu Herzinfarkten gekommen war. Andere Medikamente der gleichen Familie (COX-2-Hemmer) sind jedoch noch auf dem Markt.

Es wäre interessant, zu erfahren, wie oft im Spitzensport momentan solche Mittel von Sportlern und Spielern eingesetzt werden. Haben unter Umständen die nun Verstorbenen zu solchen Hilfsmitteln gegriffen? Ist ihr Tod eine Nebenwirkung von unerlaubten oder vielleicht sogar erlaubten Substanzen, zum Beispiel von Schmerzmitteln anschliessend an ein Spiel, wenn es gilt, die Blessuren zu kurieren?

Es gilt die Unschuldsvermutung - aber es gilt auch, die Fälle zu untersuchen und die entsprechenden Kontrollen auch im Fussball rigoros durchzusetzen.

Montag, August 27, 2007

Rauchen verboten!

Wieso das Rauchen in Restaurants und öffentlichen Gebäuden untersagt werden muss? Was spricht denn gegen Raucherecken?

Das Verhältnis von Raucher zu Nichtraucher ist asymmetrisch, das liegt in der Natur der Sache. Rauch breitet sich aus und stört den Nichtraucher; das Nichtrauchen desselben hingegen breitet sich weder aus noch stört es den Raucher - und es macht ihn auch nicht krank.

Deswegen geht es leider nicht ohne Verbote. Man richtet in einem öffentlichen Schwimmbassin ja auch keine Pinkelecke ein...

Samstag, August 25, 2007

Tod eines jungen Schwingers

Ein 28-jähriger Schwinger ist heute am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Aarau an einem Herzversagen gestorben, Tagesanzeiger vom Samstag, 25.8.07. Ob eine Autopsie durchgeführt wird, ist nicht bekannt, sie wäre aber wohl angebracht, handelt es sich doch hier unter Umständen um einen aussergewöhnlichen Todesfall, der von Amtes wegen abgeklärt werden müsste.

Ohne den trauernden Angehörigen nahe treten zu wollen, denen unser aufrichtiges Beileid gilt, und ausdrücklich ohne den Verstorbenen auch im Geringsten mit dem Gebrauch von unlauteren Methoden in Verbindung bringen zu wollen, sei anlässlich eines solchen Vorfalls doch die grundsätzliche Frage erlaubt: Gibt es an diesen Schwingerwettbewerben genügend Dopingkontrollen? Auch während des Trainings? Werden die jungen und ehrgeizigen Sportler ausreichend geschützt vor den Angeboten der modernen Sportmedizin?

Die hartnäckigen Bemühungen, Doping im Radsport aber auch in sämtlichen anderen Sportarten zu ächten, entspringen ja nicht einer akademischen oder gar moralinsauren Motivation, sondern es geht darum, Invalidität und Todesfälle von jungen, gesunden Menschen zu verhindern.

Siehe auch Rundschau vom 22.8.01 und Umfrage auf der Seite des CH Schwingerverbandes.

Zitat aus dem Technischen Regulativ des CH Schwingerverbandes (pdf):

Art. 2d
"Verbot des Dopings
Die Verwendung unerlaubter Substanzen und die Anwendung verbotener Methoden gemäss den Dopinglisten des IOC ist allen Schwingern des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) untersagt. Der ZV kann Ausführungsbestimmungen in einem Dopingreglement erlassen oder das Doping-Statut des SLS und dessen Ausführungsbestimmungen als anwendbar erklären."

Freitag, August 24, 2007

Ylenia - Hans Von Aesch - Mittäter?

Der Fall des 5 1/2-jährigen Mädchens Ylenia, das am 31. Juli 07 vor dem Hallenbad Appenzell verschleppt wurde, wirft Fragen auf. In hohem Masse als Täter verdächtigt wird Hans Von Aesch, ein in Spanien lebender Schweizer, der sich kurz nach dem Verschwinden des Mädchens in einem Wald bei Oberbüren, SG, mit einer Schusswaffe das Leben genommen hat. Zuvor hat vermutlich er einen 46-jährigen Mann ganz in der Nähe im Wald angeschossen, die Vermutung zirkuliert, er könne diesen als potentiellen Zeugen aus dem Weg haben räumen wollen.

Wieso hört man in den Medien eigentlich so wenig über diesen angeschossenen "Zeugen"? Was hat der im Wald denn getan zu diesem Zeitpunkt? Hiess es da nicht irgendwo anfänglich, er sei im Wald am Schlafen gewesen und dann dort angeschossen worden? Wer legt sich denn einfach so zum Schlafen in den Wald? Das ist mysteriös.

Man erhält den Eindruck, nicht die ganze Geschichte zu kennen und wünschte sich mehr Informationen über diesen angeschossenen Mann. Was für eine Verletzung erhielt er, wie schwer war sie?

Hans Von Aesch könnte ja nicht nur als Täter, sondern auch als Opfer in Frage kommen. Hat er das Kind entführt? Hat er das alleine getan? Gibt es Mitwisser, wer sind diese? Wollten diese Mitwisser Von Aesch loswerden? Gibt es einen organisierten Kinderhandel? Hat Von Aesch wirklich Suizid begangen oder war er selbst Opfer eines Verbrechens?

CH Soldaten: Ausrüstung noch zeitgemäss?

Heute 24.8.07 zeigt die NZZ auf ihrer Frontseite US-amerikanische Soldaten vor der Durchsuchung eines Hauses.

Dabei fällt, wie bei all diesen Bildern, auf, dass die Ausrüstung eines Schweizer Soldaten im Vergleich mit diesen Kämpfern wie aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Die aufgenommenen Soldaten tragen Knieschoner - gibt es das bei uns? - Der Helm wird mit einem Band auch um den Hinterkopf befestigt; auf dem Helm ist eine Schutzbrille zum Einsatz bereit; das Maschinengewehr besitzt eine elektronische Zielvorrichtung, ist whs. auch mit einem Nachtsichtgerät versehen; die Kämpfer haben ein Mikrophon vor dem Mund, und so weiter. Man stellt eine Tendenz in Richtung zunehmende Panzerung bzw. zunehmende Elektronisierung der Hilfsmittel fest.

Wir fragen uns: wenn es, wohl der Kosten wegen, schon nicht möglich ist, die sich seit mehr als 150 Jahren eines ununterbrochenen Friedens erfreuenden Schweizer Soldaten zeitgemäss auszurüsten, gibt es dann wenigstens Konzepte oder Studien, wie eine solche Schweizer Ausrüstung auf modernstem Stand gestaltet sein müsste, damit sich diese bei Bedarf in Kürze nachrüsten liesse?

Als Schweizer Soldat möchte man auf jeden Fall nicht gegen solchermassen ausgerüstete Gegner kämpfen müssen.

Mittwoch, August 22, 2007

Klimawandel: Golfstrom stabiler als gedacht

Experten haben im Dezember 2005 verkündet, Messungen zeigten, dass die nordatlantische Zirkulation sich zwischen 1957 und 2004 um etwa 30 Prozet verlangsamt haben müsse . Die Ergebnisse (pdf) erschienen in der renommierten Zeitschrift Nature und stützten die Bedrohungsszenarien in Sachen Klimawandel. (Siehe auch NZZ vom 4.1.06)

Nun haben z.T. die gleichen Forscher festgestellt, dass sie sich geirrt haben, die NZZ berichtet darüber am 22.8.07. So wurden die entscheidenden Messungen 2004 offensichtlich in den Monaten März bis Mai vorgenommen. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass der Golfstrom im Jahresverlauf starken Schwankungen unterworfen ist und dass die Werte im Frühling typischerweise auf einem Tief sind.

Die beobachteten Schwankungen seien mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht über Jahrzehnte aufgetreten, sondern sie seien ein jahreszeitliches Phänomen. Also nichts da mit Abbrechen des Golfstromes und neuer Eiszeit als Folge des Klimawandels.

Frage: Wenn renommierte Wissenschaftler Aussagen zum Weltklima gemacht haben, die kurz darauf durch so Lappalien in Frage gestellt werden wie, dass man nicht überprüft hat, ob die Daten vom Frühling auch im Herbst noch stimmen, müsste man dann nicht so ziemlich alle Klimaprognosen grundsätzlich skeptisch behandeln? Da fehlt ja offensichtlich ganz grundlegend eine gewisse Sorgfalt bei den banalsten Fragen.

Prognose: wir werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch oft solche Berichtigungen vernehmen müssen. Und wir werden uns ärgern über politische Schüsse aus der Hüfte – mehr Besonnenheit ist hier angesagt.

Dienstag, August 21, 2007

Weihnachtsbeleuchtung Zürcher Bahnhofstrasse


Das Problem sind doch gar nicht diese Leuchtstäbe.

Aber das Licht! Das Licht ist einfach zu kalt, zu wenig warm, zu neon-weiss für die Weihnachtszeit. Jeder sieht das nach 1 Sekunde.

Liesse sich die Farbe wechseln, könnte man die Beleuchtung vielleicht retten...

Roadpricing: nicht für Carpools

Roadpricing, vor wenigen Tagen wurde hier schon kommentiert.

Sollte uns Roadpricing eines Tages leider doch auch in Zürich ereilen, so müsste wenigstens die Beladung der Fahrzeuge berücksichtigt werden. Autos mit mehr als einem Passagier (also z.B. Mütter mit Kindern) sollten kostenlos in die Innenstadt gelassen werden. So würden Vermögende zur Kasse gebeten, wer sich die Steuer hingegen nicht leisten kann, nimmt dafür einen Passagier mit.

Man kennt dieses Prinzip schon erfolgreich an anderen Orten, in den USA beipsielsweise stehen Carpools (Fahrzeuge mit mindestens 2 Insassen) auf vielbefahrenen Autobahnen eigene Fahrspuren zur Verfügung, auf denen sie deutlich schneller vorwärtskommen.

Kontrolle? - Ein System, das die Fahrzeuge identifiziert, kann auch die Insassen zählen, das ist sicher lösbar.

Das wäre ein soziales Element für den ansonsten durchwegs asozialen Strassenzoll.

Montag, August 20, 2007

Kostenbeteiligung jugendlicher Rauschtrinker - Unmöglich

Verena Diener, ehemalige Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich, fordert von jugendlichen Rauschtrinkern eine Kostenbeteiligung bei notfallmässigen Behandlungen (NZZ am Sonntag, 19.8.2007).

Es wäre wünschenswert, dass die Kosten, die durch eine fahrlässige oder sogar mutwillige Schädigung der eigenen Gesundheit dem Gesundheitssystem und letztlich den Prämienzahlern entstehen, durch die Verursacher bezahlt werden müssen.

Allerdings funktioniert unser System der sozialen Krankenversicherung nicht auf diese Art und Weise, und es ist erstaunlich, dass eine Ständeratskanditatin hier nicht mehr Durchblick beweist. Niemand muss in der Schweiz für sein Fehlverhalten selbst bezahlen. Das ist im gleichen Moment der grosse Vorteil aber auch Nachteil unseres Systems. (Fast) Alle Patienten werden gleich behandelt.

Wer eine Kostenbeteiligung propagiert, sollte sich gescheiter einmal informieren, wie viele Diagnosen - von Erwachsenen! - auf Notfallstationen auf übermässigen Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Oder auf übermässige Kalorienaufnahme und Bewegungsmangel mit all ihren kurz- und langfristigen Komplikationen (Uebergewicht, Diabetes, Arteriosklerose, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Bypassoperation, etc.). Oder zuviel Sonne. Oder zuwenig Schlaf. Oder riskantes Verhalten beim Grümpelturnier, ja überhaupt die Teilnahme daran. Die Liste liesse sich beliebig verlängern.

Eine mögliche Massnahme wäre: die Krankenkassenprämien mit Verhaltensauflagen verknüpfen. Wer sich erwiesernermassen selbstzerstörerisch verhält, bezahlt einen Prämienaufschlag. Wer nicht raucht z.B., erhält einen Rabatt.

Die Krux liegt beim Wörtchen "erwiesenermassen". Der Nachweis ist schwierig zu führen. Schon die Frage, ob Alkoholabstinenz einen Rabatt nach sich ziehen sollte, wird kaum lösbar sein. Eine geringe Menge Alkohol soll die Lebensdauer verlängern. Müssten Abstinente sogar mehr Prämien bezahlen?

Die Konsequenz des Prinzips wäre: Wer mindestens dreimal eine halbe Stunde pro Woche Sport betreibt, erhält einen Rabatt. Uebergewichtige bezahlen einen Aufpreis. Workaholics bezahlen einen Aufpreis. Singles bezahlen einen Aufpreis (dauerhafte Partnerschaften senken erwiesenermassen verschiedenste Gesundheitsrisiken). Und so weiter, Sie verstehen, die Forderungen der Versicherer werden in diese Richtung gehen.

Prämien würden dann aufgrund eines individuellen Risikoprofils erstellt, wie dies die Lebensversicherer bereits heute tun. Dabei könnte man durchaus unterscheiden zwischen fix gegebenen Risiken (z.B. Gentyp) und beinflussbaren Risiken (Nikotin). Aber wieviel an Ueberwicht z.B. ist genetisch, wieviel durch Verhalten bedingt? Niemand weiss es!

Wünscht Frau Diener einen grundlegenden Umbau unserer Krankenversicherung in Richtung mehr Selbstverantwortung? Wir nehmen das nicht an - obwohl man es sich einmal überlegen müsste...

Roadpricing: London - Stockholm - Zürich

Nun auch in Stockholm: wer mit dem Auto in die Stadt will, muss zahlen. Das nütze der Umwelt, so heisst es. Es sei eindrücklich.

Was niemand sagt: es nützt vor allem den gut Betuchten und macht ihnen die Strassen frei, damit sie auf dem Weg zur Delikatesshandlung oder der Designerboutique nicht im Stau stehen. Schon heute können sie ja parkieren, wo sie wollen - eine Busse a 40, 80 oder 120.-sFr. ist ein Klacks für den, der's hat. Anstelle von Road Pricing lässt sich auch mit zahlreichen anderen Mitteln das Autofahren Schritt für Schritt solange verteuern, bis es sich nur noch die 10'000 Reichsten leisten können. Dann wäre auch die Luft schön sauber.

Akzeptabel wird ein Roadpricing frühestens, wenn die Beträge aufgrund z.B. des steuerbaren Vermögens erhoben würden, notabene: des Vermögens, nicht des Einkommens! Oder, als Annäherung an einen fairen Preis, aufgrund des Eurotax-Wertes des Fahrzeuges. Und Dienstwagen dürfen davon nicht ausgenommen werden, sonst lässt sich jetzt schon absehen, wie staatlich besoldete Arbeitnehmer in Zukunft shoppen gehen.

Die Zahlungskraft der Betroffenen muss in die Höhe der Gebühr mit einfliessen, sonst ist Road Pricing eine schreiende Ungerechtigkeit. Und geben wir uns nicht der Illusion hin, einmal eingeführt, würden die Gebühren nicht nach einiger Zeit sukzessive erhöht werden.

Roadpricing ist ein Schritt in Richtung Zweiklassengesellschaft, ein Schritt Richtung Geldadel.

Apropos Aristokratie: Kein Wunder, dass die Methode ausgerechnet in London und Stockholm erfolgreich sein soll...

Donnerstag, August 16, 2007

CO2 Zertifikate: PlanWirrtschaft

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der planwirtschaftliche Witz der CO2-Zertifikate zu massiven Betrügereien führen wird. Eine detaillierte Begründung folgt hier in wenigen Tagen.

Schüler mit Rückenschmerzen

Immer mehr Schüler leiden an Rückenschmerzen, die NZZ vom 16.8.07 berichtet davon. Nun sollen die Kinder in Zürich die Unterrichtsmaterialien anstatt in Taschen in Trolleys mit sich führen.

Während Jahrzehnten konnten Schüler ihre Bücher und Hefte problemlos in Tornistern auf dem Rücken tragen. Ob nun der Gebrauch von Umhängetaschen mit einseitiger Belastung des Körpers anstatt von die Last symmetrisch auf den Rücken verteilenden Systemen wirklich der entscheidende Grund für die Häufung von Beschwerden ist, oder ob es sich nicht auch um die Auswirkung anderer Ursachen handelt, ist ungeklärt. Diese möglichen Ursachen sollten unserer Ansicht nach identifiziert und angegangen werden.

Welche Rolle spielen z.B. die tägliche Bewegung, der Fernseh- und Spielkonsolenkonsum oder auch die Familienverhältnisse?

Eben erst forderte beispielsweise der rührige Markus Dürr, Gesundheitsdirektor des Kantons Luzern, dass Kinder von ihren Eltern nicht mehr zur Schule gefahren werden sollen, dies als Massnahme gegen die um sich greifende Fettleibigkeit von Schülern. Lesen Sie dazu auch die Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) von 2006 (pdf).

Dickes Kind und Rückenweh - klingelt's da nicht in unseren Ohren?! Und nun soll diese Bewegungsarmut behandelt werden, in dem man die Kinder mit "Grosis Einkaufswägeli" nochmals körperlich unterfordert. So ein Quatsch!

Ein trainierter Jugendlicher hat doch keine Rückenbeschwerden wegen Taschen, egal ob an den Rücken oder über die Schulter gehängt. Was diese Kinder brauchen ist: Training.

Dienstag, August 14, 2007

Fluglärm - wirklich?

Fluglärmgegner betonen, dass zur Senkung des Fluglärms vor allem auch die Zahl der Flugbewegungen reduziert werden müsse.

Wir erinnern uns. Da gab es doch einmal Flugzeuge wie die Caravelle, oder die DC-8. Waren die nicht beträchtlich lauter und störender als alles, was heute so den Flughafen Zürich Kloten anfliegt?

Es wäre interessant, einmal die Entwicklung des Fluglärms in Flughafennähe in den letzten 40 Jahren anzusehen. Wahrscheinlich haben die Frequenzen zu- dafür aber die Intensität abgenommen. Welcher Effekt ist wichtiger?

Man kann sich gut vorstellen, dass pausenloser Lärm das "Wohlbefinden erheblicher stört" (Wortlaut im USG, Art. 15 .pdf), als Lärm mit Pausen. Allerdings auch, dass durch den technischen Fortschritt Triebwerkslärm vielleicht einmal so weit reduziert werden kann, bis er irgendwann nicht mehr wahrgenommen werden wird.

Offensichtlich ist die Art der Messung bzw. die Definition der Immissionsgrenzwerte durch den Gesetzgeber entscheidend. (Bund, Kanton Zürich; Fluglärmgegner)

Wer will die Unterschiede der Methoden verstehen? Wollen die Fluglärmgegner eine Aenderung der bestehenden Gesetze erreichen, so wäre ein probates Mittel whs. ein Dokumentarfilm im Fernsehen zu bester Stunde.

Freitag, August 10, 2007

BAG: Alkohol und Massnahmen

Das Schweizerische BAG (Bundesamt für Gesundheit) hat kürzlich seine gewagten Ideen zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs vorgestellt. (Kommentar von Lips)

Es gäbe allerdings durchaus mögliche Massnahmen. Man könnte z.B. dem Bier systematisch Vitamine (B-Komplex) beifügen, wie man das schon seit Jahrzehnten an vielen Orten auf der Welt mit Jod im Speisesalz tut. Man müsste einmal prüfen, ob sich so nicht viele der typischen Mangelerscheinungen (Nervenschäden) von Alkoholikern vermeiden und massiv Gesundheitskosten einsparen liessen.

Dienstag, August 07, 2007

Patientenzufriedenheit in Schweizer Kliniken

Die Zufriedenheit der Patienten mit ihren Kliniken wurde untersucht (Comparis). Das Ergebnis ist nicht besonders verwunderlich, die kleineren Kliniken in der Peripherie scheinen sich mit mehr Engagement um ihre Patienten zu kümmern. Damit wurde zwar die fachliche Qualität der Betreuung nicht beurteilt, aber ist nicht die Zufriedenheit einer der wichtigsten Qualitätsindikatoren!?

Gerade die kleinen Kliniken wurden im Rahmen der kantonalen Planungen in den letzten Jahren reihenweise geschlossen. Es war wahrscheinlich die falsche Politik, aber die entsprechenden Behörden haben sich in diesen Fragen immer als beratungsresistent erwiesen.

Montag, August 06, 2007

Elisabeth Kopp: eine Winterreise

Es hat lange gedauert, bis nun Frau Kopp endlich Gelegenheit erhalten hat (SF 1, 6.8.07, 22.20 Uhr), für eine breite Oeffentlichkeit angemessen ihre Sicht der Ereignisse zu formulieren, die zum Rücktritt der ersten Bundesrätin der Schweiz geführt haben.

Zu lange - eine wunderbare Frau!

Sonntag, August 05, 2007

Jakobsweg: Pilgern als Trend

Ein Deutscher TV-Entertainer, Hape Kerkeling, schreibt über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Und auf einmal hört man da von zahlreichen anderen, dass auch sie pilgern waren oder es bald tun werden.

Hört man genauer hin, so stellt man fest: Kaum jemand will wirklich nach Santiago. Kaum einer der Pilger bezeichnet sich als besonders religiös. Es handelt sich um einen Trend, die Zeitgeistjünger springen auf. Und man erzählt, dass man 'pilgern' war. Die Reise muss, wie die neuste Frisur oder das Tattoo, öffentlich gemacht werden, Pilgern als Instrument der Selbstvermarktung.

Wieso muss es nun aber dieser Jakobsweg sein? Man könnte ja auch nach Lissabon wandern. Oder in die Algarve. Oder von Sizilien nach Dänemark. Oder von Canterbury nach Rom, wie das Martin Heule auf der Via Francigena in seiner Reportage in DRS2 zur Abwechslung erfreulicherweise tut.

Der Jakobsweg ist die bekannteste Marke unter den Pilgerwegen. Damit eignet er sich am besten zur Selbstpromotion, man gehört einfach dazu, das zählt schliesslich bei Trends.

Zudem: Die Tradition der Regeln unterworfenen Pilgerreise legitimiert das Wandern als zeitlosen Akt, wer sich mit einreiht, scheint gemeinschaftlichen Zielen verpflichtet, die über die Dauer seines Lebens hinausreichen, erstaunlicherweise auch dann, wenn er mit dem katholischen Heiligenkult nichts am Hut hat. Rituale üben ihre Faszination gerade auch dann aus, wenn sie nicht (mehr) verstanden werden. Sie genügen sich selbst.

Auch ahnt man eine Sehnsucht nach Authentizität, nach unverfälschten Erfahrungen aus erster, analoger und nicht digitaler Hand. Ein Wunsch nach der Erfahrung von Langsamkeit, Einfachheit und Verzicht.

Der Trend ist oberflächlich. Aber die Erfahrung, die die Pilger machen, geht dennoch in die Tiefe. Ist sie gar religiös?

Was belegte den Glauben besser: die dogmatisch korrekte Ueberzeugung oder die Tat? Die Frage bleibt: was wird denn da erfahren, was wird geglaubt?

Samstag, August 04, 2007

Computergames / Videogames - Szenarium eines angekündigten Grauens

Regelmässige Trainingseinheiten im Simulator sind weltweit Standard für Linienpiloten der Airlines. Niemand würde ihren Sinn in Frage stellen, zu offensichtlich ist der Nutzen.

Kinder eignen sich im Spiel erwachsene Verhaltensweisen an - das ist so, seit es Menschen gibt. Kein seriöser Psychologe, der dies bezweifelte.

Verhaltenstherapie ist die messbar erfolgreichste Behandlungsform in der Psychiatrie.

Die Militärs weltweit bemühen sich, das Training ihrer Soldaten mittels möglichst realistischer Szenarien und dem Einsatz von Simulatoren immer näher an die Wirklichkeit der Gefechtssituation heranzuführen. Einmal gedrillt, sind die Soldaten in der Lage zu töten, ohne zu Denken.

Und nun sollen die Schiessereien und Gemetzel und was da sonst noch an übelstem, menschenverachtenden Verhalten täglich 100'000fach vor dem Bildschirm geübt wird, bis die Jungen und Mädchen die entsprechenden Verhaltensweisen sogar im Schlaf beherrschen, nun soll ausgerechnet diese massive Programmierung und Umcodierung menschlichen Verhaltens ohne Folgen bleiben?

Wie man einen solchen Unsinn aufrechterhalten kann, bleibt schleierhaft. Uns graut vor dem Tag, an welchem diese Automatismen ihr natürliches Ventil finden werden. Noch könnte Einhalt geboten werden.

Freitag, August 03, 2007

Mobiltelephon

Wieso gibt es eigentlich keine Mobiltelephone, mit denen man mehrere SIM-Karten, d.h. verschiedene Telephonnummern gleichzeitig benutzen kann? So liessen sich z.B. die berufliche und private Nummer vom gleichen Gerät aus bedienen. Gibt es da keinen Bedarf oder ist das technisch zu aufwendig oder sind es gesetzliche Hürden?

Möglicherweise liegt das Problem bei den Telephongesellschaften. Diese könnten befürchten, dass solche Apparate den Benutzern die situative Wahl des jeweils günstigsten Anbieters für ihre Gespräche ermöglichte...

Siehe dazu auch unter SIM lock...

Donnerstag, August 02, 2007

Berühmte Schriftsteller

Untrügliches Kennzeichen für Erfolg: wenn der Name des Autors auf dem Einband fetter und grösser gedruckt wird als der Titel des Buches.

Mittwoch, August 01, 2007

There is no free lunch

Gute Dinge kosten etwas. Die wertvollsten Dinge kriegt man nur unter Einsatz von allem, das man hat. Für Kinder beispielsweise setzt die Mutter ihr Leben aufs Spiel. Das Risiko ist proportional zum erhofften Gewinn...

Supermarkt: das beste Brot ist immer schon weg...

Ein Phänomen beim täglichen Einkauf: ein, zwei Stunden vor Ladenschluss sind die guten Brote jeweils weg. Im Regal dämmern Experimentalbackwaren vor sich hin. Immer! Jeden Tag! Ausnahmslos!

Wenige Minuten vor Feierabend sind dann auch die verbleibenden Brote, die eigentlich niemand so richtig will, doch noch weg.

Die Vermutung drängt sich auf, dass die Backwarenlogistiker jeweils aufgrund des Bildes bei Ladenschluss entscheiden, was am nächsten Tag wieder in die Regale kommt.

Was für ein ärgerlicher Trugschluss! Eine erste Bestandesaufnahme muss um spätestens 2 Stunden vor Türschluss erfolgen. Dann sieht man, welche Brote die Leute wirklich gerne haben, sie sind dann eben weg - und von diesen gehören am nächsten Tag mehr ins Angebot, nicht von den Ladenhütern, die man später notgedrungen mangels Alternativen kauft.

Ob es nun das Brot, die 'Wäie' oder irgendein anderes Frischbackprodukt ist, die Bilder gleichen sich oft auf erstaunliche Weise.

Ein Managementfehler - leider ohne Folgen für das Management, bloss die Kunden ärgert's.

Dienstag, Juli 31, 2007

Irak - Traditionen

Die Irakische Fussballnationalmannschaft wird im Juli 07 überraschend Sieger der Asienmeisterschaft.
Die NZZ online schreibt dazu am 31.7.07:

"... . Allerdings kamen bei den Feierlichkeiten sieben Menschen ums Leben. Die Opfer seien von Querschlägern getroffen worden, teilte die Polizei mit. Zudem habe es mehr als 50 Verletzte gegeben, weil Anhänger den Sieg trotz Verbot mit den traditionellen Gewehrschüssen gefeiert hatten. ..."

"Traditionelle Gewehrschüsse"? - Vielleicht hat ein Teil der Probleme dieses Landes seine Ursachen nicht bloss in der Amerikanischen Invasion.

Freitag, Juli 27, 2007

Prohibition nach 21 Uhr - Gruss von Al Capone

Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) möchte nun zur Eindämmung jugendlicher Trinkexzesse den Verkauf von Alkohol nach 21 Uhr stark einschränken.

Ein Rückgang des Alkoholverbrauches wäre an und für sich zu begrüssen, denn die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nachteile des Konsums von Alkoholika übertreffen die Vorteile bei weitem.

Folgende Ueberlegung ist jedoch anzustellen:

1. Auch in Zukunft wird nach 21 Uhr ein Bedarf nach Alkoholika bestehen, vielleicht sogar noch mehr als heute.
2. Wo eine Nachfrage besteht und es das gefragte Produkt auch tatsächlich gibt, ensteht ein Markt.
3. Ist das Angebot knapp, so steigen die Preise.
4. Hohe Preise und ein potentiell (nach 21 Uhr) kriminalisierter Handel eines Produktes mit Suchtpotential - diese Kombination kennen wir doch!
5. Es wäre eine blosse Frage der Zeit, bis das organisierte Verbrechen Interesse an einem solchen Markt gewönne.

Schlussfolgerung: so wünschenswert die Eindämmung des Alkoholmissbrauches ist, so dumm und kontraproduktiv wäre ein solches Verbot.

Donnerstag, Juli 26, 2007

China

China sei die kommende wirtschaftliche Weltmacht. Das nächste Zeitalter werde von den Chinesen dominiert. Prophezeiungen dieser Art sind praktisch täglich zu lesen und zu hören.

Wir bezweifeln das aus folgenden Gründen:

1. China war zahlen- bzw. bevölkerungsmässig schon lange das grösste Reich der Erde - und trotzdem wirtschaftlich gesehen ohne entsprechenden Einfluss.

2. Zu ökonomischem Erfolg gehört eine liberale Gesellschaftsordnung. Diese hat sich in China über die letzten 10-20 Jahre in erstaunlichem Masse entwickelt. Dies ist allerdings eine notwendige aber keine hinreichende Bedingung. Weitere unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg sind z.B. gesicherte Eigentumsrechte. Und dies nicht nur dem Buchstaben des Gesetzes nach, sondern auch als Teil der Mentalität. Eine Volkswirtschaft prosperiert dort, wo sich die Geschäftspartner vertrauen können. Solange jedoch Vertrauen nur da möglich ist, wo enge familiäre Bindungen bestehen, bzw. dieses Vertrauen mühsam im persönlichen Kontakt erworben werden muss, ist das System als Ganzes nie in dem Masse leistungsfähig, wie es die westlichen Volkswirtschaften sind.

Prognose: Der Aufstieg Chinas wird noch ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen, als gemeinhin erwartet.

Mittwoch, Juli 25, 2007

Südanflug auf den Flughafen Zürich Kloten

Sind Sie schon einmal von Süden her in Zürich gelandet?

Haben Sie's gewusst? Ein Leckerbissen! Kein Anflug nach Zürich ist für den Passagier der Grossraumflugzeuge spektakulärer als der von Süden. Auf dem Heimweg von z.B. New York, nach kurzer Nacht, noch im Mondschein oder auch schon im warmen Licht der Morgendämmerung - "cabin crew, landing in two minutes" - kreuzt die Maschine in einer Linkskurve nach Norden die gleissende Krümmung des Obersees, aus den Fenstern rechts noch der 1000-Dollar-Blick auf die Alpen, auf der linken Seite die atemberaubende Sicht über den Damm, Rapperswil, dann den unteren See und kurz den Lichterkessel der fernen 'Downtown', dann geht es über den Pfannenstiel der "Goldküste" entlang, die Räder werden rumpelnd ausgefahren, nun gilt es, einen Sitz auf der linken Seite zu besetzen, und der Blick fällt der Reihe nach auf die Gemeinden des "Schattenufers", immer dichter besiedelt, bis schliesslich grandios Enge, Quaibrücke mit Bellevue und die Kirchen vor dem Fenster durchflitzen, und im gleichen Herzschlag, man denkt noch, "das ist Zürich!", macht man einen Hupfer über den Berg der Begüterten, weiss Schwamendingen unter dem Triebwerk, und schon quietschen die Bremsen, welcome at Unique Zurich Airport, welcome home.

Welche Begrüssung für Besucher könnte repräsentativer sein als ein Südanflug? Aus touristischer Perspektive sollte Zürich nur noch so angeflogen werden.

Donnerstag, Juli 19, 2007

Sushi

Interessant, wie Sushi-Liebhaber oft nicht nur davon sprechen, dass sie Sushi gerne mögen, sondern insistieren, dass sie geradezu süchtig danach seien. Ausserdem geben auch viele an, dass sie zuerst eine Weile gebraucht hätten, um auf den Geschmack zu kommen.

Eine erstaunliche Parallele zu anderen abhängig machenden Substanzen wie z.B. Alkohol. Welcher Kitzel steckt da wohl in Sushi drin, der solches möglich macht?

Dienstag, Juli 10, 2007

UBS: "Entlassung" von CEO Wuffli

Dass das Verhältnis von VR Präsident Ospel zu CEO Wuffli demjenigen von Chef zu Sekretär entsprach, war von Anfang an eine Blickdiagnose, gestellt nach 2 Sekunden.

Ausserdem stagniert der Kurs der UBS-Aktie da, wo er vor 1 Jahr schon war, der Kurs der Konkurrentin CS ist hingegen deutlich gestiegen.

Kein Wunder, musste er gehen, es war bloss eine Frage der Zeit.