Der Tagesanzeiger gibt einem Teilnehmer der Reclaim the Streets Aktion von diesem Wochenende (6.2.10) eine Plattform. Dieser erzählt, wie aus seiner Sicht das ganze ein fröhliches, unbeschwertes Happening werden sollte, dann seien da am Rand auch noch ab und zu maskierte Sprayer rumgehuscht, und weit weg von ihnen irgendwelche Scheiben eingeschlagen worden.
Dazu bemerken wir: Die Journalisten und der Hauswart beim Tages-Anzeiger, dem auch Scheiben eingeschlagen wurden, können es ja offenbar selber mit diesen Leuten ausmachen, wie in Zukunft verhindert werden soll, dass jedes fröhliche, unbeschwerte Happening mit Sachschäden und Verwüstungen endet. Irgend etwas stimmt doch da nicht so ganz an dieser Schilderung, oder?
A propos Reclaim the Streets. Wie kommt es, dass man uns für Parkieren, auch wenn es unumgänglich ist und möglichst rücksichtsvoll und überlegt geschieht, schon innert Minuten unsäglich hohe Bussen reinbrennt, diese fröhlichen, unbeschwerten Partygänger aber ganze Strassen besetzen, ausser Betrieb nehmen und mit einem Begleitmob in ihrem Gefolge die Stadt kaputt krawallen können, dafür aber dann keine Busse bezahlen sondern sogar noch auf dem Tagi online ihre Peace-version des Trauerspiels abheulen dürfen?
In dieser Stadt herrscht doch ganz offensichtlich eine schreiende Rechtsungleichheit!
Dienstag, Februar 09, 2010
Reclaim the streets?
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Mittwoch, September 03, 2008
Botellón und Biertram in Zürich
Der Stadtrat Zürichs zeigte sich besorgt über den ersten Botellón am letzten Augustwochenende 08 in Zürich und erwog gar ein Verbot desselben. In breiten Kreisen wurde ebenfalls Kritik laut an dieser Form des Treffs Adoleszenter zum blossen sich Besaufen.
Und wir wiederholen: wie kann man so bescheuert sein, monatelang ein Biertram durch die Strassen Zürichs fahren zu lassen, nur weil es der VBZ, einem städtischen Betrieb, ein wenig Werbeeinnahmen bringt, und sich gleichzeitig dann darüber empören, dass die Jugendlichen tatsächlich Bier trinken. Bigotter geht's nicht mehr.
Die Jungs trinken übrigens Bier, nicht weil sie am verblöden sind, sondern um zu provozieren, weil man damit perfekt gegen die grassierende politische Korrektheit protestieren kann, ist doch klar! Es wird sicher noch mehr solche Aktionen geben. Erstaunlich, dass eine solche Analyse bisher in keinem Medium nachgelesen werden kann.
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Nico
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Sonntag, August 10, 2008
Tramhaltestelle Stockerstrasse: sinnloser Luxus?
Was wir als gemeiner Trambenützer in der Stadt Zürich schon lange gerne wüssten: weshalb es die Tramhaltestelle Stockerstrasse in der einen Richtung in doppelter Ausführung braucht.
Die Haltestelle links ist für die Linien 6, 7 und 13; die rechts für die Linie 8. Die Linien links fahren weiter Richtung Bahnhof Enge, die Linie 8 fährt anschliessend nach rechts Richtung Stauffacher.
Wir haben uns das mit unserem Laienblick schon mehrmals angeschaut und kommen eigentlich immer zum gleichen Schluss: man könnte diese beiden Statiönchen problemlos zusammenlegen, ein paar Gleise müssten neu verlegt werden, und das wär's.
In der Gegenrichtung klappt's ja schliesslich auch. Was soll denn in der Gegenrichtung anders sein?
Fazit: Geld- und Platzverschwendung?
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Sonntag, Juli 27, 2008
Strassenverkehr in Zürich
Schauen Sie sich das Bild an: was stimmt hier nicht?
Weil die Markierungen auf der Strasse aufgefrischt werden müssen, leiten die Angestellten des Tiefbauamtes Zürich den motorisierten Verkehr durch die Traminsel hindurch.
Wissen Sie, in welchem Tempo der durchschnittliche Autofahrer dann auf den Tramgeleisen durchbrettert?
Jeder Fussgänger in Zürich weiss es. Die Automobilisten reduzieren ihre Geschwindigkeit z.T. überhaupt nicht.
Wenn auf der entgegenkommenden Spur ein Tram oder Bus hält und dahinter Fussgänger inklusive Kinder, die nichts wissen von der geänderten Verkehrssituation, die Geleise queren wollen, oft in Eile, stehen sie auf einmal mitten auf der Strasse vor den heranbrausenden Autos. Dass es nicht zu mehr Unfällen kommt, ist ein Wunder.
Anstatt im Quartier mit einer Rücksichtlosigkeit sondergleichen Bussen für falsches Parkieren zu verteilen - notabene "falsch" oft erst als solches zu erkennen, wenn die Paragraphen hin und her gewälzt worden sind - würde man sich bei der Stadt gescheiter auf die Sicherheit solcher Verkehrssituationen konzentrieren. Das heisst, in diesem Fall fehlt z.B. eine provisorische Tafel zur Geschwindigkeitsreduktion. Und hier wären dann auch Tempomessungen angebracht und würden von allen verstanden werden, im Gegensatz zu den Automaten auf freier Flur, wo es nur um die Erzeugung von Steuereinnahmen geht.
Die Drangsalierung der auf ihr Auto angewiesenen Quartierbewohner einerseits unter der Etikette "Sicherheit" und die stümperhaften Vorkehrungen, wenn dann tatsächlich einmal Sicherheit gefragt wäre, sorgen für beträchtlichen Unmut.
Apropos Argument "Sicherheit": die Velofahrer Zürichs leben bekanntermassen in einem rechtsfreien Raum. Was den Beizern nur unter strengen Auflagen erlaubt wird, die Benutzung der Trottoirs für ihre Lounges, das tun die Biker nach Herzenslust seit Jahren, sie kurven mit Lust um die Passanten, ohne dass auch nur ein Hahn kräht. Soviel zur heuchlerischen Argumentation der Behörden.
Mittwoch, Juni 18, 2008
Grüne Genner baut Zürich
Die neu gewählte Zürcher Stadträtin Ruth Genner wird Vorsteherin des Tiefbauamtes Zürich.
Ha ha, das ist, als würde man Armeegegner Gross zum Vorsteher des VBS machen.
Wir erinnern uns an die von einer Mission beseelten Frau Altstadträtin Ursula Koch, ...schauder, schauder.
Frohlocket, ihr Velofahrer Zürichs! Wehe euch, Ihr Autofahrer Zürichs. Oh allmächtiger Staat, erlöse uns vor dem zollfreien Frevel des Strassenverkehrs und sende uns das Licht des Roadpricings.
Wenigstens scheint die Frau Humor zu haben, das ist eher unüblich für Ueberzeugungsgesteuerte, und war schon immer ein Schutz vor der finalen ideologischen Verblendung. Aber Wehe uns, sollte ihr das Lachen abhanden kommen, Wehe euch, die ihr da seid zu Zürich!
Weh!
Dienstag, Februar 26, 2008
Club of Rome in Zug? Seldwyla lebt!
Eben gerade noch ist nun diese groteske "Anschubfinanzierung" des Club of Rome durch die Stadt Zürich dank besonnener Stimmbürger vereitelt worden, schon drängt es die Seldwyler im Nachbarkanton, ihr Geld in die Vergangenheit zu investieren.
Da lachen ja die Hühner! Oder zeigt es uns, was für unselige Folgen gewisse Netzwerke in Politik und Gesellschaft zeitigen können? Wir werden den Verdacht nicht los, es handle sich da v.a. um Gefälligkeiten, die sich Mitglieder irgendwelcher intransparenter Seilschaften zuschanzen wollen.
Es zeigt auch exemplarisch, wie die ganze Klimaerwärmungshysterie eine Mentalität erzeugt, die die sinnlose Verschleuderung finanzieller Mittel begünstigt.
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Nico
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Montag, September 10, 2007
Zürcher Szene: Platzspitz, Letten, ...Zürihorn?
Wieder ist ein Jugendlicher an der Zürcher Seepromenade von einer Bande schwer verletzt worden, Bericht Tagesanzeiger online vom 10.9.07, die Fälle häufen sich.
Und wir wundern uns. Da hat man doch in den 90er Jahren in Zürich zu Genüge dieses grossangelegte Sozialexperiment namens "Needle Park" und anschliessend den Letten studieren können. Oder das besetzte Wohlgrothareal. Oder die Eskalation der "1.Mai Feier" über die Jahre. Immer das gleiche unselige Prinzip des zu lange Gewährenlassens, bis die Illegalität sich selbst zum Prinzip erklärt.
Sowohl die offene Drogenszene mit der katastrophalen Verwahrlosung und schliesslich sich häufenden Schiessereien mit Todesfolge wie auch die sich immer autonomer gebärdenden Hausbesetzer mit ihrem Staat im Staat, wo Kriminelle sich dem Zugriff der Polizei entziehen konnten, als auch die inzwischen europaweit Krawalltouristen anziehende 1. Mai-Prügelparty, haben uns doch, so meinte man, ein für alle Male gelehrt, dass gesellschaftliche Fehlentwicklungen dieser Art sich verhalten wie Krebs: wenn man einfach nur zuschaut, dann wachsen einem die Probleme schliesslich über den Kopf, und können nur noch mit einem überproportionalen Aufwand, sprich: einer Radikaloperation, in den Griff bekommen werden.
Die Antwort auf Verwahrlosung der öffentlichen Sitten hat der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani in den 90ern gegeben und damit seine Stadt saniert: Zero Tolerance.
Wir verstehen nicht, wie die linke Stadtzürcher Regierung zulassen kann, dass sich ein Normalbürger bereits jetzt nach Einbruch der Dunkelheit nur noch mit grossem Unbehagen ans Zürihorn wagt. Das ist skandalös! Und wir haben kein Interesse daran, in 2 oder 3 Jahren hören zu müssen, man hätte die Entwicklung unterschätzt, es sei nicht absehbar gewesen, wie schlimm es kommen würde.
Doch, es ist absehbar. Die zu treffenden Massnahmen sind sonnenklar. Der Staat hat die Sicherheit auch an der Seepromenade zu garantieren.
Cc. so seltsam es klingen mag, dazu gehört auch, dass z.B. Velofahrer und Fussgänger sich in Zürich nicht weiter benehmen dürfen, als gäbe es keine Strassenverkehrsgesetze. Da besteht eben ein Zusammenhang. Das ist eine Logik, die die Stadtzürcher Regierung sehr wohl versteht, wie die überall aus dem Boden spriessenden Geschwindigkeitsautomaten zeigen, oder nicht?!
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Nico
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