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Freitag, Mai 23, 2008

Atomakten vernichtet - wer's glaubt!

Der Bundesrat soll nicht nur auf Drängen der USA Akten aus einem Strafverfahren in Sachen Atomschmuggel vernichtet haben, sondern heute bestätigt und rechtfertigt Pascal Couchepin sogar noch das Vorgehen als Sicherheitsmassnahme. Es seien unter anderem detaillierte Pläne zum Bau von Atomwaffen darunter gewesen, diese könnten in falsche Hände geraten.

Die etablierten Medien drucken die Geschichte natürlich alle folgsam so ab, wie sie der Bundesrat diktiert. Wir aber sagen: da lachen ja die Hühner. Wer soll denn so eine Geschichte glauben?!

Da wurden doch sicher noch Kopien angefertigt, die jetzt irgendwo in einem Tresor schlummern. Oder vielleicht auch in einer Schublade oder irgendwo in einem Bundesordner. Oder auf einer DVD, mit Backup.

Unsere Spekulation: die ganze jetzt an die Oeffentlichkeit geratene Geschichte dient der Tarnung, niemand soll auf die Idee kommen, dass da was zu holen sei. Das Ergebnis jedoch wird sein: die Neugier ist geweckt.

Schon bloss aus Gründen der Staatsräson wird ja keine Regierung auf der Welt, ist sie einmal in den Besitz von solchen Plänen zum Atomwaffenbau gekommen, diese dann wieder zerstören. Für wie naiv hält man uns eigentlich...?

Dienstag, Mai 06, 2008

Holenweger - Alstom

Der Bankier Oskar Holenweger habe laut dem Wall Street Journal für den französichen Alstomkonzern Schmiergelder in Millionenhöhe verschoben, Bericht Tagesanzeiger online.

Der unschuldige Oskar Holenweger, schon wieder?

Wir erinnern uns an den dubiosen Dokumentenfund in Deutschland, mit den anschliessenden Verschwörungstheorien der GPK des Nationalrates.

Wir erinnern uns an die vehemente Verteidigung Holenwegers durch die Weltwoche.

Ein bisschen sehr viel Rauch dafür, dass da kein Feuer sein soll? Wie wird das wohl enden?

Donnerstag, September 06, 2007

Verschwörung "Roschacher"

Ha ha ha, schauen Sie sich bei der Weltwoche einmal die bei dem Ex-Bankier Holenweger "gefundenen" Dokumente an, die gemäss der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Nationalrates eine Verschwörung gegen Ex-Bundesstaatsanwalt Roschacher belegen sollen. In grossen, nicht zu übersehenden Worten steht da "Verschwörung" und "VR eingekreist". Da lachen ja die Hühner.

Der Zürcher Tagesanzeiger widmet der ganzen Sache in seiner heutigen Print-Ausgabe 6.9.07 eine Doppelseite - sehr erstaunlich! - und benützt die Angelegenheit krampfhaft, um Stimmung gegen Bundesrat Christoph Blocher zu machen. Der Tagi online am 6.9.07 mittags:

Das Parlament muss am 12. Dezember Bundesrat Christoph Blocher in Unkenntnis darüber wählen, ob er in ein Komplott um Alt-Bundesanwalt Roschacher verstrickt ist.
Wir prophezeien dem Tagi ein Ende mit Schrecken in dieser Sache, denn:

1. Wenn man einem Politiker wie Christoph Blocher wirklich schaden, will, muss man ihn loben oder ignorieren. Das begreifen die emotionalisierten Linkgläubigen (sic) schon seit Jahren nicht.

2. Diese bei Holenweger gefundenen Dokumente einer "Verschwörung" sind einer der grösseren medialen Rohrkrepierer der letzten Jahre. Schauen Sie sich doch die Papiere einmal an. Ha, so stellen sich Pfadfinder einen Komplott vor.

Zahlreiche Indizien weisen auf einen getürkten Fall hin, bzw. darauf, dass diese Papiere persönliche Gedankenskizzen sind, z.B. die Frage, wieso ein an einer Verschwörung Beteiligter sich ausgerechnet mit brisanten Papieren in der Tasche stundenlang vor einer Deutschen Behörde verdächtig zu machen versucht. Das wäre ja ärgster Dilettantismus. So verhält man sich nur, wenn man gefunden werden will. Wie im Himmel kann die GPK solche Papiere als wichtig einstufen? Und wie kommt es, dass der kalte Kaffee "Röstung Roschacher" nun wenige Wochen vor den Wahlen auf einmal als heisser Espresso verkauft wird?

Es ist erstaunlich, wie dem Tagi bei gewissen Fragen das richtige Mass abhanden zu kommen scheint. Da ist ganz offensichtlich Wunschdenken mit der Redaktion durchgebrannt.

Nachtrag: Zitat aus der NZZ online vom 6.9.07 abends, das die Sachlage auf den Punkt bringt:
Falls die am Donnerstag präsentierten Dokumente tatsächlich die einzigen Anhaltspunkte für das angebliche Komplott gegen Roschacher darstellen, befindet sich die nationalrätliche GPK auf dünnem Eis. Die eher wirren Notizen Holenwegers sind wohl kaum ein Verschwörungskonzept, sondern vielmehr «grafische Lageanalysen eines verbitterten Generalstabsobersten, dessen Ehre und Bank von der Bundesanwaltschaft zerstört wurden», wie sich Mörgeli ausdrückte. Auch die Adressliste mit den Personen, die bestimmte Aufgaben beim «Komplott» gegen Roschacher übernehmen sollten («H-Plan»), lässt einen eher schmunzeln als zittern, finden sich darauf doch so unbescholtene beziehungsweise harmlose Bürger wie die Bundesräte Merz und Schmid, der Glarner FDP-Ständerat Fritz Schiesser oder der frühere Informationschef von alt Bundesrat Deiss, Ruedi Christen. Laut Mörgeli bedauert Holenweger, dass diese und weitere ahnungslose Personen nun als angebliche Drahtzieher eines Komplotts dastehen.

(Bild von der Weltwoche online)