Die Medien melden heute 16.4.10 erfreut, die SBB habe 2009 einen Gewinn von ca 370 Mio sFr. erzielt. Das kann nicht unkommentiert bleiben, denn verdrehter kann man nicht mehr rechnen.
Wir halten fest: erstens ist ein Grossteil des Gewinns auf den Verkauf von Immobilien zurückzuführen. Das hat so ziemlich nichts mit der Kerntätigkeit der SBB zu tun, für welche wir sie Jahr für Jahr mit Steuermilliarden alimentieren.
Und zweitens sind es eben diese Steuermilliarden, die die SBB am Leben erhalten. Angesichts solch massiver Subventionen bei einem Unternehmen von Gewinn zu sprechen, ist total unsinnig. Korrekter wäre die Feststellung, dass es der SBB knapp gelungen ist, ihr Budget nicht zu überziehen. Gewinnen tut man mit Eisenbahnfahren nichts.
Freitag, April 16, 2010
SBB mit Gewinn?
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Nico
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Sonntag, November 01, 2009
Einheitskasse? - Hausarztbeamter!
Nun sollen sich sogar bürgerliche Politiker für eine schweizerische Einheitskasse für Krankenversicherung in der Grundversorgung aussprechen, so der Tagi online.
Da kann man nur sagen: ein weiterer Schritt in Richtung Staatsmedizin. Es fehlt nicht mehr viel, bis Hausärzte vom Staat angestellt werden. Und es gibt nichts, was den zunehmenden Mangel an qualifizierten Grundversorgern mehr verstärkte. Denn diese wollen als freie Unternehmer arbeiten können, nicht als Staatsbeamte.
Jeder weiss, dass keine Klasse ineffizienter arbeitet und desinteressierter an ihrer Tätigkeit ist als Beamte. Wie können bürgerliche Politiker nur eine solche Dummheit begehen und die Hausärzte verbeamten? Es ist typisch, dass es sich hier wieder einmal um prominente Köpfe der FDP handelt. So wird diese Partei bei den nächsten nationalen Wahlen ein weiteres Debakel erleben.
Das Krankenversicherungsobligatorium muss wieder aufgehoben werden, das ist der einzige vernünftige Weg.
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Nico
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Freitag, Oktober 30, 2009
Tribune de Genève: Informationspflicht?
Pierre Rütschi, der Chefredaktor der Zeitung "Tribune de Genève", auf die Frage, ob er die Polizeibilder von Hannibal Gaddhafi, dem Sohn des libyschen Diktators, nochmals veröffentlichen würde: "Unsere Aufgabe ist, zu informieren."
Ja, leider ist dies ein weiterer Beleg für die Dummheit gewisser Journalisten in diesem Land. Die New York Times hat 2009 in den Fällen ihrer als Geiseln genommenen Mitarbeiter Rohde und Farrell nach unserem Dafürhalten schlüssig bewiesen, dass es Situationen gibt, in denen Medien geradezu die Pflicht haben, Informationen zurückzuhalten, da sie sonst nämlich z.B. von Terroristen instrumentalisiert werden.
Ausserdem ist die Position der Informationspflicht sowieso relativ, denn vor der Information findet ja eine Auswahl derselben statt, diese ist subjektiv und durch die Vorlieben und ökonomischen Interessen der Redaktion bestimmt. Informationspflicht? Schwachsinn, dann wären die Zeitungen ja unendlich dick. Es gibt diese Pflicht gar nicht im Allgemeinen Sinn, sie ist eine eingebildete! Die Relevanz von Informationen muss sorgfältig geprüft werden und diese Prüfung kann auch einmal dazu führen, dass man Dinge nicht publizieren darf. Der Mann ist intellektuell schwach und hat seinen Job nicht richtig getan. Er ist nicht der einzige in der Schweiz.
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Nico
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Mittwoch, Oktober 28, 2009
Italien jagt Schweizer Banken
Die Italiener wollen den Tessiner Finanzplatz austrocknen, steht so z.B. in der NZZ online heute.
Aber der Schuss könnte hinten herauskommen. Wenn nämlich Italien oder auch irgendein anderes unserer Nachbarländer anfängt, seine eigenen Bürger zu drangsalieren, werden sich die Vermögenden unter ihnen überlegen, ob sie nicht doch mal so richtig Auslandluft schnuppern wollen.
Zu Zeiten des Terrorismus der Roten Brigaden sind ganze Familien von Italien ins Tessin und nach Genf umgezogen. Das wird bei dieser Form des "Staatsterrors" nicht anders sein. In der Summe wird so Italien eher Steuerzahler verlieren als gewinnen, das lässt sich jetzt schon sagen. Die Schweizer sollten die Gelegenheit nutzen für eine Werbekampagne in Italien. Die Grenzen sind ja offen, jeder EU-Bürger kann zu uns kommen, mitsammt seinem Gepäck...
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Nico
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Dienstag, Oktober 27, 2009
Klimawandel: unklare Rolle der Wolken
Anlässlich eines Artikels in der NZZ über die weiterhin unklare Rolle der Wolken bei der Entwicklung des weltweiten Klimas, erinnern wir gerne wieder einmal an die hier schon früher festgehaltenen Gedanken.
Dass nämlich kein Mensch auf dieser Welt wirklich eine Ahnung hat, wie sich das Klima entwickeln wird. Da wird viel fabuliert, was schon morgen das Papier nicht mehr wert ist, auf dem es geschrieben steht.
Wirklich fürchten muss man sich vor den unsinnigen Massnahmen, die weltweit getroffen werden, um ein Naturphänomen aufzuhalten, dass sich dem menschlichen Zugriff, nur schon was das Verständnis angeht, völlig entzieht; von einer Beeinflussung wollen wir schon gar nicht reden.
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Nico
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Dienstag, Oktober 13, 2009
Tages-Anzeiger in primitivsten Niederungen
In einem Beitrag zur SVP-Minarettinitiative protraitiert der Tages-Anzeiger online den Leiter des Werbebüros, welches die umstrittenen Plakate entworfen hat. Autor des Artikels ist Ruedi Baumann.
Dieser hält explizit fest, wie der Portraitierte momentan kein Interesse an einem Auftritt in der Oeffentlichkeit hat, weil er dadurch in das Blickfeld von militanten Islamisten geraten könnte - und berichtet trotzdem. Mit Bild. Und vollem Namen. Der Portraitierte ist so problemlos weltweit identifizierbar.
Eine solche Bekanntheit kann unmittelbar lebensbedrohlich sein, wir alle wissen das spätestens seit dem dänischen Karikaturenstreit. Die Beschreibung in einer Zeitung, und dann noch mit Bild, kann Terroristen den entscheidenden Hinweis liefern, wo sie den Autor der Plakate findet.
Kommentare der Leser des Tagi online Artikel bestätigen die entsetzliche Wirkung in der Oeffentlichkeit. Schamlos und in unfassbarer Niedertracht wünschen einzelne Schreiber implizit den Tod des Portraitierten.
So schreibt z.B. eine Regula Wolf um 09.25 Uhr:
"Dann kann er ja schon mal gehen – unsere Plakatwände wirds freuen."
Und ein Christoph Geiser um 08.56 Uhr:
"Wäre ja nicht der erste Islamkritiker der umgebracht würde."
Gegen eine Zeitung, die solche Beiträge nach redaktioneller Prüfung veröffentlicht, muss eigentlich eine Anklage wegen Anstiftung oder Beihilfe zu Mord geprüft werden. Wir werden den Tages-Anzeiger nie mehr kaufen.
PS von 12.35 Uhr: ca 1 h nach Publikation unseres Blogs hat der Tagi-online offenbar den Beitrag von Christoph Geiser wieder vom Netz genommen. Wir meinen: auch das Bild des Portraitieren gehört entfernt, ja NIE publiziert!
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Dienstag, September 29, 2009
Verhaftung Polanski - das Dilemma
Der bekannte Filmregisseur Roman Polanski wurde beim Versuch, am Filmvestival Zürich einen Preis entgegen zu nehmen, bei seiner Einreise am Flughafen Zürich verhaftet.
Wegen der Vergewaltigung einer 13jährigen durch Polanski im Jahr 1977 in der Villa von Jack Nicholson lag ein internationaler Haftbefehl vor. Dafür konnte er nie bestraft werden, er gab seine Tat zwar zu, flüchtete jedoch während des Verfahrens und hatte seitdem die USA nie mehr besucht. Offenbar gelang es ihm seither, sich in Europa relativ frei zu bewegen. Dies, obwohl der Staat Kalifornien den Haftbefehl wiederholt bestätigt hatte, und auch mehrmals Drittstaaten um die Auslieferung Polanskis gebeten hatte. Von Frankreich war dies nie zu erwarten gewesen, angeblich, weil Polanski neben der polnischen auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt.
Nun sind die Reaktionen auf diese Verhaftung gespalten, und von grosser Emotionalität. Die einen sagen ungläubig, es kann doch nicht sein, dass nach so vielen Jahren unbehelligter Reisen, nachdem Polanski sogar in der Schweiz ein Chalet hat, also hier gewohnt hat, nachdem er in Deutschland vor kurzem für ein halbes Jahr einen Film gedreht hat, nachdem er in Berlin und Venedig schon ohne Probleme Preise entgegen nehmen konnte, es kann doch nicht sein, dass er nun von der Schweiz auf einmal verhaftet wird.
Die anderen sagen ebenso ungläubig, es kann doch nicht sein, dass hier offenbar seit Jahren rechtsstaatliche Prinzipien mit Füssen getreten wurden, dass jemand nur wegen seines Status als Berühmtheit einer Verhaftung immer wieder entgehen konnte, wo es doch um ein Sexualdelikt an einer Minderjährigen geht, und diese zudem auf perfide Art und Weise gefügig gemacht worden war. Auch müssten wir bedenken, dass die Schweizer eben vor kurzem der Unverjährbarkeit solcher Straftaten auch bei uns zugestimmt haben.
Das buchstäbliche Recht auf ihrer Seite haben die Befürworter einer Ahndung der Straftat, deshalb haben die Schweizer Behörden einer Verhaftung auch zugestimmt. Es muss uns also interessieren, weshalb denn doch so viele aufgeklärte und in Rechtsfragen sonst durchaus sensible Personen diese Massnahme als Ungerechtheit oder doch zumindest als ungeschickt oder dumm empfinden.
Aus der langen Liste von Ueberlegungen seien hier zwei herausgegriffen:
1. Wie kann es sein, dass man nach dem politisch naiven Umgang mit Gaddafis Sohn bei seiner Verhaftung in Genf vor 2 Jahren, nun analog dazu den gleichen politischen Fehler noch einmal begeht, obwohl die Affäre Gaddafi die Schweiz seit Wochen beschäftigt? Gibt es denn bei unseren Behörden keine Leute, die über ihre Nasenspitze hinausdenken können? Werden da wirklich immer nur Verordnungen und Anweisungen buchstabengetreu umgesetzt? Das ist ja erschreckend! Wieso hat z.B. niemand dafür gesorgt, dass dieser Polanski vor seinem Abflug aus Wien ein SMS gekriegt hat, das ihn warnte? Wir sprechen hier nicht über Gerechtigkeit, sondern über Politik. Wer glaubt denn, dass Politik immer gerecht sei? Wer glaubt denn, dass Justiz immer gerecht sei? Dass man ein solch politisch klügeres Vorgehen bei unseren Bundesbehörden nicht schafft, dass man, trotz der Affäre mit Libyen, immer noch nicht begriffen hat, wie man im Interesse des Landes agieren soll, das ist unglaublich.
2. Der ganze Fall zeigt exemplarisch, dass die lebenslange Unverjährbarkeit von Straftaten ein Schwachsinn ist. Je grösser der Zeitraum seit einer Tat, desto komplexer die Sachlage. Desto mehr Fehler und Unzulänglichkeiten schleichen sich in die Verfahren ein. Und, am wichtigsten, je mehr Zeit vergangen ist, desto weniger sind Opfer und Täter noch identisch mit den ursprünglichen Personen. Bestraft man überhaupt noch die gleichen Menschen, die die Tat begangen haben, oder handelt es sich nicht um jemand anderen? Hier liegt unserer Ansicht nach der Kern des Unbehagens vieler Skeptiker heute, sie sind irritiert über die Verhaftung Polanskis, nicht weil er berühmt ist, sondern weil an ihm und seinem Opfer deutlich wird, was 30 Jahre Lebensgeschichte sind.
Samstag, Juli 11, 2009
Atomakten Tinner: Erpressungsangst
Wieso will der Bundesrat diese Tinner-Atomakten mit solcher Vehemenz vernichten lassen? Er hat es ja trotz gegenlautender Behauptungen auch beim ersten Mal nicht wirklich getan.
Wir haben hier ja schon einmal darauf hingewiesen, dass die Vorstellung, ein Staat würde solche Akten tatsächlich zerstören, etwas Lächerliches an sich hat. Denn: solche Akten zerstört man nicht. Ein Staat gibt damit den einmaligen Zugriff auf eine der potentesten bekannten Waffen aus der Hand - so etwas tun nur Idealisten, aber keine Politiker. Deswegen haben wir schon früher den Verdacht geäussert, dass in der Schweiz noch Kopien dieser Pläne vorhanden sein müssen; dass diese dann tatsächlich auf einmal in einem Keller der Bundesverwaltung aufgetaucht sind, war natürlich auf die geschehene plumpe Art und Weise nicht so rasch zu erwarten.
Und trotzdem insistiert der Bundesrat auf der erneuten Vernichtung. Der wahrscheinlichste Grund scheint uns nicht in irgendwelchen Forderungen der IAEA oder der Atommächte oder in einer Abmachung mit dem amerikanischen Geheimdienst CIA zu liegen, sondern am Wahrscheinlichsten ist wohl die Angst, als Besitzer solcher Unterlagen erpressbar zu sein.
Die Schweiz hat es bisher nie auf das Zielradar des internationalen Terrorismus oder von Schurkenstaaten geschafft. Im Besitz von Unterlagen zur Herstellung von Atomwaffen, könnte sich dies jedoch rasch ändern. Wir denken da insbesondere auch an Konflikte wie z.B. mit Libyen, das nach wie vor Schweizer Bürger aus der Botschaft in Tripolis nicht ausreisen lässt. Es kann schnell gehen, und auf einmal ist man im Fadenkreuz von zu jeder Schandtat bereiten Spinnern.
Dies erklärte auch die unglückliche Kommunkation. Alle spüren ja, dass der Bundesrat nicht über die wahren Motive der Aktenvernichtung informiert. Er kann es auch nicht, denn er kann ja nicht laut rufen: Hallo, alle mal herhören, wir sind dann übrigens erpressbar.
Eine öffentlich zelebrierte Zerstörung ist daher im Sinne der Staatsräson - im Wissen, dass natürlich auch beim zweiten Mal die Unterlagen nicht 'wirklich' verschwinden werden, denn: das glaubt ja im Ernst wohl keiner.
Donnerstag, Mai 28, 2009
Tages-Anzeiger beleidigt Hingis
Der sich gerne sozial und fair gebende Tages-Anzeiger beleidigt in der Online-Ausgabe von heute 28.5.09 Martina Hingis gleich im ersten Interview, das sie seit ihrer Spielsperre gegeben hat, auf übelste Art und Weise.
Die Adresszeile des Interviews von René Stauffer lautet:
http://www.tagesanzeiger.ch/sport/tennis/Ich-habe-halt-Kokain-genommen/story/11559289
Diese suggeriert ein spätes Geständnis von Frau Hingis – der folgende Artikel zeigt dann aber, dass Martina Hingis im Gegenteil eine konditionale Aussage gemacht hat, Zitat:
Ich setze doch nicht meine Karriere aufs Spiel, um noch einmal Wimbledon zu spielen. Als ob ich das nötig hätte! Dabei hätte ich nie ein Problem, es zuzugeben: Ich habe halt Kokain genommen, ich wollte mal wissen, wie das ist. Aber dann mache ich das doch nicht in Wimbledon.
Aus den Worten davor und danach geht klar hervor, dass Martina Hingis auch jetzt einen Kokain-Konsum verneint und nicht im Traum an ein Geständnis denkt, sondern von ihrer Unschuld überzeugt ist.
Damit handelt es sich hier um eine massive Verunglimpfung von Frau Hingis. Frau Hingis hat nicht gestanden, sondern nur ein fiktives Geständnis nachgeäfft. Entweder weiss der Schreiber Dinge, die so bisher in der Oeffentlichkeit nicht bekannt waren, und dann soll er sie nicht 'durch die Blume' in einer Adresszeile sondern klipp und klar veröffentlichen. Oder er weiss nichts, und dann ist diese Adresszeile eine üble Entstellung der Worte Hingis.
Es fällt dann auch auf, wie einige Stunden später der gleiche Artikel, prominent auf der Frontpage an erster Stelle gesetzt, unter einer zweiten Adresse publiziert wird:
http://www.tagesanzeiger.ch/sport/tennis/Hingis-spricht-erstmals-nach-dem-Dopingfall/story/11559289
Beide Adressen geben die identische Publikationszeit an. Ob hier Dummheit oder Böswilligkeit im Spiel sind, bleibt unklar. So oder so jedoch: eine Fehlleistung, die uns sprachlos macht.
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Nico
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00:54
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Mittwoch, Februar 11, 2009
UBS Boni
Die Bonuszahlungen der UBS für 2008 in der Höhe von mehr als 2 Mrd. sFr. trotz des de facto Bankrottes im 10/08 sind Ausdruck einer grotesken Masslosigkeit und eine Bestätigung für das Unvermögen des Staates, erfolgreich unternehmerisch tätig zu werden. Die zur Sicherung des Ueberlebens der Firma gewährten Kredite durch die Schweizerische Nationalbank fliessen offenbar unmittelbar in die Taschen der Angestellten, gedacht als Belohnung für gute Arbeit.
Dabei werden von den Vertretern der Bank zur Rechtfertigung dieses absurden Vorganges die unsinnigsten Argumente zum Besten gegeben. So hört man z.b. unentwegt, zahlreiche Mitarbeiter der Bank hätten gute Arbeit geleistet und deswegen ein Anrecht auf ihre Boni.
Als hätte man sich in einer konkursiten Firma je schon einmal darum gekümmert, ob die Putzfrau gute Arbeit geleistet und Anrecht auf eine Belohnung hat und diese ihr dann auch noch auszahlen würde.
Das ist eine kranke Ueberlegung. Das Gegenteil ist richtig. In einer solchen Situation - am Abgrund, nur noch durch staatliche Hilfe am Leben gehalten, weil ein Konkurs für die Schweiz vernichtende Folgen haben könnte - wird von jedem Mitarbeiter sogar ein freiwilliger Lohnverzicht erwartet; alles andere ist eine Verkennung des Ernstes der Lage, von Boni schon bloss zu sprechen ist der Gipfel der Unverfrorenheit.
Die kläglichen Begründungen von VR-Präsident Kurer lassen nur einen Schluss zu: dieses Management ist in hohem Masse unfähig und muss so schnell wie möglich abgelöst werden.
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Nico
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Sonntag, Januar 11, 2009
Todesfall Spital Aarau - Reaktion
Nach dem Tod einer 4jährigen werden nun im Kantonsspital Aarau ab sofort keine telephonische Anfragen von Eltern wegen ihrer erkrankten Kinder mehr beantwortet.
Was soll man sagen?! Die Verjuristisierung unserer Gesellschaft nimmt ihren Lauf.
Explizit haben verschiedenste von den Medien befragte Experten nach dem tragischen Unglück klar gemacht, dass weder die von vielen Laien geforderten Blutuntersuchungen noch sonst irgendeine Massnahme in diesem Fall vernünftigerweise hätte unternommen werden sollen. Solche Fälle kann es einfach geben.
Es wird auch im bestmöglichen Gesundheitswesen immer wieder zu Todesfällen kommen, denn man kann nicht jedes Kind mit Fieber hospitalisieren, das wäre ein absurd hoher Aufwand. Und man kann auch nicht bei jedem an Fieber erkrankten Kind alle paar Stunden eine Blutentnahme durchführen, das wäre Kinderquälerei.
Und man wird nun alle besorgten Eltern in Zukunft dazu zwingen, ihre Kinder in ein Auto zu packen (das sie gemäss gewisser links-grün ideologisierenden weltfremden Kinderloser nicht fahren dürften) und mit ihnen nachts zu unmöglichen Zeiten eine Notfallstation aufzusuchen und dort Stunden für nichts und wieder nichts rumzusitzen und Kosten zu verursachen.
Das ist leider die stupide Konsequenz von unvernünftiger Berichterstattung und zunehmender Verrechtlichung des Alltages.
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Nico
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Sonntag, Dezember 21, 2008
FDP-Attacke auf Blocher
Die FDP wirft Altbundesrat Christoph Blocher vor, mit seiner Politik "Totengräber der Wirtschaft" zu sein.
Da kann man nur erneut staunen: ja ist denn diese FDP komplett von der Rolle?! Sie zieht ihr 'Selbstbeerdigungsprogramm' ganz offensichtlich ohne Rücksicht auf Verluste durch. In wenigen Jahren wird diese Partei auf nationaler Ebene in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein, es ist kaum zu fassen.
Der eigentliche Totengräber hier ist: die FDP. Sie begräbt sich selbst.
Mittwoch, Dezember 17, 2008
Werbebudget Migros
Die Migros will ihr Werbebudget überdenken.
Das wurde ja auch Zeit! Oder sind Sie ernsthaft schon mal in der Migros etwas einkaufen gegangen, wegen dieser doppelseitigen Inserate in der Tagespresse mit einem um 30 Rappen vergünstigten Pouletbeinchen? Das ist total irrelevante Werbung.
Die Printpresse wird keine Freude haben an diesen Ueberlegungen.
Uebrigens: würde ein Grossverteiler mal seine Papiertaschen vernünftig bedrucken, so dass man diese endlich nicht nur anschauen sondern sogar mögen könnte, so würde sich da eine massiv unternutzte Werbefläche endlich zu dem entwickeln, was sie eigentlich sein sollte: allgegenwärtig, trendy, cool, in. Und nicht schleunigst im Altpapier landen, wie das die meisten Taschen heute tun.
Freitag, Dezember 05, 2008
Todesursache Alex Widmer?
Alle schreiben sie über den unerwarteten Tod des Bankiers Alex Widmer.
Nur niemand, woran er denn gestorben ist. Mit 52 Jahren, das ist ja sehr jung.
An einem Herzinfarkt? Oder Unfall? Oder Suizid? Oder Krebs? Oder Medikamenten?
Schon erstaunlich, diese grassierende political correctness. Die es den Medien erlaubt, intimste Privatheiten von zur Gegenwehr unfähigen Personen des gar nicht so öffentlichen Lebens auf ihren Titelseiten breit zu walzen. Es jedoch verbietet, eine Todesursache einer bekannten und exponierten Person bekannt zu geben. Was ist so privat daran?
Oder ist bei ihm einfach mit genügend Geld für Anwälte und einen Prozess zu rechnen?
Dabei muss man doch Spekulationen schon vor dem ersten Gedanken daran entschieden entgegen treten.
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Nico
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Dienstag, Dezember 02, 2008
Steuern in Deutschland
In Deutschland muss zukünftig jemand, der Steuern in der Höhe von 1 Million Euro nicht bezahlt hat, mit einer längeren Haftstrafe rechnen.
Da sträuben sich einer Schweizerseele aber wirklich alle Haare.
Und wir weisen diskret darauf hin, dass unsere lieben Nachbarn zwar nun Jahrzehnte mustergültig Reue gezeigt und Busse getan haben für vergangene Uebeltaten, dabei es aber verpasst haben, ihren fatalen Hang zum Totalitären an der Wurzel auszurotten. Durch die Hintertüre schleicht sie sich wieder ein, die totale Staatsgläubigkeit, die totale Staatsgewalt.
Wo sind die warnenden Stimmen Deutschlands? Die Geschichte wiederholt sich; noch ist eine Ausreise möglich, wie wir es hier in der Schweiz jeden Tag eindrücklich vor Augen geführt bekommen.
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Nico
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Sonntag, Oktober 12, 2008
Giacobbo/Müller - gähn
Wer sagt es eigentlich endlich einmal laut, dass die beiden Satiriker in ihrer sonntäglichen Sendung zum Einschlafen hölzern und langweilig sind, immer schon waren. Seit Jahren versuchen wir immer wieder mal, durch die medial kolportierte Begeisterung inspiriert, an diesen Giacobbo-Sendungen Vergnügen zu finden, es gibt ja sonst keine humoristischen Alternativen im Schweizer TV. Aber die Pointen im Lifeprogramm sind so was von holperig und offensichtlich einstudiert. Einzig die eingespielten Clips sind lustig und immer wieder köstlich subversiv, aber die Talkshow kann man rauchen.
Donnerstag, September 18, 2008
Bankier Mirabauds Schnauz
Pierre Mirabaud, der in seiner Wortwahl nicht immer ganz glückliche Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, äussert sich mit beruhigend gemeinten Bekundungen zur aktuellen Krise der Banken.
Nun, uns interessiert schon lange, wie Mirabaud in einem Business, in dem der gut sitzende Anzug und die korrekt gebundene Kravatte zu den elementaren Ueberlebensrequisiten gehören, über Jahre ein so subversives Stück wie seinen Zwirbelschnauz über die Runden zu retten vermocht hat.
Denn, in der einschlägigen Literatur wie auch den Filmen Hollywoods ist ein solcher Schnauz ja DAS Erkennungsmerkmal des notorisch präkonkursiten Geschäftemachers.
Köstlich also, wie uns dieser Fleisch gwordene Typus Zuversicht einzuflössen sucht - es fehlt bloss noch der Zylinder. Aus dem er dann noch einige fette Hasen zaubern darf, damit wir alle satt werden, auch wenn die UBS vielleicht ihren letzten Schnaufer getan haben sollte.
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Nico
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Samstag, August 23, 2008
Samstagsrundschau - unfähige Journalisten
Radio DRS, Samstagrundschau.
Eine halbe Stunde steht Bundesrat Leuenberger dem Journalisten Dieter Kohler zur Verfügung.
Und er bringt es fertig, ihn nochmals zur Affäre Nef und dann wieder zur Endlosplatte "Stimmung im Bundesrat" und Kuschelkurs und fehlende SVP und Widmer-Schlumpf zu befragen - und dabei fällt kaum ein Wort zu den wichtigen Dossiers von Bundesrat Leuenberger.
Was passiert in der Frage des Fluglärmstreits? Wie wird unsere Energieversorgung in Zukunft aussehen? Was ist im Bereich Verkehrspolitik zu erwarten, wieso hängt man so schwachsinnigen Ideen wie z.B. Strassenzöllen an?
Für ein paar mickrige Fragen zur LSV reicht es, und zum Erörtern der Wischi-Waschi Konzepte in Sachen Klimapolitik, der letzte Bereich wo Schweizer Politik irgendetwas Nachhaltiges bewirken wird, und für eine Schwachsinnsfrage zum Thema "Botellon", als wäre das eine Frage, die einen Bundesrat zu beschäftigen hätte.
Ein Paradebeispiel für die fatalen Auswirkungen der bescheuerten Fixierung auf Personelles und Persönliches. Man soll endlich aufhören mit diesen läppischen Personaldiskussionen und wieder Sachpolitik betreiben, wir sind diese nichtssagenden Diskussionen müde!
Die Journalisten sollen gefälligst die Politiker auf ihre Positionen in Sachfragen nageln, nicht auf die immergleichen unseligen Schwachsinnsthemen im Stil von "Sesselkleber,...wann treten Sie zurück?" So machen sich Journalisten leider überflüssig!
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Nico
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Dienstag, Juli 15, 2008
Aerzte und Medikamente
Aerzte machen das grosse Geld mit dem Verkauf von Medikamenten, so heute Preisüberwacher Strahm, NZZ und Tagesanzeiger online geben es zum Besten. Zudem scheint es üblich zu sein, das Gelder in Form von Kickbacks fliessen, was allerdings nicht belegt wird.
Und wir sagen: die armen Aerzte, fast tun sie einem ein wenig leid. Wenn es tatsächlich so ist, dass sie gross an Medikamenten verdienen, dann ahnen wir, wie es zum viel beschworenen Aerztemangel kommen könnte. Von irgend etwas müssen die ja auch leben. Apotheken sind ganz offensichtlich viel lukrativer...
Gibt es übrigens auch bei Apotheken Kickbacks, Herr Strahm...?
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Nico
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Donnerstag, Juli 03, 2008
Soldat und Zecken
Schweizer Soldaten seien letzte Nacht in einer Uebung von Zecken gebissen worden, sie würden ärztlich betreut. So der Tagesanzeiger online.
Mit Verlaub, eine solche Meldung ist absurd. Quo vadis Armee, kann man da nur sagen! Und auch ein wenig quo vadis Tagesanzeiger? Als nächstes werden wir den täglichen Mückenstichrapport lesen müssen.
Nachtrag spätabends: nun berichtet auch das Schweizer Radio davon. Es muss saure Gurkenzeit sein.
Und..., da sind einige Relationen in Sachen Gewichtung der Ereignisse auf eine Art und Weise verschoben, die einen schon ein wenig zweifeln lassen.
Während der Tagesanzeiger in seiner Papierausgabe heute 3.7.08 einen Artikel abdruckt, in dem irgendein Egghead Israel der irrationalen Iranophobie bezichtigt - Iran, ein Land dessen Exponenten sich seit Jahren auszeichnen durch die monströse Forderung, Israel zu vernichten und die dies nicht nur fordern sondern offensichtlich alles daran setzen, Atomwaffen und Trägerraketen mit immer grösserer Reichweite zu produzieren - während also Israel im Kampf um seine Existenz die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen wird, hören wir uns in unseren Medien an, wie CH-Soldaten tapfer gegen Zecken kämpfen und sich nach nächtlichem 'Gefecht' im Lazarett ihre Wunden lecken.
Ja verdammt nochmal, wo sind wir denn hier...?
Und an die Tagesanzeiger Crew: haben Sie nicht wenigstens Ihren Frisch gelesen, B und B? Was der Iran heute macht und wie der Westen darauf reagiert ist eine 1 zu 1 Umsetzung von Max Frischs Stück.