Der Oelpreis mache den Fluggesellschaften zu schaffen und sei der Grund für die Insolvenz zahlreicher Anbieter, so berichtet unter anderen die NZZ online.
Wir lesen ja auch schon seit Monaten, bald Jahren, auf jedem Flugangebot, wieviel der Treibstoffzuschlag betragen soll.
Und wir sagen: das ist alles Quatsch. Die sollen endlich aufhören mit diesem bescheuerten Zuschlaggetue. Eben erst wurde den Reiseanbietern von den Behörden endlich verboten, den wahren Preis einer Reise immer erst im Kleingedruckten preiszugeben und noch immer können sie es nicht lassen, mit dieser Preisstückelung.
Es interessisert doch keinen Kunden dieser Welt, ob sein Flugticket nun wegen dem Kerosin oder den Sandwiches oder den Uniformen der Piloten oder wegen was auch immer seinen Preis hat, sondern was den Passagier interessiert ist: der Preis.
Und wir sagen auch: wenn Fluggesellschaften Konkurs gehen, dann tun sie das,
- weil das Flugbusiness seit Jahren eine absurd intransparente Preispolitik pflegt.
- Weil man als Kunde beim Kauf eines Tickets stupideste Hürden in den Weg gestellt bekommt.
- Weil man nicht kurzfristig buchen kann.
- Weil man ein einmal gekauftes Ticket fast nicht mehr los wird, wenn man doch nicht fliegen will.
- Weil auch heute noch einfache Flüge mehr kosten als Hin- und Rückflüge, eine Idiotie!
- Weil man am Internet nach wie vor kaum selber übersichtlich Preise vergleichen kann.
- Weil Flüge halb leer sind, für die man nur knapp noch einen angeblich letzten Platz bekommen hat.
- Weil man sich als Vielflieger auch heute noch am Schalter z.b. der Swiss oder der American Airlines den Mund fuselig schwatzen kann, aber hat man seine Frequent Flyer Karte nicht dabei, finden die armen Angestellten am Check-In im Normalfall nicht heraus, wie unsere Vielfliegernummer lautet, von einem automatischen Anrechnen der Meilen beim Einchecken wagen wir ja nicht einmal zu träumen. Schlimmer ist nur noch die Schweizer AHV mit den lächerlichen Papierausweisen, die man hin- und herschickt.
Jeder, der ab und zu fliegt, weiss, dass man da noch viel verbessern kann. Es wird Zeit, dass die Schlafmützenairlines, die von den Oelpreisveränderungen überrascht werden, endlich den Laden dicht machen müssen.
Dienstag, Juli 08, 2008
Oelpreis, Airlines und Misswirtschaft
Freitag, Oktober 12, 2007
Absurde Flughafentaxen
Ein Flug von Zürich nach Danzig mit Umsteigen in München kostet z.B. 580.- sFr. plus 250.- Flughafentaxen.
Die Entwicklung der europäischen Flughafentaxen in den letzten Jahren ist absurd. Flüge mit einmal Umsteigen in Europa, was angesichts der Netzwerke bzw. Airlineverbünde immer häufiger notwendig wird, weisen regelmässig Flughafentaxen von 250.- bis 300.- sFr. auf.
Das ist eine Unsitte - und geschäftsschädigend für sämtliche Beteiligten, die Flughafenbetreiber inklusive. Bei der nächsten Rezession werden Flughäfen Konkurs gehen, bzw. dann ihre Staatsgarantien in Anspruch nehmen, womit wir Steuerzahler den ganzen überflüssigen Duty-free-Shopping-Erlebnis-Kladderadatsch bezahlen müssen. Ein Aergernis!
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Nico
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Labels: Alle, Flughafen, Flugtaxen, Kloten, Schweiz, Wirtschaft
Mittwoch, März 15, 2006
Der Flughafen als Konsumtempel
Der Flughafen als Konsumtempel, und Zuerich Kloten habe seine Hausaufgaben gemacht? (Artikel im Tagesanzeiger vom 15.3.2006) Dass ich nicht lache!
Einkaufen? Wer will dort einkaufen gehen? Wer will schon kilometerlange Umwege über Schicki-Micki-Marmor, überteuerten 'Duty-free'-Ramsch und gähnend leere Transithallen? Günstig und pünktlich Fliegen will der Kunde!
Es ist total bemühend, wie weltweit die Flughafentaxen ins Unermessliche steigen. Muss ich bei einem Flug ab Zürich einmal umsteigen in Europa, z.B. London, Paris oder Amsterdam, so kostet ein günstiger USA-Flug momentan 350.- plus nochmals 300.- Taxen dazu, das ist doch frech!
Mich würde interessieren, wie gross die Verluste der Airlines und Flughafenbetreiber sind, die auf die unglaublich hohen Umsteigegebühren zurückzuführen sind. Und wer diese unsinnigen Strategien entwickelt hat und wie lange es noch dauert, bis die Strategen Einsicht haben.
A.T. Kearney heisst diese Beratungsfirma? Ich würde denen keinen Rappen zahlen, in 10 Jahren gibt's die nicht mehr. Eine vernünftige Strategie umfasste doch folgende Dinge: Pünktlichkeit! Pünktlichkeit! Pünktlichkeit! Möglichst viele Verbindungen. Möglichst viele Billiglinien, z.B. Easy Jet in Zürich! Kurze Umsteigewege und -zeiten. Rascher Check-In, auch noch kurz vor Abflug. Keine Warteschlangen vor Sicherheitskontrollen und Schluss mit Schuhe ausziehen und im Handgepäck rumwühlen und so, man muss sich da doch mal was einfallen lassen. Verständliche Informationen. Problemloses Buchen sämtlicher Flüge per Internet. Günstige Langzeitparkplätze. Gute Anbindung an öffentlichen Verkehr. Und: Ausgesucht freundliches und kompetentes Personal (in Zürich noch das beste von dieser Liste, zusammen mit Anbindung an OeV). - Aber doch nicht so eine läppische Konsumstrategie!
Aber am Ende der Geschichte steht ja dann leider nicht der Konkurs als gerechte Strafe sondern die Deckungsgarantie durch den Staat und die Steuerzahler! Und ein paar Berater haben sich wieder eine goldene Nase verdient.