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Freitag, September 14, 2007

Wuffli - Kurs der UBS Aktie

Man kann Peter Wuffli nun doch ein wenig gratulieren zum Timing seines gewollt ungewollten Abgangs Anfang Juli 07, denn seither fällt der Kurs der UBS-Aktie.

Oder sind nun bloss Aufräumarbeiten im Gang, nach denen der Kurs umso glänzender in die Höhe schnellen wird? Irgendjemand scheint fest daran zu glauben und hat heute für mehr als 10 Millionen sFr. Optionen (UBSND) auf UBS-Aktien gekauft, Ende der Laufzeit im März 2008. Der Kurs der Aktie müsste dann wenigstens bei oder über ca 65.- sFr. liegen, damit der Käufer etwas verdient.

Je 18 der heute gekauften Optionsscheine berechtigen zum Bezug einer UBS-Aktie. Bei einem Volumen von über 26 Millionen UBSND wären das dann wenigstens 1.46 Millionen UBS-Aktien.

Ein Blick in die Liste der heutigen Transaktionen an der SWX zeigt, dass auch mindestens 1 Million UBS-Aktien in einigen wenigen grossen Aufträgen à 100'000 bis 500'000 Aktien den Besitzer gewechselt haben. Da letztlich der Emitent der Option UBSND den Basistitel auch zur Verfügung stellen müsste, war der Käufer dieser Aktienpakete heute möglicherweise die Deutsche Bank.

Joe Ackermann scheint trotz seiner Kritik an gewissen Marktteilnehmern an die Risikokontrolle im Hause UBS zu glauben. Hoffentlich hat sie auch in seinem Haus gespielt, die Kontrolle.

Wuffli gibt ja wohl momentan keine eigenen Optionen aus sondern macht noch Familien-Shabbes.

Dienstag, Juli 10, 2007

UBS: "Entlassung" von CEO Wuffli

Dass das Verhältnis von VR Präsident Ospel zu CEO Wuffli demjenigen von Chef zu Sekretär entsprach, war von Anfang an eine Blickdiagnose, gestellt nach 2 Sekunden.

Ausserdem stagniert der Kurs der UBS-Aktie da, wo er vor 1 Jahr schon war, der Kurs der Konkurrentin CS ist hingegen deutlich gestiegen.

Kein Wunder, musste er gehen, es war bloss eine Frage der Zeit.

Dienstag, April 12, 2005

Junk Bond Nestlé?

Der CEO von Nestlé, Peter Brabeck, droht seinen Aktionären offensichtlich mit Rücktritt für den Fall, dass sie ihn nicht nach seinen Vorstellungen auch als Vorsitzenden des Verwaltungsrates bestätigen. Das ist ein Affront, denn es findet hier eine Umkehrung der Verhältnisse statt. Rechtmässiger Besitzer von Nestlé und damit befugt, die Bedingungen zu diktieren, ist nicht Brabeck, sondern sind die Aktionäre.

Nun, wie kommt Herr Brabeck zu seiner Auffassung? Es lassen sich verschiedene Spekulationen anstellen:

Herr Brabeck geht davon aus, dass er aus Sicht der Aktionäre zur Zeit unersetzbar ist. Ist das auch seine Sicht? Heisst das, dass er keinen Nachfolger aufgebaut hat? Hat er tatsächlich diesen bei unreflektiertem Ausleben des Machtinstinktes häufigen Fehler begangen?

Was denkt Herr Brabeck über seine Aktionäre? Allzu viel ‚Leadership’ scheint er ihnen nicht zuzutrauen. Kann man mit Pensionskassen umspringen wie man will? Es zeigt sich je länger desto mehr: die erzwungene Anhäufung von Geld, das irgendwelche Angestellte nach ihrem Gutdünken anzulegen und zu mehren suchen, ist ein Unding. Vermögenswerte gehören in die Hände ihrer Besitzer, nicht in die Hände von Verwaltern, sonst droht Verlust.

Welche Rolle spielt der jetzige Verwaltungsratspräsident, Rainer Gut? Er muss einverstanden sein mit dem Vorgehen Brabecks. Hat er es ihm gar nahegelegt? Verbleibt so Gut auch im Ruhestand ein Teil seines Einflusses? Welches Motiv bewegt ihn? Steht Brabeck unter Druck? Gibt es etwas zu verbergen? Soll ein ‚neuer Besen’ und eine dann mögliche ‚Frühlingsputzete’ verhindert werden?

Druckversuche wie diese sollten uns inzwischen hellhörig machen!

Auch das Undenkbare muss gedacht werden, wie uns der Blick auf die jüngste Schweizer Wirtschaftsgeschichte lehrt.

Empfehlung: den Jahresabschluss und da insbesondere allfällige Veränderungen der Konzernstruktur von Nestlé genau unter die Lupe nehmen.