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Mittwoch, Dezember 17, 2008

Werbebudget Migros

Die Migros will ihr Werbebudget überdenken.

Das wurde ja auch Zeit! Oder sind Sie ernsthaft schon mal in der Migros etwas einkaufen gegangen, wegen dieser doppelseitigen Inserate in der Tagespresse mit einem um 30 Rappen vergünstigten Pouletbeinchen? Das ist total irrelevante Werbung.

Die Printpresse wird keine Freude haben an diesen Ueberlegungen.

Uebrigens: würde ein Grossverteiler mal seine Papiertaschen vernünftig bedrucken, so dass man diese endlich nicht nur anschauen sondern sogar mögen könnte, so würde sich da eine massiv unternutzte Werbefläche endlich zu dem entwickeln, was sie eigentlich sein sollte: allgegenwärtig, trendy, cool, in. Und nicht schleunigst im Altpapier landen, wie das die meisten Taschen heute tun.

Samstag, Februar 23, 2008

Bellevue: eine Plakatwand weniger

Die Renovation des ehemaligen Kino Bellevue scheint nun, nach dem der frühere Termin von Ende 2007 nicht eingehalten werden konnte, doch zu einem Abschluss zu kommen. In den letzten Tagen verschwand das Baugerüst etagenweise.

Damit werden wir in Zukunft wieder eine wunderbar renovierte Fassade geniessen dürfen, anstatt der übergrossen H&M-Plakate und dergleichen.

Wir wundern uns schon lange, wie das eigentlich so läuft mit den Bewilligungsverfahren für solche grosse Werbeflächen. Wer an seinem Haus nur eine klitzekleine kosmetische Veränderung vornehmen will, hat oft nichts zu lachen, angesichts der restriktiven Handhabung der Gesetze. Hingegen scheint es völlig problemlos möglich zu sein, ein Baugerüst während Jahren mit nicht immer nur ansehlichen Werbebotschaften zu überziehen, die das Stadtbild z.T. massiv beeinträchtigen.

Wer profitiert da wohl von wem...?

Freitag, Januar 25, 2008

Schaufenster zum das Fürchten lernen...

Woher stammt eigentlich die Marotte, Schaufenster von Confiserien, Bäckereien, Schoko-Boutiquen und anderen Verkaufseinrichtungen von Schokolade mit farbigen Plastikblumen zu schmücken?

Es sieht doch scheusslich aus. Als hätten wir immer Ostern. Wie kommt man auf so etwas? Verkauft man damit mehr Pralinen? - Für uns jeweils ein Grund, uns nochmals zu überlegen, ob wir nun wirklich da hinein müssen, um Schokolade zu kaufen, oder ob es nicht auch anders geht.

Montag, Dezember 24, 2007

Bierwerbung auf Tram in Zürich

Seit einigen Jahren lassen die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ), also ein Unternehmen der öffentlichen Hand, das Steuergelder in grossem Umfang erhält, einzelne Trams unter einem Thema von öffentlichem Interesse durch dich Stadt fahren. So z.B. auch eine Zeit lang ein Gesundheitstram.

Nun ist aber offensichtlich den Verantwortlichen für diese Aktionen der Faden gerissen, anders kann man sich nicht erklären, dass nun eines der Tram unübersehbar grossflächig Werbung für Bier machen darf.

Und dies notabene, wo sich die Erkenntnis endlich auch zu den Betreibern der Stadien durchgerungen hat, dass die enthemmende Wirkung von Alkohol einer der wesentlichen Auslöser für den gefürchteten Hooliganismus bei Fussballanlässen darstellt. Es besteht eine lineare Beziehung zwischen dem Bierkonsum und dem Sicherheitsrisiko für Match-Besucher wie auch Unbeteiligte. Die nationale Arbeitsgruppe "Alkoholprävention EURO 2008" empfiehlt z.B., auf gut sichtbare öffentliche Werbung zu verzichten. Auch die UEFA hat ganz klar Position bezogen.

Deshalb werden im und um die Stadien Alkohol-Verbote ausgesprochen, ein an und für sich sehr restriktiver Eingriff in die Gewerbefreiheit - und gleichzeitig lässt die Stadt Zürich mindestens ein halbes Jahr ein Tram herumfahren, das jeden auf Bier gluschtig machen soll, Kinder und Jugendliche inklusive. Ihre Idole mit "Vorbildfunktion" kicken den Ball über die Tramwände, dass der Bierschaum nur so zischt, die Assoziation ist offensichtlich.

Wenn das nicht pervers ist, was denn sonst? Auf jeden Fall ist es Ausdruck von Gier und Dummheit. Man kann nicht aufhören mit Kopfschütteln.

Samstag, August 04, 2007

Computergames / Videogames - Szenarium eines angekündigten Grauens

Regelmässige Trainingseinheiten im Simulator sind weltweit Standard für Linienpiloten der Airlines. Niemand würde ihren Sinn in Frage stellen, zu offensichtlich ist der Nutzen.

Kinder eignen sich im Spiel erwachsene Verhaltensweisen an - das ist so, seit es Menschen gibt. Kein seriöser Psychologe, der dies bezweifelte.

Verhaltenstherapie ist die messbar erfolgreichste Behandlungsform in der Psychiatrie.

Die Militärs weltweit bemühen sich, das Training ihrer Soldaten mittels möglichst realistischer Szenarien und dem Einsatz von Simulatoren immer näher an die Wirklichkeit der Gefechtssituation heranzuführen. Einmal gedrillt, sind die Soldaten in der Lage zu töten, ohne zu Denken.

Und nun sollen die Schiessereien und Gemetzel und was da sonst noch an übelstem, menschenverachtenden Verhalten täglich 100'000fach vor dem Bildschirm geübt wird, bis die Jungen und Mädchen die entsprechenden Verhaltensweisen sogar im Schlaf beherrschen, nun soll ausgerechnet diese massive Programmierung und Umcodierung menschlichen Verhaltens ohne Folgen bleiben?

Wie man einen solchen Unsinn aufrechterhalten kann, bleibt schleierhaft. Uns graut vor dem Tag, an welchem diese Automatismen ihr natürliches Ventil finden werden. Noch könnte Einhalt geboten werden.