Radio DRS, Samstagrundschau.
Eine halbe Stunde steht Bundesrat Leuenberger dem Journalisten Dieter Kohler zur Verfügung.
Und er bringt es fertig, ihn nochmals zur Affäre Nef und dann wieder zur Endlosplatte "Stimmung im Bundesrat" und Kuschelkurs und fehlende SVP und Widmer-Schlumpf zu befragen - und dabei fällt kaum ein Wort zu den wichtigen Dossiers von Bundesrat Leuenberger.
Was passiert in der Frage des Fluglärmstreits? Wie wird unsere Energieversorgung in Zukunft aussehen? Was ist im Bereich Verkehrspolitik zu erwarten, wieso hängt man so schwachsinnigen Ideen wie z.B. Strassenzöllen an?
Für ein paar mickrige Fragen zur LSV reicht es, und zum Erörtern der Wischi-Waschi Konzepte in Sachen Klimapolitik, der letzte Bereich wo Schweizer Politik irgendetwas Nachhaltiges bewirken wird, und für eine Schwachsinnsfrage zum Thema "Botellon", als wäre das eine Frage, die einen Bundesrat zu beschäftigen hätte.
Ein Paradebeispiel für die fatalen Auswirkungen der bescheuerten Fixierung auf Personelles und Persönliches. Man soll endlich aufhören mit diesen läppischen Personaldiskussionen und wieder Sachpolitik betreiben, wir sind diese nichtssagenden Diskussionen müde!
Die Journalisten sollen gefälligst die Politiker auf ihre Positionen in Sachfragen nageln, nicht auf die immergleichen unseligen Schwachsinnsthemen im Stil von "Sesselkleber,...wann treten Sie zurück?" So machen sich Journalisten leider überflüssig!
Samstag, August 23, 2008
Samstagsrundschau - unfähige Journalisten
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Nico
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Dienstag, Juli 08, 2008
Oelpreis, Airlines und Misswirtschaft
Der Oelpreis mache den Fluggesellschaften zu schaffen und sei der Grund für die Insolvenz zahlreicher Anbieter, so berichtet unter anderen die NZZ online.
Wir lesen ja auch schon seit Monaten, bald Jahren, auf jedem Flugangebot, wieviel der Treibstoffzuschlag betragen soll.
Und wir sagen: das ist alles Quatsch. Die sollen endlich aufhören mit diesem bescheuerten Zuschlaggetue. Eben erst wurde den Reiseanbietern von den Behörden endlich verboten, den wahren Preis einer Reise immer erst im Kleingedruckten preiszugeben und noch immer können sie es nicht lassen, mit dieser Preisstückelung.
Es interessisert doch keinen Kunden dieser Welt, ob sein Flugticket nun wegen dem Kerosin oder den Sandwiches oder den Uniformen der Piloten oder wegen was auch immer seinen Preis hat, sondern was den Passagier interessiert ist: der Preis.
Und wir sagen auch: wenn Fluggesellschaften Konkurs gehen, dann tun sie das,
- weil das Flugbusiness seit Jahren eine absurd intransparente Preispolitik pflegt.
- Weil man als Kunde beim Kauf eines Tickets stupideste Hürden in den Weg gestellt bekommt.
- Weil man nicht kurzfristig buchen kann.
- Weil man ein einmal gekauftes Ticket fast nicht mehr los wird, wenn man doch nicht fliegen will.
- Weil auch heute noch einfache Flüge mehr kosten als Hin- und Rückflüge, eine Idiotie!
- Weil man am Internet nach wie vor kaum selber übersichtlich Preise vergleichen kann.
- Weil Flüge halb leer sind, für die man nur knapp noch einen angeblich letzten Platz bekommen hat.
- Weil man sich als Vielflieger auch heute noch am Schalter z.b. der Swiss oder der American Airlines den Mund fuselig schwatzen kann, aber hat man seine Frequent Flyer Karte nicht dabei, finden die armen Angestellten am Check-In im Normalfall nicht heraus, wie unsere Vielfliegernummer lautet, von einem automatischen Anrechnen der Meilen beim Einchecken wagen wir ja nicht einmal zu träumen. Schlimmer ist nur noch die Schweizer AHV mit den lächerlichen Papierausweisen, die man hin- und herschickt.
Jeder, der ab und zu fliegt, weiss, dass man da noch viel verbessern kann. Es wird Zeit, dass die Schlafmützenairlines, die von den Oelpreisveränderungen überrascht werden, endlich den Laden dicht machen müssen.
Donnerstag, Juli 03, 2008
Gekröpfter Nordanflug: gekröpfter Bundesrat
Was gekröpft heisst, weiss ja kaum jemand. Der Ausdruck suggeriert so dem breiten Publikum, dass es sich hier um eine Diskussion für Eingeweihte handelt.
Nun weiss man aber auch als Nichtexperte ohne allzu langes Nachforschen, dass der Anflug von Norden auf den Flughafen Zürich die Variante mit der weitaus geringsten Belastung für die Bevölkerung wäre, und dass dieser Anflug von den Schweizerischen Behörden nun aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt wird und dass man das auch vor einem Jahr schon hätte sagen können, dass es schliesslich so kommen wird, weil das BAZL letztlich dem Bundesrat untersteht und weil dieser so links politisiert, wie es trotz rechtsbürgerlicher Mehrheit nur gerade geht - eben: gekröpft - und weil es daher politisch folgerichtig ist, die Schweizer, wo nötig auch mit sanftem Zwang, dazu zu bringen, ihre Souveränität Schritt für Schritt an den Europäischen Zentralstaat abzugeben.
Denn wer links denkt, denkt hierarchisch, zentralistisch, kollektivistisch, das ist der Kern des autoritären, gleichmacherischen sozialistischen Gesellschaftsverständnis. - Der Gedankengang ist Ihnen zu kompliziert? Ein wenig Nachhilfe: ein paar krachende Düsenmaschinen über Zürichs Gärten erinnern uns daran, wie wir ausserhalb der EU ach so wenig zu sagen haben. 'Wären wir EU-Bürger, würde uns das nicht passieren.' Das ist des Pudels Kern.
Und wir empfehlen wieder einmal: man soll doch einmal in Analogie zu den Trauerspielen in der Zvilluftfahrt und bei den SBB auch die Bewirtschaftung und Kontrolle unserer Atomkraftwerke in den medialen Fokus stellen, denn alle diese Bereich unterstehen dem selben Bundesrat, Moritz Leuenberger.
Dem Gesetz der Serie zu Folge schwant uns Böses.
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Nico
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Freitag, Oktober 12, 2007
Absurde Flughafentaxen
Ein Flug von Zürich nach Danzig mit Umsteigen in München kostet z.B. 580.- sFr. plus 250.- Flughafentaxen.
Die Entwicklung der europäischen Flughafentaxen in den letzten Jahren ist absurd. Flüge mit einmal Umsteigen in Europa, was angesichts der Netzwerke bzw. Airlineverbünde immer häufiger notwendig wird, weisen regelmässig Flughafentaxen von 250.- bis 300.- sFr. auf.
Das ist eine Unsitte - und geschäftsschädigend für sämtliche Beteiligten, die Flughafenbetreiber inklusive. Bei der nächsten Rezession werden Flughäfen Konkurs gehen, bzw. dann ihre Staatsgarantien in Anspruch nehmen, womit wir Steuerzahler den ganzen überflüssigen Duty-free-Shopping-Erlebnis-Kladderadatsch bezahlen müssen. Ein Aergernis!
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Nico
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Dienstag, August 14, 2007
Fluglärm - wirklich?
Fluglärmgegner betonen, dass zur Senkung des Fluglärms vor allem auch die Zahl der Flugbewegungen reduziert werden müsse.
Wir erinnern uns. Da gab es doch einmal Flugzeuge wie die Caravelle, oder die DC-8. Waren die nicht beträchtlich lauter und störender als alles, was heute so den Flughafen Zürich Kloten anfliegt?
Es wäre interessant, einmal die Entwicklung des Fluglärms in Flughafennähe in den letzten 40 Jahren anzusehen. Wahrscheinlich haben die Frequenzen zu- dafür aber die Intensität abgenommen. Welcher Effekt ist wichtiger?
Man kann sich gut vorstellen, dass pausenloser Lärm das "Wohlbefinden erheblicher stört" (Wortlaut im USG, Art. 15 .pdf), als Lärm mit Pausen. Allerdings auch, dass durch den technischen Fortschritt Triebwerkslärm vielleicht einmal so weit reduziert werden kann, bis er irgendwann nicht mehr wahrgenommen werden wird.
Offensichtlich ist die Art der Messung bzw. die Definition der Immissionsgrenzwerte durch den Gesetzgeber entscheidend. (Bund, Kanton Zürich; Fluglärmgegner)
Wer will die Unterschiede der Methoden verstehen? Wollen die Fluglärmgegner eine Aenderung der bestehenden Gesetze erreichen, so wäre ein probates Mittel whs. ein Dokumentarfilm im Fernsehen zu bester Stunde.
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Nico
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Mittwoch, Juli 25, 2007
Südanflug auf den Flughafen Zürich Kloten
Sind Sie schon einmal von Süden her in Zürich gelandet?
Haben Sie's gewusst? Ein Leckerbissen! Kein Anflug nach Zürich ist für den Passagier der Grossraumflugzeuge spektakulärer als der von Süden. Auf dem Heimweg von z.B. New York, nach kurzer Nacht, noch im Mondschein oder auch schon im warmen Licht der Morgendämmerung - "cabin crew, landing in two minutes" - kreuzt die Maschine in einer Linkskurve nach Norden die gleissende Krümmung des Obersees, aus den Fenstern rechts noch der 1000-Dollar-Blick auf die Alpen, auf der linken Seite die atemberaubende Sicht über den Damm, Rapperswil, dann den unteren See und kurz den Lichterkessel der fernen 'Downtown', dann geht es über den Pfannenstiel der "Goldküste" entlang, die Räder werden rumpelnd ausgefahren, nun gilt es, einen Sitz auf der linken Seite zu besetzen, und der Blick fällt der Reihe nach auf die Gemeinden des "Schattenufers", immer dichter besiedelt, bis schliesslich grandios Enge, Quaibrücke mit Bellevue und die Kirchen vor dem Fenster durchflitzen, und im gleichen Herzschlag, man denkt noch, "das ist Zürich!", macht man einen Hupfer über den Berg der Begüterten, weiss Schwamendingen unter dem Triebwerk, und schon quietschen die Bremsen, welcome at Unique Zurich Airport, welcome home.
Welche Begrüssung für Besucher könnte repräsentativer sein als ein Südanflug? Aus touristischer Perspektive sollte Zürich nur noch so angeflogen werden.
Mittwoch, März 15, 2006
Der Flughafen als Konsumtempel
Der Flughafen als Konsumtempel, und Zuerich Kloten habe seine Hausaufgaben gemacht? (Artikel im Tagesanzeiger vom 15.3.2006) Dass ich nicht lache!
Einkaufen? Wer will dort einkaufen gehen? Wer will schon kilometerlange Umwege über Schicki-Micki-Marmor, überteuerten 'Duty-free'-Ramsch und gähnend leere Transithallen? Günstig und pünktlich Fliegen will der Kunde!
Es ist total bemühend, wie weltweit die Flughafentaxen ins Unermessliche steigen. Muss ich bei einem Flug ab Zürich einmal umsteigen in Europa, z.B. London, Paris oder Amsterdam, so kostet ein günstiger USA-Flug momentan 350.- plus nochmals 300.- Taxen dazu, das ist doch frech!
Mich würde interessieren, wie gross die Verluste der Airlines und Flughafenbetreiber sind, die auf die unglaublich hohen Umsteigegebühren zurückzuführen sind. Und wer diese unsinnigen Strategien entwickelt hat und wie lange es noch dauert, bis die Strategen Einsicht haben.
A.T. Kearney heisst diese Beratungsfirma? Ich würde denen keinen Rappen zahlen, in 10 Jahren gibt's die nicht mehr. Eine vernünftige Strategie umfasste doch folgende Dinge: Pünktlichkeit! Pünktlichkeit! Pünktlichkeit! Möglichst viele Verbindungen. Möglichst viele Billiglinien, z.B. Easy Jet in Zürich! Kurze Umsteigewege und -zeiten. Rascher Check-In, auch noch kurz vor Abflug. Keine Warteschlangen vor Sicherheitskontrollen und Schluss mit Schuhe ausziehen und im Handgepäck rumwühlen und so, man muss sich da doch mal was einfallen lassen. Verständliche Informationen. Problemloses Buchen sämtlicher Flüge per Internet. Günstige Langzeitparkplätze. Gute Anbindung an öffentlichen Verkehr. Und: Ausgesucht freundliches und kompetentes Personal (in Zürich noch das beste von dieser Liste, zusammen mit Anbindung an OeV). - Aber doch nicht so eine läppische Konsumstrategie!
Aber am Ende der Geschichte steht ja dann leider nicht der Konkurs als gerechte Strafe sondern die Deckungsgarantie durch den Staat und die Steuerzahler! Und ein paar Berater haben sich wieder eine goldene Nase verdient.