Die Italiener wollen den Tessiner Finanzplatz austrocknen, steht so z.B. in der NZZ online heute.
Aber der Schuss könnte hinten herauskommen. Wenn nämlich Italien oder auch irgendein anderes unserer Nachbarländer anfängt, seine eigenen Bürger zu drangsalieren, werden sich die Vermögenden unter ihnen überlegen, ob sie nicht doch mal so richtig Auslandluft schnuppern wollen.
Zu Zeiten des Terrorismus der Roten Brigaden sind ganze Familien von Italien ins Tessin und nach Genf umgezogen. Das wird bei dieser Form des "Staatsterrors" nicht anders sein. In der Summe wird so Italien eher Steuerzahler verlieren als gewinnen, das lässt sich jetzt schon sagen. Die Schweizer sollten die Gelegenheit nutzen für eine Werbekampagne in Italien. Die Grenzen sind ja offen, jeder EU-Bürger kann zu uns kommen, mitsammt seinem Gepäck...
Mittwoch, Oktober 28, 2009
Italien jagt Schweizer Banken
Eingestellt von
Nico
um
08:46
0
Kommentare
Labels: Denkfehler, EU, Europa, Italien, Schweiz, Staat, Steuern
Montag, Dezember 22, 2008
USA: Einreiseschikanen
Die USA führen klammheimlich die Visumspflicht für europäische und andere Besucher wieder ein. Vorerst noch ohne Gebühren, bald werden diese jedoch folgen, wir sind da zuversichtlich.
Wir dürfen also in Zukunft die Volltrottel-Frage, ob wir Mitglied einer terroristischen Vereinigung sind (Sie stutzen? - Aha, Sie haben noch nie einen dieser grünen Visa Waiver ausgefüllt), schon Tage vor einer Reise am Internet beantworten. Spontane Flüge werden verunmöglicht, denn die Daten müssen mindestens 3 Tage vor der Reise eingereicht werden. Wenigstens ist eine einmal erteilte Bewilligung für 2 Jahre gültig, so ist für Folgereisen doch wieder eine gewisse Flexibilität gegeben.
Nun, die Brasilianer haben uns vorgemacht, wie man mit solchen amerikanischen Grosssmachtallüren umgehen muss: do ut des. Werden die Europäer für Reisen von Amerikanern in den Schengenraum das gleiche verlangen, so wird der Spuk rasch enden. Denn niemand kann so hartnäckig meckern und für seine Rechte auf die Barrikaden gehen, wie aufgebrachte Amerikaner.
Donnerstag, Juli 03, 2008
Gekröpfter Nordanflug: gekröpfter Bundesrat
Was gekröpft heisst, weiss ja kaum jemand. Der Ausdruck suggeriert so dem breiten Publikum, dass es sich hier um eine Diskussion für Eingeweihte handelt.
Nun weiss man aber auch als Nichtexperte ohne allzu langes Nachforschen, dass der Anflug von Norden auf den Flughafen Zürich die Variante mit der weitaus geringsten Belastung für die Bevölkerung wäre, und dass dieser Anflug von den Schweizerischen Behörden nun aus fadenscheinigen Gründen abgelehnt wird und dass man das auch vor einem Jahr schon hätte sagen können, dass es schliesslich so kommen wird, weil das BAZL letztlich dem Bundesrat untersteht und weil dieser so links politisiert, wie es trotz rechtsbürgerlicher Mehrheit nur gerade geht - eben: gekröpft - und weil es daher politisch folgerichtig ist, die Schweizer, wo nötig auch mit sanftem Zwang, dazu zu bringen, ihre Souveränität Schritt für Schritt an den Europäischen Zentralstaat abzugeben.
Denn wer links denkt, denkt hierarchisch, zentralistisch, kollektivistisch, das ist der Kern des autoritären, gleichmacherischen sozialistischen Gesellschaftsverständnis. - Der Gedankengang ist Ihnen zu kompliziert? Ein wenig Nachhilfe: ein paar krachende Düsenmaschinen über Zürichs Gärten erinnern uns daran, wie wir ausserhalb der EU ach so wenig zu sagen haben. 'Wären wir EU-Bürger, würde uns das nicht passieren.' Das ist des Pudels Kern.
Und wir empfehlen wieder einmal: man soll doch einmal in Analogie zu den Trauerspielen in der Zvilluftfahrt und bei den SBB auch die Bewirtschaftung und Kontrolle unserer Atomkraftwerke in den medialen Fokus stellen, denn alle diese Bereich unterstehen dem selben Bundesrat, Moritz Leuenberger.
Dem Gesetz der Serie zu Folge schwant uns Böses.
Eingestellt von
Nico
um
16:41
0
Kommentare
Labels: Bundesrat, Deutschland, EU, Flughafen, Leuenberger, Medien, Politik, Schweiz
Mittwoch, Juli 25, 2007
Südanflug auf den Flughafen Zürich Kloten
Sind Sie schon einmal von Süden her in Zürich gelandet?
Haben Sie's gewusst? Ein Leckerbissen! Kein Anflug nach Zürich ist für den Passagier der Grossraumflugzeuge spektakulärer als der von Süden. Auf dem Heimweg von z.B. New York, nach kurzer Nacht, noch im Mondschein oder auch schon im warmen Licht der Morgendämmerung - "cabin crew, landing in two minutes" - kreuzt die Maschine in einer Linkskurve nach Norden die gleissende Krümmung des Obersees, aus den Fenstern rechts noch der 1000-Dollar-Blick auf die Alpen, auf der linken Seite die atemberaubende Sicht über den Damm, Rapperswil, dann den unteren See und kurz den Lichterkessel der fernen 'Downtown', dann geht es über den Pfannenstiel der "Goldküste" entlang, die Räder werden rumpelnd ausgefahren, nun gilt es, einen Sitz auf der linken Seite zu besetzen, und der Blick fällt der Reihe nach auf die Gemeinden des "Schattenufers", immer dichter besiedelt, bis schliesslich grandios Enge, Quaibrücke mit Bellevue und die Kirchen vor dem Fenster durchflitzen, und im gleichen Herzschlag, man denkt noch, "das ist Zürich!", macht man einen Hupfer über den Berg der Begüterten, weiss Schwamendingen unter dem Triebwerk, und schon quietschen die Bremsen, welcome at Unique Zurich Airport, welcome home.
Welche Begrüssung für Besucher könnte repräsentativer sein als ein Südanflug? Aus touristischer Perspektive sollte Zürich nur noch so angeflogen werden.
Mittwoch, Februar 14, 2007
Brüssel und die Steuern in der Schweiz
"Brüssel" ist der bürokratische Wasserkopf der EU, ohne sprudelnde Steuergelder würde er implodieren. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Grossteil der Brüsseler Funktionäre für das freiheitliche Schweizer Modell - tiefe Steuern, kleine Verwaltungen - kein Verständnis hat. Sie würden sich damit selbst die Sauerstoffversorgung zudrehen.
Für einmal geht es um Grundsätzliches. Deshalb ist unser Land zwar mitten in Europa aber nicht EU-Mitglied: in der Schweiz liegt die Souveränität nicht in den Händen der Regierenden und schon gar nicht einer Verwaltung sondern in denen der Bevölkerung!
Eingestellt von
Nico
um
19:36
0
Kommentare
Labels: Alle, Brüssel, Bürokratie, EU, Freiheit, Partizipation, Schweiz, Souverän, Steuern, Verwaltung, Volk, Wasserkopf
Donnerstag, Juli 28, 2005
Personenfreizügigkeit
Da gibt es diese sogenannten flankierenden Massnahmen, um das sogenannte Lohndumping zu verhindern. Eine kuriose Sache. Denn man macht den schweizerischen Arbeitsmarkt so nur noch attraktiver für ausländische Arbeitssuchende, als er ohnehin schon ist. Garantierte Mindestlöhne auf unserem Niveau - der Besucher aus dem Osten wird sich im Schlaraffenland wähnen. Ob das tatsächlich Druck von unserem Arbeitsmarkt nimmt?
Eingestellt von
Nico
um
01:07
0
Kommentare
Dienstag, Juli 26, 2005
War am Freitag 22.7.05 in London so heisses Wetter?
"Der Tod von mutmasslichen Kriminellen müsse in Kauf genommen werden." So zitiert die NZZ online (25.7.05, 20.42) die Londoner Polizei.
Ich denke, wir werden nicht mehr viel Gelegenheit haben, weitere unbedarfte Statements dieser Art zu hören, da wird in Kürze ein Maulkorb von ganz oben kommen. Denn das ist eine ganz üble Rechtfertigung des geschehenen Zwischenfalls.
Die Frage ist doch nicht, was mit mutmasslichen Kriminellen geschieht, sondern die Frage ist, was einen in den Augen der Polizei zum mutmasslichen Kriminellen macht. Offensichtlich reicht es, bei warmem Wetter in einer Daunenjacke vor Polizisten in zivil - notabene also wohl kaum als solche erkennbar - zu flüchten.
Hat sich die Schweiz nicht eben kürzlich einen Schritt in Richtung dieses Rechtsraumes ("Schengen") bewegt? Da wird mir aber Angst und Bange.
The question here is not how to deal with a suspect, the question is what makes you a suspect!
Sonntag, Mai 29, 2005
Non!
Non au centralisme!
Eingestellt von
Nico
um
23:19
1 Kommentare
Labels: Alle, Demokratie, EU, Staat, Verfassung
Dienstag, Februar 22, 2005
George W. Bush in Brüssel
Präsident Bush besucht Europa. Die Stimmung sei grossartig. -- Nun, die Geschichte wiederholt sich nicht. Aber war da nicht schon einmal so ein Besuch?
War da nicht einmal der Frühsommer 2002, als die Europäer nicht allzuviel Gutes hielten von 'diesem Texaner', ja, gar befürchteten, er könne einen Krieg anzetteln im Nahen Osten? Dann kam er zur Visite und versprach seinen Verbündeten, er würde nichts unternehmen, ohne sie zuvor zu konsultieren. Und die Echos, zumindest in den Deutschen Medien, klangen begeistert.
Bis dann 10 Monate später die Friedensbewegten halb Europas auf den Strassen Parolen skandierten gegen den amerikanischen Alleingang. Nichts gegen Bush, aber man hätte von der sogenannten Oeffentlichkeit doch ein ganz ein wenig mehr an Gedächtnis erwartet.