Die sich nun langsam verschärfende Spannung zwischen Iran und Israel wirft ein Licht auf eine grundsätzliche Entwicklung, die uns in Zukunft mehr beschäftigen wird, als uns lieb ist.
Im Moment geht es ja nur darum, ob und wann der Iran Atomwaffen besitzen wird und wie Israel mit der Tatsache umgeht, dass dann ein Staat, der seit Jahren unverblümt seine komplette Vernichtung fordert, dazu tatsächlich in der Lage sein wird.
Die aktuelle Ausgabe des Economist führt den Gedanken weiter, dass die Nachbarstaaten des Irans, sollte dieser eines Tages die Atombombe besitzen, in Zugzwang kämen, sich ebenfalls diese Waffe zu beschaffen, da auch sie sonst befüchten müssten, vom Iran erpresst zu werden.
Und schon wäre eine Region, deren Bevölkerungen sich in ihrem Konfliktverhalten bisher noch kaum je als Meister der Impulskontrolle erwiesen haben, bis an die Zähne mit Massenvernichtungswaffen eingedeckt.
Dies wirft die grundsätzliche Frage auf, wohin uns die zunehmenden Fortschritte technischer Entwicklung noch führen werden. Es ist nämlich absehbar, dass der Tag kommen wird, an dem es die Technik einer einzelnen Person ermöglichen wird, unzählige andere mit sich in den Tod zu reissen. Schon heute erhalten wir bei jedem Selbstmordattentat einen Vorgeschmack darauf.
Wie wird sich wohl die Menschheit vor solchen Entwicklungen zu schützen wissen? Werden wir uns alle verschwestern und verbrüdern oder kommen repressive Zeiten auf uns zu?
Wir halten die Frage der Technikkontrolle in Zukunft jedenfalls für viel wichtiger als jene des Unweltschutzes oder der Bevölkerungszunahme. Sie werden es sehen.
Sonntag, Juli 13, 2008
Iran, Atomwaffen, Technik allgemein
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Montag, Dezember 03, 2007
Erster schwarzer Nationalrat
Dass von den neuen Nationalräten der dunkelhäutige Ricardo Lumengo das grösste internationale Medieninteresse auf sich zieht, ist - ja, wundern Sie sich! - Ausdruck von Rassismus. Selbstverständlichkeiten sind uninteressant für die Medien.
Das Vorurteil befindet sich hinter dem Auge des Betrachters.
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Nico
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Sonntag, November 18, 2007
Klima: alle fiebern mit
Und wieder kommt ein Klimabericht des IPCC heraus - die steigenden Frequenzen werden uns wohl bald wöchentlich einen neuen bescheren.
Und Ban Ki Moon, der Uno-Generalsekretär, stimmt fiebrig mit ein in den Chor der Warner.
Und wir wiederholen:
1) Es findet (wahrscheinlich) eine Erwärmung des weltweiten Klimas statt, ja.
(Allerdings zeigen schon die ersten paar Zeilen des aktuellsten Reports vom 16./17.11.07 (pdf), wie läppisch hier gearbeitet wird: 11 der letzten 12 Jahre (1995-2006) seien die durchschnittlich wärmsten gewesen seit Beginn der weltweiten Messungen der Erdoberflächentemperatur seit 1850. Seit 1850!! Und das bei Vergleichszeiten von 100'000en von Jahren. Uns interessieren ja nicht Erwärmungen, wie wir sie in Rhythmen von einigen 100 Jahren immer wieder hatten, die Geschichtsbücher sind voll davon. Wir reden hier doch von der welgeschichtlich einmaligen Erwärmung, vom drohenden totalen Kollaps oder nicht?! Es braucht keine grossen statistischen Kenntnisse, um ob solch einfältiger Zahlen und Modellrechnungen den Kopf zu schütteln.)
2) Parallel dazu steigt (wahrscheinlich) die CO2-Menge in der Erdatmosphäre an, ja.
3) Ob dieses CO2 jedoch kausal für die Erwärmung verantwortlich ist, oder nicht einfach nur eine Begleiterscheinung ist, weiss kein Knochen auf dieser Welt.
4) Die Tatsache, dass die CO2-Konzentrationen schon bei sämtlichen von uns über Eisbohrkerne etc. erforschbaren Zwischeneiszeiten, also vor 130, 240, 340 und 430'000 Jahren angestiegen sind, ist ein starkes Indiz dafür, dass menschliche Aktivitäten mit seinem Anstieg und damit der postulierten Kausalkette 'CO2-Anstieg=Klimaerwärmung' herzlich wenig zu tun haben.
Man soll sich beruhigen und ausgewogen über die Vor- und Nachteile einer weltweiten Erwärmung diskutieren. Es irritiert insbesondere, dass man nie etwas über die möglichen Vorteile hört. Es ist doch schlicht eine Milchmädchenüberlegung, dass z.B. in wärmerem Klima mehr Leben gedeiht - was soll denn daran so schlecht sein?!
Wir erinnern uns an die apokalyptischen Visionen der Studie "Global 2000", die unter Präsident Jimmy Carter angefertigt und im Juli 1980 veröffentlicht wurde und in den 80er Jahren in Deutschland als Bibel der Umweltschützer zum Verkaufsschlager wurde:
"Die Schlussfolgerungen, zu denen wir gelangt sind, sind beunruhigend. Sie deuten für die Zeit bis zum Jahr 2000 auf ein Potential globaler Probleme von alarmierendem Ausmaß (...) Weltweite Veränderung der Politik ist erforderlich, bevor sich diese Probleme weiter verschlimmern und die Möglichkeiten für wirkungsvolles Handeln immer stärker eingeschränkt werden (...) Angesichts der Dringlichkeit, Reichweite und Komplexität der vor uns liegenden Herausforderungen bleiben die auf der ganzen Welt in Gang gekommenen Anstrengungen allerdings weit hinter dem zurück, was erforderlich ist. Es muss eine neue Ära der globalen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Verpflichtungen beginnen, wie sie in der Geschichte ohne Beispiel ist."
Jimmy Carter initiierte darauf eine Unzahl von Kommissionen und Massnahmen, die jedoch kurz darauf von seinem Nachfolger Ronald Reagan praktisch alle wieder aufgehoben wurden.
Was ist 25 Jahre später von den Untergangsszenarien eingetroffen? Nix. Wir sind alle noch da. Grossen Teilen der Weltbevölkerung geht es viel besser, Unter- und Mangelernährung z.B. sind zurückgegangen, trotz einer Zunahme der Zahl der Menschen.
Vergessen Sie diese Klimahysterie. Wissenschaftler stecken mit ihren Nasen in Details und verrennen sich gelegentlich in ihren. Experten sind ideologieanfällig von Natur aus, da dem Experten der gleichberechtigte Kritiker als Korrektiv fehlt. Das Klimafieber wird nun noch eine Weile kochen, dann langsam abkühlen und sich schliesslich sang- und klanglos in Luft auflösen, unter Hinterlassung einiger NGO's und Expertengrüppchen als Narben.
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Nico
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Mittwoch, Februar 14, 2007
Brüssel und die Steuern in der Schweiz
"Brüssel" ist der bürokratische Wasserkopf der EU, ohne sprudelnde Steuergelder würde er implodieren. Es liegt in der Natur der Sache, dass der Grossteil der Brüsseler Funktionäre für das freiheitliche Schweizer Modell - tiefe Steuern, kleine Verwaltungen - kein Verständnis hat. Sie würden sich damit selbst die Sauerstoffversorgung zudrehen.
Für einmal geht es um Grundsätzliches. Deshalb ist unser Land zwar mitten in Europa aber nicht EU-Mitglied: in der Schweiz liegt die Souveränität nicht in den Händen der Regierenden und schon gar nicht einer Verwaltung sondern in denen der Bevölkerung!
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Nico
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Sonntag, April 30, 2006
Karikaturen von Mohammed
Durch die Publikation von Karikaturen von Mohammed und Allah durch eine dänische Zeitung Ende 2005 fühlten sich weite Kreise im Islam in ihren religiösen Gefühlen verletzt und es kam Ende 2005 und Anfang 2006 zu zahlreichen z.T. gewaltsamen Demonstrationen gegen den Westen in verschiedensten Städten der islamischen Welt. Dänische Botschaften wurden angegriffen und Morddrohungen gegen westliche Autoren ausgestossen.
In den europäischen Printmedien wurde darauf intensiv diskutiert, ob diese Karikaturen aus Solidarität nachgedruckt werden sollten. Wenige taten es, die meisten entschieden sich gegen eine Publikation. Interessant war in der Folge, zu sehen, wie schwer sich die Redaktionen taten, ihren Entscheid zu rechtfertigen.
Die Begründung lautete oft: wir sind zwar für die freie Meinungsäusserung, gerade auch in religiösen Fragen, doch wir wollen die religiösen Gefühle der islamischen Gläubigen nicht weiter verletzen, zumal es sich bei den Karikaturen mehrheitlich um, von einem rein handwerklich gesehenen Standpunkt, qualitativ schlechte Werke handelte.
Hier wurde eine (intuitiv?) richtige Entscheidung mangelhaft, ablenkend oder unzutreffend begründet. Die korrekte Erklärung müsste doch so lauten: Unmittelbar nach der Erstpublikation der Karikaturen gab es, bei vorhandenem Publikumsinteresse, keinen, aber auch gar keinen Grund, diese nicht nachzudrucken, jedenfalls soweit man dem sonst vorherrschenden Selbstverständnis der Medien insbesondere deren Verständnis von Pressefreiheit folgt. Nachdem jedoch der Konflikt wie bekannt eskaliert war, hätte jeder Nachdruck sich in den Dienst der Agitatoren gestellt, die diese Karikaturen instrumentalisiert hatten. Offensichtlich hätte man islamistischen Scharfmachern in die Hände gespielt. Mit religiösen Gefühlen hat dies nur am Rande zu tun, nämlich insofern diese missbraucht wurden, um politische Interessen zu verwirklichen.
Der eigentliche Grund, der gegen einen Nachruck sprach (und eine Zeitlang noch sprechen wird), war die damit einhergehende Instrumentalisierung durch politisch-religiöse Aktivisten, die es zu vermeiden galt.
Dies ist ein gutes Beispiel für die kontextgebundene Funktion von Wahrheit. Es gibt Momente, in denen die Wahrheit gesagt werden muss - und andere, in denen sie gerade nicht gesagt werden darf!
Vielleicht ist dieser Grund in dieser Deutlichkeit nirgends erwähnt worden, weil es naheliegend wäre, die Frage der Instrumentalisierung auch auf andere Gebiete anzuwenden. Würden z.B. nicht weniger Entführungen stattfinden, wenn der Westen die Berichterstattung darüber konsequent einschränkte?
Samstag, Juli 30, 2005
Donnerstag, März 03, 2005
Raucherplage
Da setze ich mich nach der Arbeit zum Zeitunglesen noch kurz in ein Café in Zürich Paradeplatz und, bevor ich etwas bestellt habe, schon bin ich von links und rechts mit Zigarettenqualm eingenebelt – meine Kleider stinken noch am nächsten Morgen.
Es ist erstaunlich: die schädlichen Auswirkungen des Passivrauchens auf den menschlichen Körper sind hinlänglich bekannt. Die Staaten Europas überbieten sich gegenseitig mit immer strikteren Rauchverboten. Und die Schweizer Restaurateure wagen es, ihr Personal und ihre Kunden weiterhin im Tabakrauch sitzen zu lassen. Hat denn von diesen Leuten niemand Angst, er könnte eines Tages mit einer Schadenersatzklage von erkrankten Serviceangestellten oder Stammkunden konfrontiert werden?
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Nico
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