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Montag, März 10, 2008

SBB: Fiasko Billettautomat

Die SBB glänzen wieder einmal mit einer absurden Fehlleistung, die so wahrscheinlich nur einem Staatsbetrieb zustossen kann.

Da wird doch momentan auf den Billettautomaten eine neue Software installiert, die dem Kunden insbesondere durch ein überholtes Interface auffällt.

Dieses ist im Vergleich zu den bereits installierten Systemen deutlich schlechter, trotz ein, zwei Verbesserungen.

Erstens muss man sich in der neuen Version durch mehr Schritte hindurchwählen als bisher.

Zweitens muss man dazu mit dem Finger dauernd die Posistion wechseln, anstatt dass man für die Wahl eines Standardbillets, z.B. einer Fahrt von Zürich nach Bern retour immer über der gleichen Stellle schwebend bleiben kann.

Drittens sind überflüssige Schritte eingebaut, z.T. muss nach einer Wahl nochmals bestätigt werden, dass man zum nächsten Schritt will.

Und viertens, und das ist so grotesk schlecht gemacht, dass man schon gar nicht mehr weiss, wie man sich wundern soll, muss man bei der Wahl zwischen Halbtaxpreis oder ganzem Preis gleichzeitig die Anzahl gwünschter Tickets angeben, wozu man wirklich alle seine Sinne beieinander haben muss, um sich nicht zu verwählen. Also der gleiche Unsinn, wie auf unzähligen Billettautomaten von lokalen Verkehrsbetreben der ganzen Schweiz (siehe Detailbild).

Die neue Lösung ist schlicht unbrauchbar, man benötigt als Kunde deutlich mehr Zeit als bisher und die SBB werden dieses Programm deutlich überholen müssen, wollen sie nicht zahlreiche Leute verärgern. Wir haben schon mehrmals im Zug Mitreisenden zugehört, wie sie erklären mussten, weshalb sie nun ein ganzes oder ein halbes Billet gelöst haben, obwohl sie das so eigentlich gar nicht wollten.

Unverständlich, wie ein so grosser und wichtiger Betrieb ein so stümperhaftes Produkt veröffentlichten kann!

Mittwoch, Februar 13, 2008

Sammlung Bührle: PR-Raub?

Wir geniessen wieder einmal die publizistische Freiheit des Bloggens und mutmassen:

Ein solche Publizität, wie sie die Sammlung Bührle durch den spektakulären Raub von 4 Bildern im geschätzten Wert von 180 Millionen sFr. nun erhält, ist ja ebenfalls wertmässig kein Pappenstiel, CNN und der Rest der Welt berichten seit dem Geschehen weltweit sozusagen rund um die Uhr!

Was wohl, wenn diese Bilder in wenigen Tagen oder Wochen auf einmal - wie von Geisterhand, schwups - wieder auftauchen und schon bald wieder da hängen, wo sie es immer schon taten?

Der PR-Effekt für Zürich liegt sicher weit über dem herbeigekalauerten und -subventionierten Herzug des Club-of-Rome. Wir als Wochenend-Konsumenten von gemalter Kunst jedenfalls hatten nicht gewussst, dass da bei uns solche Bilder hängen.

PS: 180 Millionen sFr, wirklich? Nun, zuerst müssten da mal Käufer gefunden werden, die diese Summen tatsächlich auslegen wollten...

Sonntag, Oktober 28, 2007

Cappuccino? - Sorry, Maschine schon...

Mit erstaunlicher Regelmässigkeit stösst uns folgende spätabendliche, gelegentlich auch schon früherabendliche Ungeheuerlichkeit zu:

Wir bestellen einen Cappuccino, bekommen jedoch anstatt der erhofften Sekunden Schaumgenuss die gemurmelte Absage: Maschine schon gereinigt, sorry.

Nun bedeutet dies nicht etwa, dass der bestellte Café besonders sauber sein wird, sondern schlicht, dass man sich seine Bestellung ans Bein schmieren kann.

Zu vernehmen ist die Antwort regelmässig in Zürcher "In"-Bars um 23 Uhr, ab und zu im Kunsthaus Zürich ab einer halben Stunde vor Ausstellungsende, häufig im SBB-Speisewagen bei der Ausfahrt aus Olten, wenn der Zug in Zürich Endstation hat, etc.

Wie soll man es nennen? Hier kommt vor allem eines zum Ausdruck: Desinteresse am Kunden. Wäre man wirklich an einer guten Dienstleistung interessiert, so liesse sich ein Cappuccino ja auch problemlos noch von Hand anfertigen.

Freitag, Oktober 26, 2007

Al Gores ceterum censeo

In California brennen die Bäume, wie sich das für ein gesundes Oekosystem in periodischen Zyklen gehört. Jeder, der sein amerikanisches Holz-und-Pappe-Haus in ein dürres Wäldchen baut, weiss, dass er nach einem dort immer möglichen Feuer vielleicht von vorne anfangen muss.

US-Präsident Bush tritt mit Arnold 'Terminator' Schwarzenegger vor die Kameras und versichert diesem seine Hilfe, beim 'Terminieren' der Brände, während irgendein TV-Sender berichtet, wie Al Gore in Wien weiss, dass 'das Klima' für die Feuer verantwortlich sei.

Junge, Junge, nun mal halblang! Wir werden den Tag noch erleben, wo 'das Klima' auch für Fusspilz, die Mafia, abendliches Telephonmarketing oder weiss der Geier was verantwortlich gemacht werden wird.

Es ist erschreckend zu sehen, wie das Stichwort 'Klimakatastrophe' inzwischen bei den Leuten jegliche kritische Urteilsfähigkeit zum Verschwinden bringt, und sich die Prognosen und geforderten Gegenmassnahmen zunehmend an Stupidität zu überbieten suchen.

Denken Sie doch mal 30 Sekunden nach!

Der Linth-Gletscher reichte einmal bis nach Zürich - und dann verschwand er - "zack" - einfach pötzlich, ohne dass damals der Mensch oder Autos oder Flugzeuge oder Heizungen oder sonst irgend ein 'böses' Feuerchen da gewesen wäre.

Niemand hat eine Ahnung, wieso es vor 480'000 und vor 300'000 und vor 100'000 Jahren und auch heute wieder auf einmal in sehr kurzer Zeit wärmer wurde und wird, und wieso damit einhergehend z.B. jeweils ein massiver Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre der Erde erfolgte.

Wir wissen es schlicht einfach nicht - und werden es wohl auch nicht gross ändern können. Anstatt zu versuchen, den Klimawandel mit läppischen Aktionen aufzuhalten, muss sich eine vernünftige Strategie wenn schon damit befassen, wie der Mensch mit dem Klimawandel leben kann.

Sonntag, Oktober 07, 2007

Piero Esteriore: PR-Gag?

Ex-MusicStar-Finalist Piero Esteriore rastet nach einem Blick-Artikel aus der Feder des Absurdikers Cavelty über ihn und seine Familie aus und 'rast' am 4.10.07 mit dem Mercedes seiner Mutter in den Eingang des Ringier-Pressehauses in Zürich, Bericht Tagesanzeiger.

Angesichts des obskuren Vorfalls ist vor allem eine Frage angebracht: Wie läuft das Geschäft?

Und siehe da, am 12. Oktober 07 soll eine neue CD von Herrn Esteriore erscheinen. Wenige Tage davor ist er nun in aller Leute Munde, bzw. prominent auf den Blickaushängen. Ein Marketing-Gag der übelsten Sorte?

Ist das Ereignis ein vorgetäuschtes Manöver? Rambo Esteriore scheint nach dem Vorfall aus seinem Kofferraum im Stile eines PR-Agenten CDs an die Gaffer verteilt zu haben.

Wurde bei der Aktion ein möglicher Personenschaden in Kauf genommen? Stossend an der Geschichte ist, solange niemandem etwas passiert ist, kann die Staatsanwaltschaft ohne Anzeige nur auf Umwegen tätig werden. Genau diese Anzeige nimmt Ringier aber nicht vor, auf eine strafrechtliche Verfolgung verzichtet der Blick.

Der von Esteriore gelenkte Mercedes scheint, gemäss Blick, auf seiner 'Amokfahrt' einen vor dem Pressehaus parkierten BMW touchiert zu haben. Wir wüssten gerne, wem dieser gehört? Und wie gross die gesamte Schadensumme des Vorfalls ist? Und wer die Kosten übernimmt? Wurde das Tatfahrzeug von den Behörden beschlagnahmt? Für wie lange wird dem Täter der Fahrausweis entzogen?

Wir fragen: angenommen, Herr Esteriore hätte den Portier oder andere unbeteiligte Personen verletzt, wäre er dann wie ein Raser behandelt worden, die in letzter Zeit z.T. zu empfindlichen Gefängnisstrafen verurteilt wurden? Was unterscheidet jemanden, der aus Realitätsverlust mit 145 km/h durch ein Dorf fährt von jemandem, der aus Realitätsverlust mit seinem Wagen den rege benützten Eingang eines Bürogebäudes rammt?

Wir erinnern uns: kürzlich (2006) wurde im Kanton Zürich ein, allerdings vorbestrafter, Temposünder zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 14 Monaten verurteilt. Obwohl es dort zu keinen Personenschäden gekommen war!

Verzichtet Ringier auf eine Anzeige gegen Rambo Esteriore, handelt das Verlagshaus a) verantwortungslos, denn weder Rasen noch Eingänge Rammen ist ein Kavaliersdelikt, und b) setzt sich einem ungeheuerlichen Verdacht aus!

(Bild: Tages-Anzeiger)

Freitag, September 21, 2007

Tastatur Bankomaten

Wie kommt es eigentlich, dass man auch Jahre nach Einführung dieser Maschinen seine Finger immer noch bis zur Belastungsgrenze strapazieren muss, wenn man einen Bankomaten bedienen will?

Vor allem die UBS-Automaten glänzen in der x-ten Generation durch eine völlig unbrauchbare Tastatur. Mit Garantie sind zahlreiche ältere Personen oder solche mit Gelenkserkrankungen nicht in der Lage, die Tasten zu bedienen.

Ein Beispiel mehr für das Desinteresse der Banken an Kleinkunden. Eine Politik, die sich langfristig rächen wird, denn die Kleinkunden sind die Stimmbürger von heute und morgen, die über die politischen Rahmenbedingungen auch der Finanzdienstleistungen bestimmen werden.

Donnerstag, September 20, 2007

Nestlé: Flop Cailler Schokolade

Nachdem die Cailler Schokolade mit einem neuen Marktauftritt und gestiegenen Preisen 2006 einen massiven Umsatzeinbruch hinnehmen musste, ist die Firma wieder zur alten Verpackung zurückgekehrt. Inzwischen wird sie auch von Denner wieder verkauft. Nur die Umsätze sind nicht aufs alte Niveau zurückgekehrt. Wundert sich das Management.

Man sieht, dass die Nestlé Kader selbst keine Schokolade konsumieren, sonst wüssten sie den Grund. Die Antwort ist ganz einfach: Cailler Schokolade schmeckt einfach schlechter als die Produkte der Schweizer Konkurrenz, so unser schlichtes Urteil als Konsument. Das haben die abgesprungenen Käufer gemerkt, deshalb kehren sie nicht zurück.

Aber nun gibt es einen neuen Mann an der Spitze, Paul Bulcke, aus dem Schokoladenland Belgien. Vielleicht hat er ja einen süssen Zahn.

Freitag, Juni 29, 2007

iPhone - Marketing von Apple

Die Bilder der vor den Apple Stores campierenden iPhone Fans, die sich eines der Geräte sichern wollen, gehen Tage vor dem ersten Verkaufstag um die Welt.

Wären wir für's Marketing zuständig, wir würden Vertreter unserer Zielgruppe gegen Bezahlung auf den Trottoirs vor unseren Shops im Dutzend campieren lassen - nicht einmal Paris Hilton garantierte besser für eine lückenlose Berichterstattung.

Wir sagen nicht, dass es so ist, wir sagen bloss, dass wir es so machen würden.