Posts mit dem Label Militär werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Militär werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, Juli 16, 2008

Armeechef Nef unter Beschuss

Roland Nef soll das und dieses getan haben, Bundesrat Schmid habe bei seiner Ernennung jenes und solches unterlassen.

Wir sagen: Who cares!

Der Mann soll seine Arbeit gut machen - alle waren angetan von seinem professionellen Umgang mit dem Unglück auf der Kander, abgesehen von einem Ausrutscher im Zischtigs Club - und etwas anderes interessiert doch niemanden. Was soll das ganze mediale Getue, das ist einfach lächerlich.

Donnerstag, Juli 03, 2008

Soldat und Zecken

Schweizer Soldaten seien letzte Nacht in einer Uebung von Zecken gebissen worden, sie würden ärztlich betreut. So der Tagesanzeiger online.

Mit Verlaub, eine solche Meldung ist absurd. Quo vadis Armee, kann man da nur sagen! Und auch ein wenig quo vadis Tagesanzeiger? Als nächstes werden wir den täglichen Mückenstichrapport lesen müssen.

Nachtrag spätabends: nun berichtet auch das Schweizer Radio davon. Es muss saure Gurkenzeit sein.

Und..., da sind einige Relationen in Sachen Gewichtung der Ereignisse auf eine Art und Weise verschoben, die einen schon ein wenig zweifeln lassen.

Während der Tagesanzeiger in seiner Papierausgabe heute 3.7.08 einen Artikel abdruckt, in dem irgendein Egghead Israel der irrationalen Iranophobie bezichtigt - Iran, ein Land dessen Exponenten sich seit Jahren auszeichnen durch die monströse Forderung, Israel zu vernichten und die dies nicht nur fordern sondern offensichtlich alles daran setzen, Atomwaffen und Trägerraketen mit immer grösserer Reichweite zu produzieren - während also Israel im Kampf um seine Existenz die Zurechnungsfähigkeit abgesprochen wird, hören wir uns in unseren Medien an, wie CH-Soldaten tapfer gegen Zecken kämpfen und sich nach nächtlichem 'Gefecht' im Lazarett ihre Wunden lecken.

Ja verdammt nochmal, wo sind wir denn hier...?

Und an die Tagesanzeiger Crew: haben Sie nicht wenigstens Ihren Frisch gelesen, B und B? Was der Iran heute macht und wie der Westen darauf reagiert ist eine 1 zu 1 Umsetzung von Max Frischs Stück.

Dienstag, Juli 01, 2008

Israel - Iran - Atompläne

Wir sagen es hier schon seit Anfang 2006, dass die Iraner den Westen in Sachen Atomwaffen an der Nase herumführen, dass die immer wieder geschürten und von allen Medien brav kolportierten Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung lächerlich naiv sind und dass eine militärische Aktion Israels oder der USA nur eine Frage der Zeit sei. Denn für Israel geht es angesichts der iranischen Rhetorik um alles oder nichts.

Nun doch auch wieder einmal in der NZZ online zu lesen.

Donnerstag, Juni 26, 2008

Kander: Politiker und tote Soldaten

Im Nachgang zum Schlauchbootunglück von Kaderangerhörigen der Schweizer Armee auf der Kander vor wenigen Tagen äussert sich der oberste Militär der Schweiz, Roland Nef, in dem Sinne, dass ein Soldat einen Befehl seines Vorgesetzten verweigern dürfe, wenn ihm eine Übung zu riskant erscheine.

Nun ist das theoretisch eine sicher angebrachte und erfreuliche Haltung.

In der Praxis weiss hingegen leider jeder Soldat: die Mehrheit militärischer Uebungen sind gemäss common sense eines Zivilisten a) unsinnig oder b) zu riskant.

Daher ist diese Aussage von Armeechef Nef unbrauchbar, denn ihre Umsetzung wäre gleichbedeutend mit dem Streichen eines geschätzten Drittels der militärischen Aktivitäten.

Viel wichtiger als solche Warmluftdiskurse wäre eine klare Definition der Rolle und der Aufgaben der Armee in der Schweiz. Solche Unglücke wie jetzt sind Ausdruck einer grundlegenden Ortientierungslosigkeit.

Käme es zu Todesfällen bei Tätigkeiten, deren Sinn von einer Mehrheit der Bevökerung nicht in Frage gestellt sondern zutiefst bejaht würde, so wäre erstens das Aufheben in der Oeffentlichkeit und den Medien unvergleichlich kleiner und zweitens - und viel wichtiger - die Angehörigen könnten auch besser mit ihrer Trauer umgehen. Denn: ein Opfer, das Sinn macht, ist für alle leichter zu tragen als diese ohne Zweck und Ziel ertrunkenen jungen Männer.

Die für die Armee verantworlichen Politiker (und das sind nicht nur Bundesräte!) tragen daher eine schwere Last, sind sie doch wesentlich mitschuldig, nicht am Tod der Männer, aber an seiner Sinnlosigkeit.

Donnerstag, November 29, 2007

Tötung mit Armeewaffe Hönggerberg

Die Tötung von Francesca, einer unschuldigen Jugendlichen an der Tramhaltestelle Hönggerberg, lässt jeden, der davon hört, einen Moment fassungslos erstarren. Die Motive des eben aus der RS entlassenen 21-jährigen Täters sind vorerst unbekannt.

Nun wird der Fall von Politikern sogleich instrumentalisiert, es sei ein weiteres Beispiel für die untragbaren Risiken, die mit dem Nachhausenehmen der Armeewaffe einhergehen.

Die Rechtsparteien entgegnen mit dem üblichen Argument, es sei unzulässig, alle Waffenträger einem Generalverdacht auszusetzen.

Wir staunen ob der vorgebrachten Argumente, sowohl pro als auch contra. Denn, in diesem Fall wie in zahlreichen anderen Fällen von Waffenmissbrauch genauso wie in Fällen von z.B. Automissbrauch ist weder die Waffe noch das Auto das Problem, noch ist es ein wie auch immer geratener Generalverdacht.

Sondern der Soldat scheint, gemäss Berichten der Presse, alkoholisiert gewesen zu sein. Die Tat geschah also wahrscheinlich unter Drogeneinfluss. Viel wichtiger, da damit viel mehr Leben gerettet werden könnten, scheint uns zu sein, mit der unsachlichen Bagatellisierung bzw. Glorifizierung des Alkoholkonsums aufzuhören. Da liegt das Hauptproblem.

Freitag, August 24, 2007

CH Soldaten: Ausrüstung noch zeitgemäss?

Heute 24.8.07 zeigt die NZZ auf ihrer Frontseite US-amerikanische Soldaten vor der Durchsuchung eines Hauses.

Dabei fällt, wie bei all diesen Bildern, auf, dass die Ausrüstung eines Schweizer Soldaten im Vergleich mit diesen Kämpfern wie aus einer anderen Zeit zu stammen scheint. Die aufgenommenen Soldaten tragen Knieschoner - gibt es das bei uns? - Der Helm wird mit einem Band auch um den Hinterkopf befestigt; auf dem Helm ist eine Schutzbrille zum Einsatz bereit; das Maschinengewehr besitzt eine elektronische Zielvorrichtung, ist whs. auch mit einem Nachtsichtgerät versehen; die Kämpfer haben ein Mikrophon vor dem Mund, und so weiter. Man stellt eine Tendenz in Richtung zunehmende Panzerung bzw. zunehmende Elektronisierung der Hilfsmittel fest.

Wir fragen uns: wenn es, wohl der Kosten wegen, schon nicht möglich ist, die sich seit mehr als 150 Jahren eines ununterbrochenen Friedens erfreuenden Schweizer Soldaten zeitgemäss auszurüsten, gibt es dann wenigstens Konzepte oder Studien, wie eine solche Schweizer Ausrüstung auf modernstem Stand gestaltet sein müsste, damit sich diese bei Bedarf in Kürze nachrüsten liesse?

Als Schweizer Soldat möchte man auf jeden Fall nicht gegen solchermassen ausgerüstete Gegner kämpfen müssen.