Die Bonuszahlungen der UBS für 2008 in der Höhe von mehr als 2 Mrd. sFr. trotz des de facto Bankrottes im 10/08 sind Ausdruck einer grotesken Masslosigkeit und eine Bestätigung für das Unvermögen des Staates, erfolgreich unternehmerisch tätig zu werden. Die zur Sicherung des Ueberlebens der Firma gewährten Kredite durch die Schweizerische Nationalbank fliessen offenbar unmittelbar in die Taschen der Angestellten, gedacht als Belohnung für gute Arbeit.
Dabei werden von den Vertretern der Bank zur Rechtfertigung dieses absurden Vorganges die unsinnigsten Argumente zum Besten gegeben. So hört man z.b. unentwegt, zahlreiche Mitarbeiter der Bank hätten gute Arbeit geleistet und deswegen ein Anrecht auf ihre Boni.
Als hätte man sich in einer konkursiten Firma je schon einmal darum gekümmert, ob die Putzfrau gute Arbeit geleistet und Anrecht auf eine Belohnung hat und diese ihr dann auch noch auszahlen würde.
Das ist eine kranke Ueberlegung. Das Gegenteil ist richtig. In einer solchen Situation - am Abgrund, nur noch durch staatliche Hilfe am Leben gehalten, weil ein Konkurs für die Schweiz vernichtende Folgen haben könnte - wird von jedem Mitarbeiter sogar ein freiwilliger Lohnverzicht erwartet; alles andere ist eine Verkennung des Ernstes der Lage, von Boni schon bloss zu sprechen ist der Gipfel der Unverfrorenheit.
Die kläglichen Begründungen von VR-Präsident Kurer lassen nur einen Schluss zu: dieses Management ist in hohem Masse unfähig und muss so schnell wie möglich abgelöst werden.
Mittwoch, Februar 11, 2009
UBS Boni
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Nico
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18:29
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Donnerstag, September 18, 2008
Bankier Mirabauds Schnauz
Pierre Mirabaud, der in seiner Wortwahl nicht immer ganz glückliche Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, äussert sich mit beruhigend gemeinten Bekundungen zur aktuellen Krise der Banken.
Nun, uns interessiert schon lange, wie Mirabaud in einem Business, in dem der gut sitzende Anzug und die korrekt gebundene Kravatte zu den elementaren Ueberlebensrequisiten gehören, über Jahre ein so subversives Stück wie seinen Zwirbelschnauz über die Runden zu retten vermocht hat.
Denn, in der einschlägigen Literatur wie auch den Filmen Hollywoods ist ein solcher Schnauz ja DAS Erkennungsmerkmal des notorisch präkonkursiten Geschäftemachers.
Köstlich also, wie uns dieser Fleisch gwordene Typus Zuversicht einzuflössen sucht - es fehlt bloss noch der Zylinder. Aus dem er dann noch einige fette Hasen zaubern darf, damit wir alle satt werden, auch wenn die UBS vielleicht ihren letzten Schnaufer getan haben sollte.
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Nico
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19:12
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Donnerstag, Januar 24, 2008
WEF-Gegner = Chaoten ?
Gemäss Medienberichten z.B. in der BAZ haben sich heute 24. Jan. 08 die Unbekannten, die die Scheiben einer UBS-Filiale eingeschlagen und 6 Autos angzündet haben, als sogenannte WEF-Gegner geoutet.
Man fragt sich nun natürlich, ob das heisst, dass "WEF-Gegner" tatsächlich als Begriff deckungsgleich verwendet werden kann mit Begriffen wie "Chaot" oder "Volltrottel".
Jedenfalls beeindrucken die vollzogenen Protestaktionen weniger durch ihre politische Vision als vielmehr durch ihre unsagbare Dummheit.
Schon fast ein Gebot der Stunde sich zu distanzieren vor solchen Stupiditäten und sich als WEF-Gegner-Gegner zu bezeichnen...
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Nico
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21:11
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Freitag, November 09, 2007
UBS - Ospel
Nun, da der UBS Aktien-Kurs im Vergleich zum Höchststand vom Juni 07, als der CEO Peter Wuffli entlassen wurde, um 30% tiefer liegt, werden die Stimmen immer lauter, die der VR-Präsidenten Marcel Ospel für die Abschreibungen im Zusammenhang mit faulen US-Hypotheken zur Verwantwortung ziehen wollen und damit seinen Rücktritt meinen.
Wir meinen etwas anderes mit "Verantwortung übernehmen". Ein Rücktritt jetzt wäre Unsinn nach den Verlautbarungen des Veraltungsrates im Juni, der Ospel ja für 3 weitere Jahre um seine Dienste "gebeten" hat - was, by the way, wahrscheinlich ein genialer Schachzug Ospels war, denn so kann man ihn für alle bis dahin begangenen und bekannten Fehler nicht entlassen.
Aber, wir halten eine deutliche Gehaltsreduktion für angebracht. Die hohen Gehälter der Firmenbosse haben keinen Bezug zur erbrachten Leistung (die Gewinne der Banken können während einer guten Konjunkturphase ja fast gar nicht anders, als hoch zu sein, erst die Rezession bringt ans Tageslicht, wer ein guter Banker ist) und sind auch kein Ausdruck des Marktwertes - es liessen sich ohne Probleme auch fähige Leute für die Hälfte der Summen finden, das ist gar keine Frage.
Insbesondere muss man aber festhalten: Die Gehälter müssten in einem vernünftigen Verhältnis zu den Summen stehen, die sich ein CEO verdienen könnte, würde er von einem Tag auf den anderen zum selbständigen Unternehmer mutieren, also die Risiken auf seine eigenen Schultern nehmen. Da gibt es, zugegeben, tatsächlich ein paar wenige Investment- und Privatebanker, denen Verdienstmöglichkeiten von vergleichbarer Grösse offen stehen würden, die Mehrheit jedoch würde mit den Tatsachen des Lebens konfrontiert werden.
Freitag, September 21, 2007
Tastatur Bankomaten
Wie kommt es eigentlich, dass man auch Jahre nach Einführung dieser Maschinen seine Finger immer noch bis zur Belastungsgrenze strapazieren muss, wenn man einen Bankomaten bedienen will?
Vor allem die UBS-Automaten glänzen in der x-ten Generation durch eine völlig unbrauchbare Tastatur. Mit Garantie sind zahlreiche ältere Personen oder solche mit Gelenkserkrankungen nicht in der Lage, die Tasten zu bedienen.
Ein Beispiel mehr für das Desinteresse der Banken an Kleinkunden. Eine Politik, die sich langfristig rächen wird, denn die Kleinkunden sind die Stimmbürger von heute und morgen, die über die politischen Rahmenbedingungen auch der Finanzdienstleistungen bestimmen werden.
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Nico
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00:48
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Freitag, September 14, 2007
Wuffli - Kurs der UBS Aktie
Man kann Peter Wuffli nun doch ein wenig gratulieren zum Timing seines gewollt ungewollten Abgangs Anfang Juli 07, denn seither fällt der Kurs der UBS-Aktie.
Oder sind nun bloss Aufräumarbeiten im Gang, nach denen der Kurs umso glänzender in die Höhe schnellen wird? Irgendjemand scheint fest daran zu glauben und hat heute für mehr als 10 Millionen sFr. Optionen (UBSND) auf UBS-Aktien gekauft, Ende der Laufzeit im März 2008. Der Kurs der Aktie müsste dann wenigstens bei oder über ca 65.- sFr. liegen, damit der Käufer etwas verdient.
Je 18 der heute gekauften Optionsscheine berechtigen zum Bezug einer UBS-Aktie. Bei einem Volumen von über 26 Millionen UBSND wären das dann wenigstens 1.46 Millionen UBS-Aktien.
Ein Blick in die Liste der heutigen Transaktionen an der SWX zeigt, dass auch mindestens 1 Million UBS-Aktien in einigen wenigen grossen Aufträgen à 100'000 bis 500'000 Aktien den Besitzer gewechselt haben. Da letztlich der Emitent der Option UBSND den Basistitel auch zur Verfügung stellen müsste, war der Käufer dieser Aktienpakete heute möglicherweise die Deutsche Bank.
Joe Ackermann scheint trotz seiner Kritik an gewissen Marktteilnehmern an die Risikokontrolle im Hause UBS zu glauben. Hoffentlich hat sie auch in seinem Haus gespielt, die Kontrolle.
Wuffli gibt ja wohl momentan keine eigenen Optionen aus sondern macht noch Familien-Shabbes.
Dienstag, Juli 10, 2007
UBS: "Entlassung" von CEO Wuffli
Dass das Verhältnis von VR Präsident Ospel zu CEO Wuffli demjenigen von Chef zu Sekretär entsprach, war von Anfang an eine Blickdiagnose, gestellt nach 2 Sekunden.
Ausserdem stagniert der Kurs der UBS-Aktie da, wo er vor 1 Jahr schon war, der Kurs der Konkurrentin CS ist hingegen deutlich gestiegen.
Kein Wunder, musste er gehen, es war bloss eine Frage der Zeit.
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Nico
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11:51
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