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Freitag, Januar 08, 2010

Nacktscanner - gesund?

Nach dem misslungenen Versuch eines islamistischen Spinners in der Weihnachtszeit 09 eine Verkehrsmaschine beim Anflug auf Detroit "in die Luft zu jagen", sollen nun rasch an Flughäfen aller Welt sogenannte Nacktscanner eingeführt werden.

Wie schon vor wenigen Jahren ist auch jetzt die damit einhergehende Diskussion auf den ethischen Aspekt dieser Ganzkörperscans fokussiert. Offensichtlich beschäftigt zahlreiche Leute, dass sie nun von ihnen fremden Sicherheitsbeamten nackt gesehen werden könnten.

Was erstaunt: wieso macht sich niemand Gedanken, ob diese Geräte gesundheitlich unbedenklich sind? Wir würden gerne mehr zur Funktion der Durchleuchter lesen. Offenbar verwenden diese Geräte Röntgenstrahlen? Hat diese Strahlung Nebenwirkungen, wie jede andere Form von Strahlung? Was ist, wenn sich jemand mehrmals durch diesen Scanner bewegt? Was ist mit Schwangeren und Kleinkindern? Was für Risiken bestehen für Personen, die sich gerade einer Chemotherapie unterziehen müssen?

Solche Fragen scheinen uns doch um einiges wesentlicher zu sein als die pseudoethischen Sorgen, die sich ein Journalist beim nächsten abschreibt.

Sonntag, November 01, 2009

Einheitskasse? - Hausarztbeamter!

Nun sollen sich sogar bürgerliche Politiker für eine schweizerische Einheitskasse für Krankenversicherung in der Grundversorgung aussprechen, so der Tagi online.

Da kann man nur sagen: ein weiterer Schritt in Richtung Staatsmedizin. Es fehlt nicht mehr viel, bis Hausärzte vom Staat angestellt werden. Und es gibt nichts, was den zunehmenden Mangel an qualifizierten Grundversorgern mehr verstärkte. Denn diese wollen als freie Unternehmer arbeiten können, nicht als Staatsbeamte.

Jeder weiss, dass keine Klasse ineffizienter arbeitet und desinteressierter an ihrer Tätigkeit ist als Beamte. Wie können bürgerliche Politiker nur eine solche Dummheit begehen und die Hausärzte verbeamten? Es ist typisch, dass es sich hier wieder einmal um prominente Köpfe der FDP handelt. So wird diese Partei bei den nächsten nationalen Wahlen ein weiteres Debakel erleben.

Das Krankenversicherungsobligatorium muss wieder aufgehoben werden, das ist der einzige vernünftige Weg.

Sonntag, Januar 11, 2009

Todesfall Spital Aarau - Reaktion

Nach dem Tod einer 4jährigen werden nun im Kantonsspital Aarau ab sofort keine telephonische Anfragen von Eltern wegen ihrer erkrankten Kinder mehr beantwortet.

Was soll man sagen?! Die Verjuristisierung unserer Gesellschaft nimmt ihren Lauf.

Explizit haben verschiedenste von den Medien befragte Experten nach dem tragischen Unglück klar gemacht, dass weder die von vielen Laien geforderten Blutuntersuchungen noch sonst irgendeine Massnahme in diesem Fall vernünftigerweise hätte unternommen werden sollen. Solche Fälle kann es einfach geben.

Es wird auch im bestmöglichen Gesundheitswesen immer wieder zu Todesfällen kommen, denn man kann nicht jedes Kind mit Fieber hospitalisieren, das wäre ein absurd hoher Aufwand. Und man kann auch nicht bei jedem an Fieber erkrankten Kind alle paar Stunden eine Blutentnahme durchführen, das wäre Kinderquälerei.

Und man wird nun alle besorgten Eltern in Zukunft dazu zwingen, ihre Kinder in ein Auto zu packen (das sie gemäss gewisser links-grün ideologisierenden weltfremden Kinderloser nicht fahren dürften) und mit ihnen nachts zu unmöglichen Zeiten eine Notfallstation aufzusuchen und dort Stunden für nichts und wieder nichts rumzusitzen und Kosten zu verursachen.

Das ist leider die stupide Konsequenz von unvernünftiger Berichterstattung und zunehmender Verrechtlichung des Alltages.

Mittwoch, September 03, 2008

Botellón und Biertram in Zürich

Der Stadtrat Zürichs zeigte sich besorgt über den ersten Botellón am letzten Augustwochenende 08 in Zürich und erwog gar ein Verbot desselben. In breiten Kreisen wurde ebenfalls Kritik laut an dieser Form des Treffs Adoleszenter zum blossen sich Besaufen.

Und wir wiederholen: wie kann man so bescheuert sein, monatelang ein Biertram durch die Strassen Zürichs fahren zu lassen, nur weil es der VBZ, einem städtischen Betrieb, ein wenig Werbeeinnahmen bringt, und sich gleichzeitig dann darüber empören, dass die Jugendlichen tatsächlich Bier trinken. Bigotter geht's nicht mehr.

Die Jungs trinken übrigens Bier, nicht weil sie am verblöden sind, sondern um zu provozieren, weil man damit perfekt gegen die grassierende politische Korrektheit protestieren kann, ist doch klar! Es wird sicher noch mehr solche Aktionen geben. Erstaunlich, dass eine solche Analyse bisher in keinem Medium nachgelesen werden kann.

Dienstag, Juli 15, 2008

Aerzte und Medikamente

Aerzte machen das grosse Geld mit dem Verkauf von Medikamenten, so heute Preisüberwacher Strahm, NZZ und Tagesanzeiger online geben es zum Besten. Zudem scheint es üblich zu sein, das Gelder in Form von Kickbacks fliessen, was allerdings nicht belegt wird.

Und wir sagen: die armen Aerzte, fast tun sie einem ein wenig leid. Wenn es tatsächlich so ist, dass sie gross an Medikamenten verdienen, dann ahnen wir, wie es zum viel beschworenen Aerztemangel kommen könnte. Von irgend etwas müssen die ja auch leben. Apotheken sind ganz offensichtlich viel lukrativer...

Gibt es übrigens auch bei Apotheken Kickbacks, Herr Strahm...?

Dienstag, März 04, 2008

Zischtigsclub: Masern - Wissenschaft?

Die Sendung Zischtigsclub vom Dienstag 4.3.08 zeigt exemplarisch: Quacksalber und Wissenschaftler haben keine gemeinsame Gesprächsgrundlage. Denn: die absurden Gedankengänge von Quacksalbern entziehen sich den Regeln logischen Argumentierens und der Falsifizierbarkeit von Theorien.

Solange Homöopathie, Akupunktur, Irisdiagnostik und dergleichen, basierend auf völlig überholten anatomischen und physiologischen Konzepten, auf Interesse breiter Bevölkerungskreise stossen, kann einen die Impfskepsis nicht verwundern. Die Wirkung der Schamanen beruht jedoch auf ihrem Charisma. Einzelerfahrungen begründen allgemeingültige Prinzipen nur zum Schein. Die Moderne brachte uns die Befreiung von der Abhängigkeit einzelner Weiser und damit Schutz vor deren Fehlurteil, denn auch sie waren Menschen und Irren ist menschlich.

Statistische Effekte stabilisieren die Atome. Statistik sagt, was für alle gilt. Masern weisen im Schnitt eine Komplikationsrate von ca 10% auf, das war und ist überall auf der Welt gleich. Das Risiko von Impfungen ist um Grössenordnungen kleiner.

Man sollte sich ab und zu wieder vor Augen halten, wie sehr sich unsere Lebensbedingungen im Vergleich zur Zeit vor 500 oder auch 50 Jahren verbessert haben. Das Leben ist komplikationsloser geworden. Ein statistischer, naturwissenschaftlicher Zugang zu natürlichen Vorgängen ermöglicht uns ein wissendes und damit geschütztes Leben und vermeidet viel unnötiges Leid.

Donnerstag, Februar 28, 2008

Coca-Tram: grenzenlose Gier

Die Gier der Behörden Zürichs kennt keine Grenzen. Zur Euro 08 haben es die VBZ geschafft, monatelang ein Bier-Tram und auch ein Coca-Tram durch Zürich fahren zu lassen. Schleierhaft, wem ein solcher Schildbürgerstreich eingefallen ist?!

Wie war das schon wieder mit den zunehmenden Gewichtsproblemen Jugendlicher? Wie war das schon wieder mit den Schulen in England, in denen das Aufstellen von Getränkeautomaten bzw. der Verkauf von Softdrinks verboten werden musste?! Und nun lassen die Zürcher auf der Linie 2 einen Cola-Automaten durch die Stadt ruckeln, während der Bund mit unseren Steuergeldern eine Gesundheitskampagne nach der anderen lanciert.

So etwas ist einfach hirnverbrannt. Wir warten auf die ersten Medien, die den Ball aufnehmen, dann gibt das einen hübschen kleinen Skandal zur Sommerzeit.

Mittwoch, Oktober 24, 2007

Al Gore - healthy or sick?

Al Gore, der frühere amerikanische Vizepräsident und inzwischen Friedensnobelpreisträger 2007 aufgrund seines Engagements für Umweltschutz, wird von verschiedensten Stimmen immer wieder für die Präsidentschaftswahlen 2008 der USA ins Spiel gebracht.

Aber schauen Sie sich doch einmal die Bilder dieses Mannes an! Vergleichen Sie Aufnahmen aus den 90er Jahren mit aktuellen Photographien, dann fällt doch auf: dieser Mann sieht krank aus.

Gore hat massiv an Körpergewicht zugenommen, der noch vor wenigen Jahren markante Unterkiefer geht nun fast nahtlos in den Hals über. Benötigt Gore Cortison? Selbst geschminkt ist die Gesichtsfarbe auf Nahaufnahmen erschreckend blassrosa, die Konturen fast aufgedunsen.

Wir wundern uns, dass diese auffälligen Veränderungen nirgends ein Thema sind. Für eine Präsidentschaft scheint uns Gore ganz einfach aus physischen Gründen nicht mehr geeignet.

Mittwoch, Oktober 17, 2007

Hausärzte Mangel

Da wird in den Medien gelegentlich ein sich abzeichnender Hausärztemangel beklagt.

Gleichzeitig liest man in der Zeitung etwas von Zulassungsstopp, der schon 2008 auslaufen solle und deshalb verlängert werden müsse.

Kein Wunder, gibt es da einen Mangel. Wenn man den Aerzten nach 10 bis 15 Jahren Ausbildung schliesslich verbietet, ihren Beruf selbständig auszuüben, kann es nur einen Hirntoten wundern, dass der Job nicht mehr die besten Leute anzieht.

Donnerstag, August 30, 2007

Rafael Nadal: Tennis, Muskeln - und Verletzungen

Es fällt auf, wie die aktuelle Nummer 2 des Welttennis, Rafael Nadal, nicht nur mit eindrücklichen Muskelpaketen versehen, sondern auch häufig verletzt ist.

Und man fragt sich bei beiden Dingen: woher kommt das?

Dienstag, August 28, 2007

Tod eines jungen Fussballers

Ein 22-jähriger Fussballer, António Puerta, Spieler des FC Sevilla, ist in Spanien an den Folgen eines mehrmaligen Herzversagens gestorben, die NZZ Online vom 28.8.07 berichtet.

Vor kurzem starb ein 28-jähriger Schwinger in der Schweiz, siehe unser Kommentar vom 25.8.07. Die beiden Fälle scheinen sich zu gleichen. Beide Sportler betrieben Spitzensport. Und beide hatten zuvor schon Beschwerden gehabt, und bei rechtzeitiger Abklärung hätte man vielleicht ihren Tod verhindern können.

Haben nun beide an einer unerkannten Herzerkrankung gelitten (z.B. am Brugada Syndrom), oder gibt es im modernen Spitzensport Substanzen, die die beiden eingesetzt haben könnten, die als Nebenwirkung möglicherweise frühzeitig zu einem Herzinfarkt führen?

Wir erinnern uns, da wurde doch kürzlich einmal (Herbst 2004) das Schmerzmittel Vioxx über Nacht vom Markt zurückgezogen, weil sich gezeigt hatte, dass es nach dessen Einnahme statistisch signifikant häufiger zu Herzinfarkten gekommen war. Andere Medikamente der gleichen Familie (COX-2-Hemmer) sind jedoch noch auf dem Markt.

Es wäre interessant, zu erfahren, wie oft im Spitzensport momentan solche Mittel von Sportlern und Spielern eingesetzt werden. Haben unter Umständen die nun Verstorbenen zu solchen Hilfsmitteln gegriffen? Ist ihr Tod eine Nebenwirkung von unerlaubten oder vielleicht sogar erlaubten Substanzen, zum Beispiel von Schmerzmitteln anschliessend an ein Spiel, wenn es gilt, die Blessuren zu kurieren?

Es gilt die Unschuldsvermutung - aber es gilt auch, die Fälle zu untersuchen und die entsprechenden Kontrollen auch im Fussball rigoros durchzusetzen.

Montag, August 27, 2007

Rauchen verboten!

Wieso das Rauchen in Restaurants und öffentlichen Gebäuden untersagt werden muss? Was spricht denn gegen Raucherecken?

Das Verhältnis von Raucher zu Nichtraucher ist asymmetrisch, das liegt in der Natur der Sache. Rauch breitet sich aus und stört den Nichtraucher; das Nichtrauchen desselben hingegen breitet sich weder aus noch stört es den Raucher - und es macht ihn auch nicht krank.

Deswegen geht es leider nicht ohne Verbote. Man richtet in einem öffentlichen Schwimmbassin ja auch keine Pinkelecke ein...

Samstag, August 25, 2007

Tod eines jungen Schwingers

Ein 28-jähriger Schwinger ist heute am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Aarau an einem Herzversagen gestorben, Tagesanzeiger vom Samstag, 25.8.07. Ob eine Autopsie durchgeführt wird, ist nicht bekannt, sie wäre aber wohl angebracht, handelt es sich doch hier unter Umständen um einen aussergewöhnlichen Todesfall, der von Amtes wegen abgeklärt werden müsste.

Ohne den trauernden Angehörigen nahe treten zu wollen, denen unser aufrichtiges Beileid gilt, und ausdrücklich ohne den Verstorbenen auch im Geringsten mit dem Gebrauch von unlauteren Methoden in Verbindung bringen zu wollen, sei anlässlich eines solchen Vorfalls doch die grundsätzliche Frage erlaubt: Gibt es an diesen Schwingerwettbewerben genügend Dopingkontrollen? Auch während des Trainings? Werden die jungen und ehrgeizigen Sportler ausreichend geschützt vor den Angeboten der modernen Sportmedizin?

Die hartnäckigen Bemühungen, Doping im Radsport aber auch in sämtlichen anderen Sportarten zu ächten, entspringen ja nicht einer akademischen oder gar moralinsauren Motivation, sondern es geht darum, Invalidität und Todesfälle von jungen, gesunden Menschen zu verhindern.

Siehe auch Rundschau vom 22.8.01 und Umfrage auf der Seite des CH Schwingerverbandes.

Zitat aus dem Technischen Regulativ des CH Schwingerverbandes (pdf):

Art. 2d
"Verbot des Dopings
Die Verwendung unerlaubter Substanzen und die Anwendung verbotener Methoden gemäss den Dopinglisten des IOC ist allen Schwingern des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) untersagt. Der ZV kann Ausführungsbestimmungen in einem Dopingreglement erlassen oder das Doping-Statut des SLS und dessen Ausführungsbestimmungen als anwendbar erklären."

Montag, August 20, 2007

Kostenbeteiligung jugendlicher Rauschtrinker - Unmöglich

Verena Diener, ehemalige Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich, fordert von jugendlichen Rauschtrinkern eine Kostenbeteiligung bei notfallmässigen Behandlungen (NZZ am Sonntag, 19.8.2007).

Es wäre wünschenswert, dass die Kosten, die durch eine fahrlässige oder sogar mutwillige Schädigung der eigenen Gesundheit dem Gesundheitssystem und letztlich den Prämienzahlern entstehen, durch die Verursacher bezahlt werden müssen.

Allerdings funktioniert unser System der sozialen Krankenversicherung nicht auf diese Art und Weise, und es ist erstaunlich, dass eine Ständeratskanditatin hier nicht mehr Durchblick beweist. Niemand muss in der Schweiz für sein Fehlverhalten selbst bezahlen. Das ist im gleichen Moment der grosse Vorteil aber auch Nachteil unseres Systems. (Fast) Alle Patienten werden gleich behandelt.

Wer eine Kostenbeteiligung propagiert, sollte sich gescheiter einmal informieren, wie viele Diagnosen - von Erwachsenen! - auf Notfallstationen auf übermässigen Alkoholkonsum zurückzuführen sind. Oder auf übermässige Kalorienaufnahme und Bewegungsmangel mit all ihren kurz- und langfristigen Komplikationen (Uebergewicht, Diabetes, Arteriosklerose, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Bypassoperation, etc.). Oder zuviel Sonne. Oder zuwenig Schlaf. Oder riskantes Verhalten beim Grümpelturnier, ja überhaupt die Teilnahme daran. Die Liste liesse sich beliebig verlängern.

Eine mögliche Massnahme wäre: die Krankenkassenprämien mit Verhaltensauflagen verknüpfen. Wer sich erwiesernermassen selbstzerstörerisch verhält, bezahlt einen Prämienaufschlag. Wer nicht raucht z.B., erhält einen Rabatt.

Die Krux liegt beim Wörtchen "erwiesenermassen". Der Nachweis ist schwierig zu führen. Schon die Frage, ob Alkoholabstinenz einen Rabatt nach sich ziehen sollte, wird kaum lösbar sein. Eine geringe Menge Alkohol soll die Lebensdauer verlängern. Müssten Abstinente sogar mehr Prämien bezahlen?

Die Konsequenz des Prinzips wäre: Wer mindestens dreimal eine halbe Stunde pro Woche Sport betreibt, erhält einen Rabatt. Uebergewichtige bezahlen einen Aufpreis. Workaholics bezahlen einen Aufpreis. Singles bezahlen einen Aufpreis (dauerhafte Partnerschaften senken erwiesenermassen verschiedenste Gesundheitsrisiken). Und so weiter, Sie verstehen, die Forderungen der Versicherer werden in diese Richtung gehen.

Prämien würden dann aufgrund eines individuellen Risikoprofils erstellt, wie dies die Lebensversicherer bereits heute tun. Dabei könnte man durchaus unterscheiden zwischen fix gegebenen Risiken (z.B. Gentyp) und beinflussbaren Risiken (Nikotin). Aber wieviel an Ueberwicht z.B. ist genetisch, wieviel durch Verhalten bedingt? Niemand weiss es!

Wünscht Frau Diener einen grundlegenden Umbau unserer Krankenversicherung in Richtung mehr Selbstverantwortung? Wir nehmen das nicht an - obwohl man es sich einmal überlegen müsste...

Donnerstag, August 16, 2007

Schüler mit Rückenschmerzen

Immer mehr Schüler leiden an Rückenschmerzen, die NZZ vom 16.8.07 berichtet davon. Nun sollen die Kinder in Zürich die Unterrichtsmaterialien anstatt in Taschen in Trolleys mit sich führen.

Während Jahrzehnten konnten Schüler ihre Bücher und Hefte problemlos in Tornistern auf dem Rücken tragen. Ob nun der Gebrauch von Umhängetaschen mit einseitiger Belastung des Körpers anstatt von die Last symmetrisch auf den Rücken verteilenden Systemen wirklich der entscheidende Grund für die Häufung von Beschwerden ist, oder ob es sich nicht auch um die Auswirkung anderer Ursachen handelt, ist ungeklärt. Diese möglichen Ursachen sollten unserer Ansicht nach identifiziert und angegangen werden.

Welche Rolle spielen z.B. die tägliche Bewegung, der Fernseh- und Spielkonsolenkonsum oder auch die Familienverhältnisse?

Eben erst forderte beispielsweise der rührige Markus Dürr, Gesundheitsdirektor des Kantons Luzern, dass Kinder von ihren Eltern nicht mehr zur Schule gefahren werden sollen, dies als Massnahme gegen die um sich greifende Fettleibigkeit von Schülern. Lesen Sie dazu auch die Empfehlungen der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) von 2006 (pdf).

Dickes Kind und Rückenweh - klingelt's da nicht in unseren Ohren?! Und nun soll diese Bewegungsarmut behandelt werden, in dem man die Kinder mit "Grosis Einkaufswägeli" nochmals körperlich unterfordert. So ein Quatsch!

Ein trainierter Jugendlicher hat doch keine Rückenbeschwerden wegen Taschen, egal ob an den Rücken oder über die Schulter gehängt. Was diese Kinder brauchen ist: Training.

Dienstag, August 14, 2007

Fluglärm - wirklich?

Fluglärmgegner betonen, dass zur Senkung des Fluglärms vor allem auch die Zahl der Flugbewegungen reduziert werden müsse.

Wir erinnern uns. Da gab es doch einmal Flugzeuge wie die Caravelle, oder die DC-8. Waren die nicht beträchtlich lauter und störender als alles, was heute so den Flughafen Zürich Kloten anfliegt?

Es wäre interessant, einmal die Entwicklung des Fluglärms in Flughafennähe in den letzten 40 Jahren anzusehen. Wahrscheinlich haben die Frequenzen zu- dafür aber die Intensität abgenommen. Welcher Effekt ist wichtiger?

Man kann sich gut vorstellen, dass pausenloser Lärm das "Wohlbefinden erheblicher stört" (Wortlaut im USG, Art. 15 .pdf), als Lärm mit Pausen. Allerdings auch, dass durch den technischen Fortschritt Triebwerkslärm vielleicht einmal so weit reduziert werden kann, bis er irgendwann nicht mehr wahrgenommen werden wird.

Offensichtlich ist die Art der Messung bzw. die Definition der Immissionsgrenzwerte durch den Gesetzgeber entscheidend. (Bund, Kanton Zürich; Fluglärmgegner)

Wer will die Unterschiede der Methoden verstehen? Wollen die Fluglärmgegner eine Aenderung der bestehenden Gesetze erreichen, so wäre ein probates Mittel whs. ein Dokumentarfilm im Fernsehen zu bester Stunde.

Freitag, August 10, 2007

BAG: Alkohol und Massnahmen

Das Schweizerische BAG (Bundesamt für Gesundheit) hat kürzlich seine gewagten Ideen zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs vorgestellt. (Kommentar von Lips)

Es gäbe allerdings durchaus mögliche Massnahmen. Man könnte z.B. dem Bier systematisch Vitamine (B-Komplex) beifügen, wie man das schon seit Jahrzehnten an vielen Orten auf der Welt mit Jod im Speisesalz tut. Man müsste einmal prüfen, ob sich so nicht viele der typischen Mangelerscheinungen (Nervenschäden) von Alkoholikern vermeiden und massiv Gesundheitskosten einsparen liessen.

Dienstag, August 07, 2007

Patientenzufriedenheit in Schweizer Kliniken

Die Zufriedenheit der Patienten mit ihren Kliniken wurde untersucht (Comparis). Das Ergebnis ist nicht besonders verwunderlich, die kleineren Kliniken in der Peripherie scheinen sich mit mehr Engagement um ihre Patienten zu kümmern. Damit wurde zwar die fachliche Qualität der Betreuung nicht beurteilt, aber ist nicht die Zufriedenheit einer der wichtigsten Qualitätsindikatoren!?

Gerade die kleinen Kliniken wurden im Rahmen der kantonalen Planungen in den letzten Jahren reihenweise geschlossen. Es war wahrscheinlich die falsche Politik, aber die entsprechenden Behörden haben sich in diesen Fragen immer als beratungsresistent erwiesen.

Freitag, Juli 27, 2007

Prohibition nach 21 Uhr - Gruss von Al Capone

Das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG) möchte nun zur Eindämmung jugendlicher Trinkexzesse den Verkauf von Alkohol nach 21 Uhr stark einschränken.

Ein Rückgang des Alkoholverbrauches wäre an und für sich zu begrüssen, denn die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Nachteile des Konsums von Alkoholika übertreffen die Vorteile bei weitem.

Folgende Ueberlegung ist jedoch anzustellen:

1. Auch in Zukunft wird nach 21 Uhr ein Bedarf nach Alkoholika bestehen, vielleicht sogar noch mehr als heute.
2. Wo eine Nachfrage besteht und es das gefragte Produkt auch tatsächlich gibt, ensteht ein Markt.
3. Ist das Angebot knapp, so steigen die Preise.
4. Hohe Preise und ein potentiell (nach 21 Uhr) kriminalisierter Handel eines Produktes mit Suchtpotential - diese Kombination kennen wir doch!
5. Es wäre eine blosse Frage der Zeit, bis das organisierte Verbrechen Interesse an einem solchen Markt gewönne.

Schlussfolgerung: so wünschenswert die Eindämmung des Alkoholmissbrauches ist, so dumm und kontraproduktiv wäre ein solches Verbot.

Donnerstag, März 03, 2005

Raucherplage

Da setze ich mich nach der Arbeit zum Zeitunglesen noch kurz in ein Café in Zürich Paradeplatz und, bevor ich etwas bestellt habe, schon bin ich von links und rechts mit Zigarettenqualm eingenebelt – meine Kleider stinken noch am nächsten Morgen.

Es ist erstaunlich: die schädlichen Auswirkungen des Passivrauchens auf den menschlichen Körper sind hinlänglich bekannt. Die Staaten Europas überbieten sich gegenseitig mit immer strikteren Rauchverboten. Und die Schweizer Restaurateure wagen es, ihr Personal und ihre Kunden weiterhin im Tabakrauch sitzen zu lassen. Hat denn von diesen Leuten niemand Angst, er könnte eines Tages mit einer Schadenersatzklage von erkrankten Serviceangestellten oder Stammkunden konfrontiert werden?